Autor Thema: Antwort auf d. BUNDESTAGs Petition 1-17-09-7151-050662 - Schornsteinfegerrecht  (Gelesen 9882 mal)

regro

  • Interne-User
  • Jr. Member
  • *
  • Beiträge: 72
    • Profil anzeigen
So nun hier die Antwort auf meine Petition an den Bundestag.

Administrator: Joachim Datko:

- Petition nach folgendem Muster: http://www.sfr-reform.de/files/SFR-Petition-KUEO_VL.doc

- Sächsischer Landtag gibt Petition an den Petitionsausschuß des Bundestages weiter:
http://www.kontra-schornsteinfeger.de/forum/aktionen-gegen-schornsteinfeger/sachsen-petition-zur-kuo-eingereicht/?action=dlattach;attach=154;image
« Letzte Änderung: 07.07.13, 10:21 von Datko »

regro

  • Interne-User
  • Jr. Member
  • *
  • Beiträge: 72
    • Profil anzeigen
Re: Re: BUNDESTAG - Petition
« Antwort #1 am: 04.07.13, 21:32 »
Seite 3 und 4

regro

  • Interne-User
  • Jr. Member
  • *
  • Beiträge: 72
    • Profil anzeigen
Re: Re: BUNDESTAG - Petition
« Antwort #2 am: 04.07.13, 21:34 »
Seite 5 und 6

regro

  • Interne-User
  • Jr. Member
  • *
  • Beiträge: 72
    • Profil anzeigen
Re: Re: BUNDESTAG - Petition
« Antwort #3 am: 04.07.13, 21:35 »
Seite 7 und 8

regro

  • Interne-User
  • Jr. Member
  • *
  • Beiträge: 72
    • Profil anzeigen
Re: Re: BUNDESTAG - Petition
« Antwort #4 am: 04.07.13, 21:36 »
Seite 9 und 10

regro

  • Interne-User
  • Jr. Member
  • *
  • Beiträge: 72
    • Profil anzeigen
Re: Re: BUNDESTAG - Petition
« Antwort #5 am: 04.07.13, 21:37 »
Seite 11 und 12

TWMueller

  • Moderator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1.248
  • Wir sind die Summe vieler Ichs.
    • Profil anzeigen
    • SchornsteinFegerRechts-Reform
Also, wenn Dr. Tober noch kein "Ehren-Schornsteinfeger" sein sollte, mit seiner "Stellungnahme" hat er sich diesen Titel wahrlich verdient.

Dass Politiker ihre Fehler nicht zugeben, ist ja hinlänglich bekannt.
Aber so viel vernebelndes Blah-Blah habe ich selten gelesen.

Man kann die ausweichenden Ausreden von 11 Seiten auch einfach zusammenfassen: "Die Kehrbezirke sollen auf Biegen und Brechen erhalten werden. Irgendwie wird man das Recht schon so hin und her-biegen, dass niemand mehr durchblickt."

Aber man kann aus dieser Stellungnahme auch etwas lernen. Wenn man zu viele Gesichtspunkte anführt, fällt das Vernebeln leichter. Es wird wohl notwendig sein, einzelne Aspekte viel gezielter und konkreter heraus zu arbeiten.

Da nach Dr. Tober auch die neuen "bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger" ja angeblich noch "beliehene Unternehmer" sein sollen, eröffnet sich auch wieder der Weg nach Europa. Denn auch besonders qualifizierte und "beliehene" Unternehmer sind und bleiben ja Unternehmer. Und somit wäre die Folge, dass dem Bürger auf einem Markt ein Wahlrecht zwischen mehreren (gleich qualifizierten) Unternehmern verbleiben muss. Da war doch was mit der "Dienstleistungsfreiheit" oder ?

Will die Bundes-Politik ihre Zuständigkeit herleiten, wird der "bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger" zum Handwerker gemacht.
Will man Umsatzsteuer kassieren, wird der bBSF zum Unternehmer erklärt.
Denkt man dann jedoch an "Vertragsfreiheit", wird der bBSF schnell zur Behörde umdefiniert, die auch Verwaltungsakte erlassen darf.
Und wird die "Unternehmer-Rechnung" des bBSF nicht bezahlt, wird diese husch-husch zur Grundschuld, die im Wege des Verwaltungsvollstreckungsverfahrens beigetrieben werden soll.
Wahrlich, eine eierlegende Wollmilchsau.

Da gibt es doch so ein schönes Gedicht:
"Dunkel war's, der Mond schien helle,
als ein Wagen blitzeschnelle, langsam um die Ecke bog,
drinnen saßen stehend Leute, schweigend ins Gespräch vertieft,
als ein totgeschossner Hase auf der Sandbahn Schlittschuh lief, ..."

RECHTSKLARHEIT und RECHTSWAHRHEIT, die in einem RECHTSSTAAT eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollten, werden zur Lachnummer degradiert. Recht wird zum Mittel, das unter die Verfügung und Interpretation von Politik und Wirtschaft fällt. Dieses ganze SONDER-Gesetz ist doch eine einzige WIRTSCHAFTS-PROTEKTION.

Man darf sich von derartigen Ausflüchten jedoch nicht abschrecken lassen. Im Gegenteil, ein solcher historischer Starrsinn muss zum Widerstand herausfordern. Es wird dringend Zeit, dass sich die Bürger derartige Mauscheleien und Verschleierungen nicht länger gefallen lassen. Auch HISTORISCHER Unsinn kann und muss doch irgendwann mal ein Ende finden!
« Letzte Änderung: 05.07.13, 12:44 von TWMueller »
Thomas W. Müller
Aktion SchornsteinFegerRechts-Reform

Tel.: 0170 5258679
Mail: AKTUELL BITTE  KEINE MAILS
FORUM: http://sfr-reform.carookee.com/
Ich freue mich über jeden persönlichen Kontakt.

MB500

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 220
  • don`t shoot me...I`m only the piano player
    • Profil anzeigen

wie immer von Seiten des Wirtschaftsministeriums  viel bla bla mit vielem Ablekungsmanöver.

Da man ja immer schön von einem" beliehenen Unternehmer " spricht . Wo bitte schön ist der Beleihungsvertrag zwischen dem Hocheitsträger ( Land oder Bund mit dem "bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger" ersichtlich ? Man sucht vergeblich. Es gibt keinen "Beleihungsvertrag " . Grundlage für jede "Beleihung" ist ein Beleihungsvertrag zwischen dem Hoheitsträger und dem Beliehenen.

Die Bezeichnung " bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger"  ist ein reines Phantasiewort .
Es gibt keine eingetragene " Behördenstruktur" zu dieser Bezeichnung analog vergleichbar mit dem " Oberbürgermeister " oder "Landrat" .

Die "Behörde" muß klar ersichtlich sein auf dem Briefkopf bei den hoheitlichen Dingen ,ganz besonders auf dem Feuerstättenbescheid.  "beliehener Unternehmer" ist weder eine "Firmenbezeichnung" noch eine " Behördenbezeichnung " . Es ist ebenfalls ein "reines Kunstwort" ohne jegliche rechtliche eigenständige Bedeutung .

Tja dumm gelaufen .......die Verwaltungsrichtlinien des Bundes sollte man schon kennen wenn man im Wirtschaftsministerium in Berlin sitzt. 

MB500SL




Widerstand

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 23
    • Profil anzeigen
Antwort auf die Petition des Mitstreiters MB 500SL

Es ist vermutlich nicht Voraussetzung besonders einfältig zu sein, um als Mitglied oder Vorsitzender eines Petitionsausschusses tätig werden zu können, aber es erleichtert  das Dasein  in dieser Funktion  anscheinend  ungemein. Wie kann ich  erwarten, dass eine betroffene Behörde –Wirtschaftsministerium- eine objektive Beurteilung eines Vorgangs erstellt, an dem sie selbst – sofern der Gesetzestext nicht durch die Kaminputzer höchstpersönlich formuliert worden ist- maßgeblich mitgearbeitet hat.
Wer den Frosch fragt, ob der Sumpf in dem er (der Frosch) lebt trockengelegt werden soll, ist doch wohl mit dem Klammerbeutel gepudert.
Die Stellungnahme und rechtliche Analyse hätte durch eine unabhängige Stelle erfolgen müssen.


MB500

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 220
  • don`t shoot me...I`m only the piano player
    • Profil anzeigen
Nur zur Info.
Es war nicht meine  Petition an den Bund. 
"Meine" ist immer noch am "laufen" in BW. Lt. meinem Kenntnisstand werden hier mehrere Stellungnahmen eingeholt. Keine Frage die Antworten von den entsprechenden Wirtschaftministerien entweder auf Landes oder Bundes Ebene sind alle Müll.  Die "Verfassungsrechtler" das wären die Richtigen wo nur rein rechtlich alles prüfen. Dann wäre alles klar .........and now the end is near.......I did it my way......

MB500SL

TWMueller

  • Moderator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1.248
  • Wir sind die Summe vieler Ichs.
    • Profil anzeigen
    • SchornsteinFegerRechts-Reform
Nichts gegen PETITIONEN, aber man darf seine Hoffnungen hier nicht zu hoch hängen. Wie soll denn eine Politik, die über ein halbes Jahrhundert ein rechtliches SONDER-Konsrukt ersonnen und am Leben erhalten hat, heute plötzlich die Kehrwende schaffen ohne ihr Gesicht zu verlieren?

Selbst die Mini-Öffnung des Schornsteinfeger-MONOPOLS wurde ja nicht aus Einsicht der Politik beschlossen. Wenn hier nicht ein Vertragsverletzungsverfahren der EU gedroht hätte, keine Partei hätte auch nur im Ansatz eine Liberalisierung versucht.

Man braucht doch nur mal zu überlegen, wann unsere Parteien in Regierungsverantwortung wirklich tätig werden:
- wenn das VERFASSUNGSGERICHT die Rote Karte zeigt
- wenn die WIRTSCHAFT ihre Interessen durchsetzen will
- wenn etwas ZU TEUER wird (= Sparzwang)
- wenn eine KATASTROPHE zum Handeln zwingt
- wenn die OPOSITION das Gegenteil vorschlägt
- wenn ERHEBLICHER öffentlicher DRUCK nicht ignoriert werden kann

Fehlt einem Leser in der Aufstellung etwa das "BÜRGERINTERESSE"? Für die Überlegungen der Parteien und Politiker spielt dieses leider fast keine Rolle. Wann immer etwas scheinbar für die Bürger getan wurde, kann man fast sicher sein, dass in Wahrheit ganz andere Interessen verfolgt wurden. Der "einfache" Bürger interessiert doch nur als statistische Masse hinsichtlich der zu erwartenden Wahlquote. Und da die Wahllisten und somit die Listenplatzfolge von den Parteien (im Hinterzimmer) beschlossen werden, hat der einzelne Wähler doch sowieso fast keinen Einfluss darauf, wer die Spitzenpositionen einnimmt. Bürger als Wähler werden doch nur dann wahrgenommen, wenn deren Zahl statistisch relevant wird. Maximal könnten Bürgerinteressen ins Blickfeld der Politik geraten, wenn die Bürger zugleich Unternehmer und somit ein Wirtschaftsfaktor sind.

Und jetzt vergleichen wir dies mal mit dem Schornsteinfeger-SONDER-Recht. Dass die Politik ein Interesse an wohlgesonnenen Kehrbezirksinhabern hat, denen Zugang praktisch in jedes Haus gewährt werden muss, mag man als netten Nebenaspekt abtun. Aber kaum denkt die Politik auch nur im Ansatz daran, den Schornsteinfeger-Markt z.B. auch für andere Handwerkszweige zu öffnen oder gar Pflichtarbeiten zu streichen, setzt unmittelbr das LAUTE GEHEULE der Schornsteinfeger-LOBBY ein. Als in Sachsen-Anhalt die Schimmelkontrollen nicht wieder per Gesetz als Pflichtaufgabe für die Schornsteinfeger verankert werden sollten, wurde von den Schornsteinfegern sofort das Schreckgespenst der ÖFFENTLICHEN SICHERHEIT an die Wand gemalt und vor dem Verlust von ARBEITSPLÄTZEN gewarnt. Zum Glück waren ausnahmsweise die Politiker mal nicht völlig blind und haben sich nicht bequatschen lassen. Zum Ausgleich dürfen die Feger jetzt Notstromaggregate pfüfen. (Bitte nicht fragen oder drüber nachdenken, was ein Kamin-Putzer mit elektrischen Anlagen oder Verbrennungsmotoren zu tun hat.)

Und jetzt braucht jeder, der hofft, mit einer PETITION die Politik dazu bewegen zu können, EINKOMMENSGARANTIEEN für die Schornsteinfeger in Frage zu stellen, nur mal überlegen, wer wohl die größere FINANZ-Macht darstellt. Nehmen wir mal an, man könnte mit Entbürokratisierung und Streichung unsinniger Pflichtkontrollen die deutschen Hausbesitzer und Mieter JÄHRLICH um z.B. eine HALBE MILLIARDE EURO entlasten. Aber alles, was Einer nicht zahlen muss, kann ein Anderer nicht verdienen (Simple Mahematik). Und wenn den Schornsteinfegern rund 500 MILLIONEN EURO jährlich entgehen, kann es einfach nicht mehr so viele Betriebe und Beschäftigte wie bisher geben. Und wenn von aktuell rund 7.800 Kehrbezirks-Betrieben vielleicht 3 oder 4 TAUSEND nicht mehr benötigt werden, wie soll dann der ÜBERWACHUNGS-STAAT aufrecht erhalten werden?

Man darf sich also nicht wundern, wenn PETITIONEN, die Entlastungen der BÜRGER fordern, die zugleich jedoch eine LIBERALISIERUNG und die STREICHUNG STAATLICHEN EINFLUSSES mit sich bringen würden, auf energischen Widerstand bei POLITIK, VERWALTUNG und WIRTSCHAFT stoßen. Aus reiner VERNUNFT wird unsere POLITIK wohl kaum handeln. PETITIONEN können somit bestenfalls den Boden bereiten. Der entscheidende Anstoß zur REFORM wird jedoch leider erst von den GERICHTEN kommen müssen.

Ein kleines bischen kann jedoch auch jeder einzelne Gebäude-Eigentümer zur Beschleunigung beitragen. Wenn immer mehr AUFRAGGEBER ihre handwerklichen Schornsteinfegerarbeien bereits AUS PRINZIP möglichst nicht an Betriebe vergeben, die zugleich als "bevollmächtigter Beirksschornsteinfeger" bestellt sind, wird dem Kern-System mehr und mehr das Kapital entzogen. Es muss einfach immer unattraktiver werden, einen Kehrbezirk zu übernehmen. Der einzelne Bürger kann hier die Mauscheleien etwas korrigieren und selbst STAAT und WIRTSCHAFT TRENNEN. Wer Verwaltungsakte erlassen darf, darf nicht mit handwerklichen Aufträgen versorgt werden.
« Letzte Änderung: 07.07.13, 10:09 von TWMueller »
Thomas W. Müller
Aktion SchornsteinFegerRechts-Reform

Tel.: 0170 5258679
Mail: AKTUELL BITTE  KEINE MAILS
FORUM: http://sfr-reform.carookee.com/
Ich freue mich über jeden persönlichen Kontakt.

Komet

  • Gast
Schornsteinfegerrecht - MwSt auf hoheitliche Gebühren
« Antwort #11 am: 05.01.14, 10:12 »
Ist es denn nun den bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegern gestattet die MwSt aufzuschlagen? Danke für Hinweis und Info.

TWMueller

  • Moderator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1.248
  • Wir sind die Summe vieler Ichs.
    • Profil anzeigen
    • SchornsteinFegerRechts-Reform
Leider ist diese Frage für den Zeitraum NACH 2012 noch völlig UNGEKLÄRT.
Zwar hatte 2013 das Verwaltungsgericht Koblenz die Berechnung von UMSATZSTEUER für rechtskonform gehalten, ABER ...

... das Urteil bezog sich nur auf einen ALTFALL und stützte sich auf das mittlerweile AUSSER-KRAFT-GETRETENE alte SchFG (Schornsteinfeger-Gesetz);

... das Verwaltungsgericht ließ VON SICH AUS bei einem Streitwert von nur rund 2,- Euro die BERUFUNG zu. Dies ist ein klares Indiz dafür, dass die Richter selbst auch zumindest Bauchschmerzen mit dieser unsauberen und widersprüchlichen Rechtskonstruktion eines "bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegers" als die einen Bescheid "erlassende BEHÖRDE" hatte.

Seit dem 01.01.2013 gilt nunmehr nur noch das NEUE SchfHwG (Schornsteinfeger-Handwerks-Gesetz). Das Gesetz selbst enthält KEINE Bestimmungen zur Berechnung von UMSATZSEUER. Lediglich die KÜO als UNTERGEORDNETE VERORDNUNG könnte so ausgelegt werden, dass USt denkbar ist. Aus der Formuliuerung "zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer" ergibt sich jedoch noch KEIN STEUERSATZ. Letztendlich wäre die KÜO als Verordnung jedoch gegenüber dem UStG als Bundes-GESETZ nachrangig.

Die Argumente habe ich jedoch auch ausführlicher in einem Positionspapier zusammengefaßt:
Positionspapier: Umsatzsteuer auf Verwaltungsgebühren des bBSF:
http://www.sfr-reform.de/files/SFR_PP_USt_bBSF.pdf


Es wird also wohl notwendig sein, dass IRGEND JEMAND, der demnächst einen Feuerstättenbescheid erhält und hierfür VERWALTUNGSGEBÜHREN zahlen soll, nur den NETTO-Rechnungsbetrag zahlt. Der Umsatzsteuer-Anteil müsste dann von der AUFSICHTSBEHÖRDE per VERWALTUNGS-BESCHEID festgesetzt werden. Und spätestens dann wird der rechtliche Widerspruch ja überdeutlich.

Enweder ist der "bevollmächtigte Beirksschornsteinfeger" ein UNTERNEHMER, der UMSATZSTEUER berechnet, dann jedoch dürfen dessen Rechnungsbeträge NICHT im Wege des VERWALTUNGS-Vollstreckungsverfahrens beigetrieben werden.

Oder der bBSF ist doch als BEHÖRDE anzusehen, die HOHEITLICH tätig wird. Dann jedoch darf auf VERWALTUNGS-Gebühren keine Umsatzsteuer aufgeschlagen werden. (Und eine BEHÖRDE darf natürlich auch nicht im eigenen Zuständigkeitsbereich GEWINNORIENTIERT GEWERBLICH tätig werden.)

Es wird Zeit, dass sich Politik und Justiz mal entscheiden:
Soll der Kehrbezirks-Verwalter mit der Amsbezeichnung "Der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger" denn nun HANDWERKER ODER BEHÖRDE sein?

Wird das Fähnchen jedoch, wie in der Vergangenheit, je nach Bedarf und Intension in den Wind gehängt und gedreht, darf im Zusammenhang mit diesem SONDER-Recht wohl nie mehr von einem RECHTS-STAAT gesprochen werden.
« Letzte Änderung: 05.01.14, 21:30 von TWMueller »
Thomas W. Müller
Aktion SchornsteinFegerRechts-Reform

Tel.: 0170 5258679
Mail: AKTUELL BITTE  KEINE MAILS
FORUM: http://sfr-reform.carookee.com/
Ich freue mich über jeden persönlichen Kontakt.

regro

  • Interne-User
  • Jr. Member
  • *
  • Beiträge: 72
    • Profil anzeigen
So nun möchte ich mal ein Update zur immer noch laufenden Petition im Bundestag liefern.

Juli 2013
Auf die ober gepostete Antwort vom Petitionsausschuss habe ich geantwortet und gesagt, dass ich diese Petition natürlich nicht durch diese Erklärung vom BMWi als erledigt ansehe. Ich habe auch, wie verlangt, eine sehr ausführliche Erklärung zur Verfassungswidrigkeit des SchfHwG abgegeben. Ich hatte vorgeschlagen, ein unabhängiges Rechtsgutachten zum Thema einzuholen und eben gerade nicht das BMWi nochmals zu befragen. Als Anhang dann noch die Ausführungen von T.W.Müller zur Verfassungswidrigkeit von §1 SchfHwG.

Oktober 2013
Dann eine weitere Antwort. Der Petitionsausschuss hatte wieder alles nur ans BMWi gegeben und von dort kam als Antwort, das schon alles gesagt wäre und es dem nicht hinzu zu fügen gäbe. Und wieder wollte der Petitionsausschuss die Sache als erledigt ansehen. Die haben also genau das Gegenteil von dem gemacht, was ich vorgeschlagen hatte. Ich hatte den Eindruck das Sie diese Petition loswerden wollten.

Dezember 2013
Damit wollte ich mich nicht zufrieden geben und habe abermals widersprochen. Ich legte nochmals meinen Standpunkt dar und schlug diesmal sogar eine Person als Gutachter vor.
Es handelte sich um einen Anwalt aus Berlin. Er arbeitet als Richter am Verfassungsgericht Berlin und hat schon erfolgreich Verfassungsbeschwerde für die Piratenpartei gegen ELENA eingereicht. Obwohl ich ihn nicht persöhnlich kenne halte ich ihn für neutral und auch erfahren genug um dies alles zu beurteilen.

Januar 2014
Ich erhielt ein weiteres Schreiben, wo gesagt wurde, das alles bearbeitet wird. Aber leider kein Wort darüber wie.

Februar 2014
In einem weiteren Schreiben stand es wäre jetzt alles abschließend bearbeitet und es wurde nun alles an ein Mitglied des Petitionsausschusses übergeben welcher dann alles bei einer der nächsten Sitzungen vorträgt und die Petition zum Beschluss durch den Ausschuss ansteht.
Leider habe ich keine Ahnung ob noch etwas anderes gemacht wurde und wenn was.
Jetzt heißt es erstmal wieder warten.
Aber zumindest habe ich erreicht, dass nun alle Mitglieder des Petitionsausschuss darüber beraten und abstimmen. Ansonsten wäre diese Petition schon vorher unbeachtet untergegangen.



Noch eine Frage. Es gab ja noch eine andere Petiton, welche sich um die Verkürzung der Intervalle der Feuerstättenschau von 5 auf 3,5 Jahre drehte. Kennt da einer das Ergebniss oder sogar die geaune Antwort/Begründung?
 

« Letzte Änderung: 18.02.14, 22:40 von regro »

TWMueller

  • Moderator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1.248
  • Wir sind die Summe vieler Ichs.
    • Profil anzeigen
    • SchornsteinFegerRechts-Reform
Re: Antwort auf d. BUNDESTAGs Petition
« Antwort #14 am: 21.02.14, 12:06 »
Das Problem mit derartigen PETITIONEN ist, dass keine Partei ohne völligen Gesichtsverlust zugeben kann, ein SCHLECHTES oder gar VERFASSUNGSWIDRIGES Gesetz verabschiedet zu haben.

Selbst wenn vor dem Bundesverfassungsgericht verhandelt wird, vertritt die Regierung ja immer die Auffassung, ALLES sei in Ordnung. Sonst müsste sie sich ja auch vorhalten lassen, erkanntes Unrecht nicht eigenständig beseitigt zu haben. Da jedoch trotzdem hin und wieder mal GEGEN die Regierung geurteilt wird, darf man deren "ALLES IN ORDNUNG" auch nicht überbewerten.

PETITIONEN werden somit in aller Regel nicht sofort zu einem Ergebnis führen, wenn es um die Gültigkeit eines Gesetzes geht. Aber - in den Köpfen bleibt etwas hängen. Steter Tropfen höhlt den Stein. Es braucht dann irgendwann jedoch des Anstosses eines Gerichtsurteils oder einer EU-Kritik, um (zähneknirschend und mit Schuldzuweisungen an irgend eine andere Stelle) doch etwas zu ändern.

Ergänzend sollte man jedoch die Bürokratie für die Bürokraten so bürokratisch machen, dass sogar diesen die Bürokratie irgendwann zum Halse heraushängt. Dann rufen sogar die Bürokraten nach Entbürokratisierung. Und jetzt wird all das wieder hervorgekramt, was zuvor in die Köpfe der Politiker eingesickert ist. Ersticken die Bezirksschornsteinfeger in Paragrafen, Verwaltungsakten und Widersprüchen, werden sie vielleicht den Spaß am "Besitz" eines Kehrbezirks verlieren.
« Letzte Änderung: 21.02.14, 12:08 von TWMueller »
Thomas W. Müller
Aktion SchornsteinFegerRechts-Reform

Tel.: 0170 5258679
Mail: AKTUELL BITTE  KEINE MAILS
FORUM: http://sfr-reform.carookee.com/
Ich freue mich über jeden persönlichen Kontakt.