Autor Thema: Was wird nach 2012 aus den Schornsteinfegern?  (Gelesen 32765 mal)

Gerd aus Strausberg

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Re: Was wird nach 2012 aus den Schornsteinfegern?
« Antwort #15 am: 19.03.12, 20:59 »
Natürlich wissen wir alle, dass die Schornsteinfegertätigkeiten zu einem Großteil unsinnig sind oder sie sind zumindest unerwünscht oder sie sind zu einem sehr kleinen Teil erwünscht, aber nur, wenn sich der Bürger einen Handwerker seiner Wahl aussuchen kann. Leider werden die größtenteils unerwünschten Tätigkeiten per Gesetz verordnet. Da kann man nun meckern so viel man will, aber man kommt nicht umhin, sie zähneknirschend zu ertragen.  :(

Die gute Nachricht: Offensichtlich kann man ohne große Zusatzkosten diese unerwünschten und kostenträchtigen Tätigkeiten des Bezirksinhabers umgehen, wenn das der Heizungsbauer gleich mit macht. Die Messung führt der ohnehin durch, ist im Preis mit drin und die Abgaswegkontrolle – zwei Minuten – wird der doch wohl nicht extra in Rechnung stellen.  ;)

Inzwischen bieten auch die Handwerkskammern mit deutlich weniger Stunden und weniger Geld die Zusatzlehrgänge für Heizungsbauer an, so dass die auch ohne großen Aufwand die bisherigen Schornsteinfegertätigkeiten durchführen können. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es nur einen Heizungsbauer gibt, der diese Möglichkeit zum Wohle seiner Kunden ausschlägt, denn das würde seine Kundschaft vergrämen, wenn die auch noch einen Schornsteinfeger mit Abzockerlaubnis zusätzlich bestellen müssten.  ???

Zitat Herr Müller: „Und wetten, die Aufsichtsbehörden werden sich fast geschlossen auf die Seite ihrer Bezirks-Handwerker-Behörde schlagen und gnadenlos jeden Formfehler zu einer Ersatzvornahme mit Zwangsbesuch des Bezirksinhabers nutzen?“

Nein, werden sie nicht.  :o Meinen Sie denn, das ganze Schornsteinfegerwesen stinkt denen nicht? Die müssen genau wie wir alle für diese Schmarotzer zahlen. Denken wir nicht, dass die so dumm sind, das nicht auch begriffen zu haben. Bisher sitzen die Bezirksinhaber am längeren Hebel und können womöglich auch den Beamten gefährlich werden, die tun dann, was man von ihnen verlangt.

Ich war vor Jahren bei einer Schornsteinfegerdemo dabei, sprich: Zwangskehrung. Drei Polizisten mussten dafür sorgen, dass der Kehrbezirkskönig unbeschadet seiner Scheindienstleistung nachkommen konnte. Er wurde dann auch durch die Polizei von den Demonstranten abgeschirmt. Nachdem er weg war blieben die Polizisten noch einige Zeit vor Ort und mischten sich unter das Volk. Ich konnte kurz mit einem älteren Polizisten unter vier Augen sprechen und machte meinen Unmut über diese ganze Aktion Luft. „Wissen Sie“, sagte der, „ich gehe in einem Jahr in Pension, ich muss hier gute Miene zum bösem Spiel machen. Ich habe ein Haus und muss den auch ertragen, obwohl ich ihm am liebsten ein´s in Fresse gehauen hätte“. Das spricht doch Bände!

Herr „ragniter“: Natürlich kann ich meinen Heizungsbauer nicht im Januar bestellen und der erledigt alles, wenn der Bezirksinhaber für die Messung und Abgaswegkontrolle und eventuelles Fegen eines Schornsteins den Monat Mai bestimmt hat. Das soll doch aber nicht das Problem sein, denn dann kommt der Heizungsbauer eben zum bestimmten Termin und Recht ist es.  ;D

Gerd aus Strausberg

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Re: Was wird nach 2012 aus den Schornsteinfegern?
« Antwort #16 am: 19.03.12, 21:24 »
Kurz nachdem hier die Fragestellung erschien: „darf der Heizungsbauer ab 2013 die bisherigen Fegerarbeiten durchführen“, rührt sich auch einiges innerhalb der Schornsteinfegerseiten.

Interessante Fragestellung in einem Schornsteinfegerforum:


Hausbesitzer1, heute (19.03.2012), 20:17
Darf jetzt der Heizungsfachmann messen?
Guten Abend zusammen. Ich blicke so langsam nicht mehr durch... auf einer Internetseite finde ich folgenden Artikel:
Der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks – Zentralinnungsverband (ZIV) – und der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) haben eine gemeinsame Verbändevereinbarung unterzeichnet. Sie regelt die fachlichen Anforderungen an Schornsteinfeger und SHK-Handwerker,
um Tätigkeiten des anderen Gewerks anbieten zu können.
 
Die Vereinbarung bezieht sich auf die folgenden Teilbereiche des Installateur- und Heizungsbauer-Handwerks, die nach entsprechender Qualifikation vom Schornsteinfeger ausgeführt werden können:
 
•Wartung von Feuerstätten (ausgenommen Reinigung)
•Planung, Bau und Wartung von Warmwasserzentralheizungsanlagen mit Öl-, Gas- und Festbrennstoffbefeuerung inklusive Warmwasserbereitung sowie thermische Solaranlagen
Als Teilbereiche des Schornsteinfeger-Handwerks sind für Installateur und Heizungsbauer folgende Tätigkeiten vorgesehen:
 
•Messen und Feststellen von Werten zum Immissionsschutz an Feuerstätten
•Mess- und Überprüfungstätigkeiten an Feuerstätten
•Kehr, Überprüfungs- und Messtätigkeiten an Feuerungsanlagen
 
Meine Frage wäre jetzt: Darf ich nun den Heizungsfachmann meine Ölheizung messen lassen und gilt diese Messung dann als "offiziell"? sprich der Schornsteinfeger muss das also nicht noch einmal messen? Ich müsste dieses Messergebnis dann dem BSFM zukommen lassen und gut ist? ...wer hier noch durchblickt...ich zurzeit nicht mehr.
 
Schon mal Danke für eine "verständliche" Antwort von den Schornsteinfegern.
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Manne, heute (19.03.2012), 20:40

Ja, darf er, wenn der entsprechende Lehrgang absolviert und bestanden wurde.
 
gruß manne
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Old Fegerhand, heute (19.03.2012), 20:56

@Manne,
dann darf er sich selbst seine Arbeit abnehmen?

Erst mache ich meine Wartungsarbeit und danach nehme ich sie mir selbst ab?

Quellenangabe:
http://www.schornsteinfegerforum.de/thread.php?threadid=1951&sid=b49af52d795803d1d8048541464d9521

Gerd aus Strausberg

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Re: Was wird nach 2012 aus den Schornsteinfegern?
« Antwort #17 am: 19.03.12, 22:10 »
Mal sehen, wie lange das so im Schornsteinfegerforum ungelöscht erhalten wird!
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Old Fegerhand, heute (19.03.2012), 20:56

@Manne,
dann darf er sich selbst seine Arbeit abnehmen?

Erst mache ich meine Wartungsarbeit und danach nehme ich sie mir selbst ab?

Quellenangabe:
http://www.schornsteinfegerforum.de/thread.php?threadid=1951&sid=b49af52d795803d1d8048541464d9521
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Hausbesitzer2, Heute, (19.03.2012), 21:58

@Manne,
dann darf er sich selbst seine Arbeit abnehmen?
Erst mache ich meine Wartungsarbeit und danach nehme ich sie mir selbst ab?

Muss denn Wartungsarbeit überhaupt abgenommen werden? Warum fragt denn niemand, ob seine Arbeit an der Heizungsanlage überhaupt abgenommen werden muss? Wenn ich mein Auto in die Werkstatt bringe zur Reparatur, dann erfolgt minimal ein TÜV nach zwei Jahren, wer nimmt da die Arbeit der KFZ Werkstatt ab, niemand. Wenn der Elektriker in´s Haus kommt und umfangreiche Arbeiten durchführt, wenn er gar das gesamte Haus neu verkabelt, wer nimmt da die Arbeit ab, niemand. Wenn der Maurer in´s Haus kommt und zieht mir komplett neue Decken ein, verändert die Wände, wer nimmt da die Arbeit ab, niemand. Wenn die Zimmerleute und die Dachdecker mein Haus komplett mit neuem Dachstuhl und Beziegelung versehen, wer nimmt da die Arbeit ab, niemand. Nur bei den Heizungsbauern muss jemand, wer das auch immer sein mag, deren Arbeit abnehmen. Warum? Weil sie inkompetent arbeiten, weil sie keine Ahnung von ihren Tätigkeiten haben? Ich glaube, die Schornsteinfeger haben es durch jahrelange Lobbytätigkeiten geschafft, den Eindruck zu erwecken, dass nur Arbeiten rund um die Heizung „kontrolliert“ werden müssen und das natürlich nur durch sie.

Quelle:
http://www.schornsteinfegerforum.de/thread.php?threadid=1951
« Letzte Änderung: 19.03.12, 22:52 von Gerd aus Strausberg »

GR

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Re: Was wird nach 2012 aus den Schornsteinfegern?
« Antwort #18 am: 20.03.12, 17:39 »
Offenbar ist das Ganze doch kein Aprilscherz, wie ich zuerst vermutet hatte  ;)

Ich begrüße es, wenn da einiges in Bewegung geraten sollte und man wenigstens die Doppelmessungen (Kaminkehrer/Heizungsfirma) in Zukunft vermeiden kann. Allerdings werden Heizungsbetriebe die Schornsteinfegerarbeiten einschl. der Meldungen an den Bezirksfeger wohl nur machen, wenn sich das unter'm Strich finanziell für sie lohnt.

Festhalten möchte ich, daß das Bezirksmonopol für "beauftragte" Feger hinsichtlich regelmäßiger "Feuerstättenschau" (durchschnittlich alle 3 1/2 Jahre) und einige weitere Tätigkeiten bleibt. Und der evtl. Ärger mit diesen und den Behörden wohl ebenfalls. Ebenso hat die m.E. groteske Grundrechtsverletzung hinsichtlich der Unverletzlichkeit der Wohnung weiterhin Bestand. Ob die oben diskutierten Änderungen ein weiterer Sargnagel dafür sein werden?

Ich frage mich, was denn in 2009 wirklich die Motive der beiden Verbände (Heizung, Schornsteinfeger) für diese "Verbändevereinbarung" waren. Und das, ohne diese Vereinbarung groß bekannt zu machen. Es kommt mir nicht ganz geheuer vor, daß die Schornsteinfeger-Lobby freiwillig den Anbietermarkt weiter öffnet. Das ist doch gar nicht deren Art. Oder geschah das letztlich doch aufgrund der EU-Regelungen? Und hat man das deshalb kaum bekannt gemacht, eben weil die Durchführung dieser Arbeiten durch den Heizungswartungsbetrieb das Naheliegendste ist (und die Leute besser bei den Fegern bleiben sollten)?
Ob jetzt bereits wirklich die ganze Wahrheit offenbart wurde? Oder ob da noch was nachfolgt, das wir bisher nicht erkennen konnten ? (Z.B. wie werden die staatlich diktierten Lobby-Preise für Feuerstätten-"Schau" und "Bescheid" ab 2013 oder später aussehen?)
Die Feger-Watcher werden also weiterhin die Augen offen halten  ::)
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ragniter

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Re: Was wird nach 2012 aus den Schornsteinfegern?
« Antwort #19 am: 20.03.12, 19:04 »
Irgendwie habe ich ein ungutes Gefühl, wenn der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks – Zentralinnungsverband (ZIV) – und der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) ein "Abkommen" beschließen...warum nur dieses komische Gefühl...warum nur...

Gerd aus Strausberg

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Re: Was wird nach 2012 aus den Schornsteinfegern?
« Antwort #20 am: 20.03.12, 19:44 »
Offenbar ist das Ganze doch kein Aprilscherz, wie ich zuerst vermutet hatte  ;)

Ich begrüße es, wenn da einiges in Bewegung geraten sollte und man wenigstens die Doppelmessungen (Kaminkehrer/Heizungsfirma) in Zukunft vermeiden kann. Allerdings werden Heizungsbetriebe die Schornsteinfegerarbeiten einschl. der Meldungen an den Bezirksfeger wohl nur machen, wenn sich das unter'm Strich finanziell für sie lohnt...

Für den Normalbürger kommt der Bezirksinhaber nur noch alle dreieinhalb Jahre zur Feuerstättenschau. Alle anderen Tätigkeiten kann der Heizungsbauer im Rahmen seiner gewünschten Dienstleistung – Instandsetzung/Reinigung – ausführen.

Ich bin mir relativ sicher, dass nacheinander alle Heizungsbauer sämtliche Schornsteinfegertätigkeiten anbieten werden, ob sich das rechnet oder nicht. Entscheidend ist der Gesamtauftrag. Bieten sie nicht alles an, also auch keine Kehrungen, wird sich der Kunde über kurz oder lang einen anderen Heizungsmonteur suchen, um den lästigen Schornsteinfeger und somit die Doppelkosten zu vermeiden.  ;)

Für alle neuen Tätigkeiten, die den Bezirksinhabern durch die Politiker zugeschustert werden sollen (und da werden wir uns noch wundern), kann man versuchen, denen durch Ungehorsam in die Suppe zu spucken. Dann ist eben kein messbares Holz vorhanden, da kann der eben nicht wie bisher ganze Straßenzüge zur Feuerstättenschau nacheinander abgrasen, dann muss er eben zu jedem Haus einzeln und zu einer anderen Zeit kommen, er will sich ja auch jede Anfahrt einzeln bezahlen lassen. Steter Tropfen höhlt den Stein.  ;D

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Re: Was wird nach 2012 aus den Schornsteinfegern?
« Antwort #21 am: 20.03.12, 20:05 »
Ebenso hat die m.E. groteske Grundrechtsverletzung hinsichtlich der Unverletzlichkeit der Wohnung weiterhin Bestand.

Also, RECHTLICH ist das mit dem "Betretensrecht der Schornsteinfeger" eine schlichte Fehlinformation. Zwar steht tatsächlich in § 1 (3) SchfHwG: "Das Grundrecht der Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 13 des Grundgesetzes) wird insoweit eingeschränkt."

Diese Ausführung gibt jedoch NIEMANDEN ein Betretensrecht. Es handelt sich vielmehr um das in Artikel 19 (1) GG geforderte ZITAT.

In der Praxis darf eine Wohnung nur auf Grund eines VOLLSTRECKBAREN VERWALTUNGSAKTS betreten werden. Die Rechte der Verwaltungs-VOLLSTRECKUNG werden jedoch in den entsprechenden Landesgesetzen geregelt. Deswegen gab es bislang ja auch immer zunächst ein Verwaltungsverfahren der Aufsichtsbehörde.

Da der (beauftragte) Bezirksschornsteinfeger jedoch nach SchfHwG nunmehr unstrittig für HOHEITLICHE Aufgaben selbst BEHÖRDE ist, wäre zukünftig das Vollstreckungsverfahren z.B. bei einer Zugangsverweigerung zur Feuerstättenschau nach Landes-Verwaltungs-Vollstreckungsrecht von der Bezirks-Schornsteinfeger-Behörde selbst zu betreiben. Ohne Verwaltungsausbildung dürften die BSF da ziemlich überfordert sein.

ABer so richtig zum Tragen kommen die Neuregelungen ja erst 2013, da bis Ende dieses Jahres noch einige Altbestimmungen des SchFG fortgelten sollen.

Zusammengefaßt: Der Schornsteinfeger darf von sich aus nicht mehr, als dies jeder Ordnungsamtsmitarbeiter auch dürfte.

Aus der Verpflichtung des Eigentümers oder Besitzers, den Feger einzulassen ergibt sich nicht automatisch im Umkehrschluss ein Betretensrecht.
Wenn jemand verpflichtet ist, einen Betrag zu zahlen, hat der Gläubiger ja auch nicht von sich aus das Recht, sich das Geld zu holen!
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Re: Was wird nach 2012 aus den Schornsteinfegern?
« Antwort #22 am: 21.03.12, 15:07 »
Siehe auch die oben in der Headline des öfteren eingeblendeten Sätze:

" ... Er darf, wenn er möchte, laut Schornsteinfegergesetz (SchfG) JEDEN Raum ohne richterliche Durchsuchungsanordnung unter dem Vorwand der Überprüfung der Feuersicherheit betreten. ...
.... Wenn sich ein Bürger gegen das Betreten von Räumen sträubt, darf sich die Nicht-Amtsperson Schornsteinfeger zu den Räumen mit Hilfe der Behörden (Polizei) unter Gewaltanwendung Zutritt verschaffen."
http://steffen-schaaf.de/ueberwachung.htm
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Re: Was wird nach 2012 aus den Schornsteinfegern?
« Antwort #23 am: 21.03.12, 20:39 »
Halbwahrheiten werden auch nicht richtiger, wen sie öfter wiederholt werden.

Die Ausführungen bei o.a. Link zum "Überwachungstaat" beruhen zudem noch auf dem ALTEN Recht (SchFG) VOR 2008. Durch das SchfHwG wird die Funktionstrennung in HANDWERKER und BEHÖRDE für die BSF klar vorgegeben. Als HANDWERKER darf der Feger GAR NICHTS! Als BEHÖRDE gilt das VERWALTUNGSRECHT.

Aber selbst damals (die verfassungsrechtliche Gültigkeit der Bestimmungen des SchfG vorausgesetzt) durfe der BEZIRSKS-SCHORNSTEINFEGER von sich aus GAR NICHTS. Es bedurfte bereits seinerzeit immer eines VOLLSTRECKBAREN VERWALTUNGSAKTS (oder eines Urteils), um gegen den Willen des Bewohners in eine WOHNUNG eindringen zu dürfen. Ohne Aufsichtsbehörde war und ist für jeden Feger an der Haustür SCHLUSS.

Einzige Ausnahme ist GEFAHR IM VERZUG. Wenn also aus dem Schornstein die Funken derart sprühen, dass die Nachbarschaft gefährdet wird oder die Rauchschwaden aus den Fenstern dringen, darf in die Wohnung zwecks Abwehr einer GEGENWÄRTIGEN GEFAHR eingedrungen werden. Aber das darf JEDER. Die Feuerwehr wartet ja auch nicht auf einen vollstreckbaren Verwaltungsakt wenn es brennt.
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Re: Was wird nach 2012 aus den Schornsteinfegern?
« Antwort #24 am: 22.03.12, 13:37 »
Wenn er auch eine Behörde dazu braucht, Ausgangspunkt ist letztlich die Entscheidung des Fegers, daß es soweit kommt. Und genau diese Möglichkeit gehört meiner Meinung nach in die Mottenkiste eingepackt.
« Letzte Änderung: 22.03.12, 17:33 von GR »
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Re: Was wird nach 2012 aus den Schornsteinfegern?
« Antwort #25 am: 22.03.12, 20:00 »
Völlige Einigkeit: Das Schornsteinfeger-SONDER-Gesetz gehört umgehend in die Tonne. Komplett und ersatzlos.

Meine zuvor gemachten Ausführungen sollten lediglich dazu dienen, manchem Bürger etwas die Angst vor der Allmacht der schwarzen Bezirks-Fürsten zu nehmen.

Nach Inkrafttreten des SchfHwG ist es ja eigentlich vorbei mit den "Terminzettelchen" der Kamin-Aufseher. Der Eigentümer hat zu BEAUFTRAGEN, kein Feger dürfte somit (ohne Auftrag) von sich aus Einlass verlangen (außer bei der Feuerstättenschau). Wenn also der Bezirks-Schornsteinfeger mal wieder selbstherrlich auftritt und das neue Gesetz scheinbar noch nicht gelesen hat, nicht kirre machen lassen. Auch wenn es so mancher Ex-Monopolist noch nicht mitbekommen hat, das System bröckelt. Und es wird auch mit seinen letzten Protektionsstrukturen nicht mehr lange halten können. Dafür sind die Rechtswidrigkeiten einfach zu offensichtlich.
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Gerd aus Strausberg

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Re: Was wird nach 2012 aus den Schornsteinfegern?
« Antwort #26 am: 10.11.12, 16:55 »
Was für so manch einen Bezirksschornsteinfeger zur Existenzbedrohung werden könnte, hat für Hausbesitzer erhebliche Vorteile. Die Bundesregierung, hier ist besonders die FDP zu nennen, arbeitet aber dagegen. Man erhöht die Preise für die hoheitlichen Scheintätigkeiten, auf das auch kein Bezirksinhaber auf der Strecke bleibt.

Weil Konkurrenz bekanntlich das Geschäft belebt, ist eigentlich damit zu rechnen, dass die Preise für´s Kaminkehren sinken. Die Schornsteinfeger jubeln lautstark: „die Preise werden steigen!“ Klar, sie wissen auch wovon sie sprechen, denn die Politik wird´s schon richten. Wenn die hoheitlichen Tätigkeiten für die Inhaber der Bezirke um 30% steigen, dann gleichen sich die gewonnenen 10 bis 30% Einsparungen durch wirkliche Arbeit der Heizungsbauer oder freien Schornsteinfeger wieder aus. Gelackmeiert ist der Heizungsbetreiber und die Bezirksinhaber lachen sich in´s Fäustchen.

Zwar gibt es jetzt mehr Leistungen aus einer Hand: Bisher kam der Schornsteinfeger zum Kehren des  Kamins und die Brennwerte messen, dann kam zusätzlich der Heizungsbauer, wenn man das so wünschte, um die Heizungsanlage zu warten. Diese Leistungen können Hausbesitzer ab 2013 aus einer Hand beziehen. Die dabei erzielten Einsparungen kassieren aber die Bezirksinhaber, dank ihrer übermächtigen Lobby und durch Hilfe der Politiker, wieder ab, ohne dafür eine Leistung zu erbringen (Feuerstättenschau, Feuerstättenbescheid …).

Allerdings ist in Zukunft auch mit mehr Flexibilität bei den Terminvergaben zu rechnen. Kam der Feger bisher, wann es ihm in den Kram passte und der Bürger musste gehorchen, ist das ab 2013 anders. Hausbesitzer können die Termine frei absprechen und das kann dann sicherlich auch am Abend oder am Samstag sein.

Insider gehen davon aus, dass es noch mehrere Jahre dauern wird, bis der Wettbewerb unter den Schornsteinfegern merklich einsetzt. Zu fest verwurzelt sind die alten Strukturen. Zu sehr „gewöhnt“ ist der Bürger an die bisherige Machtfülle der Bezirksinhaber und zu sehr „verwöhnt“ ist der Bezirksinhaber an seine bisherige Macht.

Zweimal in sieben Jahren ist eine "Feuerstättenschau" vorgeschrieben. Vorher waren es zehn Jahre, die Verkürzung füllt die Kassen und teurer wird dieser Zirkus auch noch und zusätzlich schreibt der Bezirksinhaber Zettel aus, auf denen er festlegt was in jedem Haus gemacht werden soll, wieder für viel Geld und das nennt er dann „Feuerstättenbescheid“. Dabei nimmt dieser den Kamin in „Augenschein“ und entscheidet, wie häufig bis zur nächsten Feuerstättenschau gekehrt werden muss. Abzocke pur. Diese Überprüfung kann nach wie vor nur durch den Bezirksinhaber erfolgen. Auch will er die Holzfeuchte von Brennholz messen und ein „Beratungsgespräch“ führen, damit der dumme und unmündige Bürger erfährt, wie man Brennholz anzündet, ebenfalls wieder durch den Kehrbezirksinhaber. Es werden noch weitere Unnütztätigkeiten hinzukommen, so dass der Feger trotz weniger Arbeit und leichtem Wettbewerb nicht weniger Geld verdient, als vor 2013.

freieschornsteinfegerwahl

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Re: Was wird nach 2012 aus den Schornsteinfegern?
« Antwort #27 am: 10.11.12, 22:48 »
Kommen Sie zu uns und erleben die das unflexible Schornsteinfegerhandwerk Neu!

Wir sind nicht nur flexibler und kundenfreundlicher als viele unserer Mitbewerber sondern auch 30 % günstiger!

Weitere Infos unter:

http://www.freieschornsteinfegerwahl.de/

Herzlichst Ihr Roman Heit

Freier Schornsteinfeger aus Überzeugung!

Gerd aus Strausberg

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Re: Was wird nach 2012 aus den Schornsteinfegern?
« Antwort #28 am: 10.01.13, 23:10 »
Interessanter Beitrag eines Schornsteinfegers, allerdings aus der Urzeit, anno 2005, als es noch keine Klarheit über den zukünftigen Fegerwahn gegeben hat:

Hoyke
Wer würde seinen Sohn/Tochter in die Schornsteinfegerlehre geben
Mir sagte der BZSM meines Bereichs, er würde seinem Sohn den Beruf nicht mehr empfehlen  :o.
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„mörchen“ Dabei seit: 19.08.2005, Beiträge: 14, Herkunft (Bundesland): Hessen

„Hallo, auch ich stehe in kürze vor dem Problem, meine Kinder beruflich unter zu bringen. Eins steht für mich auf jeden Fall fest: Niemals Schornsteinfeger  :o!
 1. ist der Schornsteinfeger in der Bevölkerung sehr schlecht angesehen  >:(.
 2. erfordert der Beruf des Schornsteinfegers keine großartige Schulbildung, ist also nicht grade hochwertig  :-[.
 3. sind sämtliche den Schornsteinfeger in Deutschland betreffenden Gesetze hoffnungslos überaltert und  ???
 4. möchte ich nicht, dass meine Kinder diese staatlich verordnete Abzocke, die es in Kürze eh nicht mehr geben wird, noch unterstützen  8).“

An neunter Stelle  http://www.schornsteinfegerforum.de/thread.php?threadid=274

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Re: Was wird nach 2012 aus den Schornsteinfegern?
« Antwort #29 am: 03.03.13, 16:08 »
XXXX    XXXX    XXXX    XXXX    XXXX    XXXX    XXXX    XXXX    XXXX    :o    :'(


Siehe nächster Beitrag!

« Letzte Änderung: 03.03.13, 22:45 von Gerd aus Strausberg »