Autor Thema: Erfahrungsaustausch: Leid geprüfte Sachbearbeiter von Hausverwaltungen  (Gelesen 2941 mal)

Alekto

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Als Sachbearbeiterin in einer Hausverwaltung mit eigenen Objekten habe ich mit einigen Vertretern der Zunft zu tun und es gibt kaum etwas, was meinen Blutdruck mehr steigen lässt, als eine zu prüfende Kaminkehrerrechnung, da diese in der Regel gar nicht prüfbar ist. So frage ich mich, wozu es eigentlich Gebührenziffern und Arbeitswerte gibt, die dann aber so in der Rechnung überhaupt nicht auftauchen? Man hat mich unter Kollegen vorgewarnt: leg' dich lieber nicht mit dem Kaminkehrer an, der kann dir das Leben ganz schön schwer machen. So what? Als Kind habe ich schon gerne 'wer hat Angst vor dem schwarzen Mann' gespielt.  ;) . Außerdem finde ich, dass euer Forum weibliche Verstärkung gebrauchen kann. :-*  Ich freue mich, dass ich auf euer Forum gestoßen bin und hoffe auf gute Anregungen, den Titel 'Kontra-Schornsteinfeger' finde ich allerdings etwas unglücklich. Ich bin nicht generell dagegen eingestellt aber es wäre doch schön, wenn man diejenigen findet, die ihren Job fair und transparent erledigen und sich nicht als Gesetzeshüter aufspielen, die über allen Dingen stehen. Als Glücksbringer haben sie jedenfalls längst ausgedient!
Jetzt wollte ich eigentlich nur wissen, ob es hier im Forum vielleicht Pendants gibt, die in einer ähnlichen Position sind, um mich auszutauschen. Wir haben derzeit noch keine Verträge hinsichtlich der neuen Kehrordnung gemacht und der Wildwuchs blüht bereits mit allen hässlichen Folgen. Deshalb ist es mein Ziel eine gute Lösung zu finden, wie ich die Feuerstättenbescheide künftig umsetzen kann, ohne weiterhin der Willkür der Alteingesessenen ausgesetzt zu sein. Meine Idee wäre, die Leistung als Jahresvertrag einfach auszuschreiben. Hat jemand schon mal so was gemacht?

Datko

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Ich freue mich, dass ich auf euer Forum gestoßen bin und hoffe auf gute Anregungen, den Titel 'Kontra-Schornsteinfeger' finde ich allerdings etwas unglücklich. Ich bin nicht generell dagegen eingestellt aber es wäre doch schön, wenn man diejenigen findet, die ihren Job fair und transparent erledigen und sich nicht als Gesetzeshüter aufspielen, die über allen Dingen stehen. Als Glücksbringer haben sie jedenfalls längst ausgedient!
Jetzt wollte ich eigentlich nur wissen, ob es hier im Forum vielleicht Pendants gibt, die in einer ähnlichen Position sind, um mich auszutauschen. Wir haben derzeit noch keine Verträge hinsichtlich der neuen Kehrordnung gemacht und der Wildwuchs blüht bereits mit allen hässlichen Folgen. Deshalb ist es mein Ziel eine gute Lösung zu finden, wie ich die Feuerstättenbescheide künftig umsetzen kann, ohne weiterhin der Willkür der Alteingesessenen ausgesetzt zu sein. Meine Idee wäre, die Leistung als Jahresvertrag einfach auszuschreiben. Hat jemand schon mal so was gemacht?

In unserem Spezialforum
www.freie-schornsteinfeger-wahl.de
kann man im Teil: Angebote von freien Schornsteinfegern nach Bundesland und PLZ
freie Schornsteinfeger suchen

und auch selbst Suchanfrage starten.
« Letzte Änderung: 27.08.13, 11:45 von Datko »
Joachim Datko - Ingenieur, Physiker
Interessengemeinschaft gegen das Schornsteinfeger-Monopol Sektion Bayern
Forum : www.kontra-schornsteinfeger.de

TWMueller

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... den Titel 'Kontra-Schornsteinfeger' finde ich allerdings etwas unglücklich. Ich bin nicht generell dagegen eingestellt aber es wäre doch schön, wenn man diejenigen findet, die ihren Job fair und transparent erledigen und sich nicht als Gesetzeshüter aufspielen, die über allen Dingen stehen. Als Glücksbringer haben sie jedenfalls längst ausgedient!.

Ich persönlich sehe mich als entschiedener Gegener einer SONDER-Gesetzgebung. Ich kämpfe somit gegen ein SYSTEM und nicht gegen Menschen.

Aus vielen Mails und Telefonaten ist mir jedoch bekannt, wie sich manche Bezirks-Fürsten in der Praxis aufspielen und wie die Schornsteinfeger (als Gruppe) versuchen, ihre PRIVILEGIEN mit allen Mitteln zu verteidigen und möglichst sogar auszubauen (neue Zuständigkeiten). Auch wenn man somit einzelnen ECHTEN HANDWERKERN im Schornsteinfeger-Gewerbe vielleicht Unrecht tut, es sind die INNUNGEN und BERUFSVERBÄNDE, die Schuld am schlechen Image dieses einmaligen Handwerksberufs mit Behördenrechten sind.

Man kann zudem sicher auch darüber streiten, ob "kontra-schornsteinfeger" eine gelungene Bezeichnung eines Spezial-Forums ist. Aber im Internet gilt halt auch, was im Rest des Lebens gilt: Man muss KURZE und PRÄGNANTE Formulierungen finden. In gerade im Internet müssen INERESSIERTE natürlich auch über die Suchmaschinen die Seiten finden können. Also verwendet ein kluger Webmaster halt die Begriffe, nach denen gesucht wird. So sind die Regeln des Internet.

Wer dann jedoch dieses Forum erst mal gefunden hat, wird hoffentlich bestätigen, dass sehr auf SACHLICHE und FAIRE Beiträge geachtet wird. Von der Formulierung hätte man auch "kontra-bezirksschornsteinfeger" sagen können, denn zentral geht es ja um SONDER-Regeln mit KEHRBEZIRKEN, BEZIRKS-HANDWERKERN, FEUERSTÄTTENBESCHEIDEN als Verwaltungsakt und PFLICHTARBEITEN, die weniger der Sicherheit, denn dem EINKOMMEN einer bevorzugten (eigendlich aussterbenden) Berufsgruppe dienen sollen.

Gegen Schornsteinfeger, die vom KUNDEN FREIWILLIG als HANDWERKER beauftragt werden, hat wohl niemand etwas. Nur gegen PFLICHT-BEHÖRDEN-HANDWERKER.

Und spätestens seit dem 01.01.2013 hätte bei allen HANDWERKLICHEN Rechnungen der Schornsteinfeger eigentlich SCHLUSS sein müssen mit "AW" (ArbeitsWerten). Gerade HAUSVERWALTUNGEN können hier aber einen sehr hilfreichen ANSTOSS geben, damit die NORMALEN Marktregeln auch bei den Schornsteinfegern ankommen. Die GESETZLICHE ÜBERGANGSZEIT von 2008 bis Ende 2012 hat wohl nicht gereicht, um zu lernen, wie ein HANDWERKER kalkuliert und abrechnet. Wer daher ein Auftragsvolumen zu vergeben hat, dass nennenswert ist, sollte auf KLARE STUNDENSÄTZE oder PAUSCHAL-PREISE Wert legen. Natürlich kann man anstehende Arbeiten auch AUSSCHREIBEN. Also ein feststehendes Auftragsvolumen zum GÜNSTIGSTEN PREIS vergeben.

Der PREIS sollte jedoch nicht das einige Kriterium bei der Auswahl sein. Gerade der SERVICE des Handwerkers beim Umgang mit Eigentümern oder Mietern und natürlich die QUALITÄT der Arbeit sind ebenfalls zu berücksichtigen.

Für eine HAUSVERWALTUNG sollte eine Ausschreibung bzw. das Einholen MEHRERER ANGEBOTE zudem fast als PFLICHT angesehen werden. Spätestens bei der BETRIEBSKOSTEN-ABRECHNUNG könnte ein Zahlungspflichtiger ja einwenden, die Verwaltung hätte UNWIRTSCHAFTLICH gehandelt.
« Letzte Änderung: 27.08.13, 18:09 von TWMueller »
Thomas W. Müller
Aktion SchornsteinFegerRechts-Reform

Tel.: 0170 5258679
Mail: AKTUELL BITTE  KEINE MAILS
FORUM: http://sfr-reform.carookee.com/
Ich freue mich über jeden persönlichen Kontakt.