Autor Thema: Dorfversammlung organisieren  (Gelesen 2218 mal)

GastAusAachen

  • Gast
Dorfversammlung organisieren
« am: 13.11.13, 10:40 »
Hallo und schöne Grüße aus dem Westen von NRW!

Ich kämpfe zurzeit gerade für meinen Vater mit dem Bezirksmeister und stelle mir seit gestern folgende Frage:

Was passiert eigentlich wenn ihr mir drei Stapel Papier und eine neue Toner Kartusche besorge und Flugblätter / Handzettel im Dorf in die Briefkästen werfe (ich denke mal 6000 Einwohner oder ca. 2500 Haushalte).

Da frage ich mal ganz frech "Wer hat Probleme mit dem Schornsteinfeger? Informationsabend am Mittwoch im Pfarrheim, 20:00".
Ziel soll sein erst mal herauszufinden wieviele andere sich auch betroffen fühlen - ein reiner Überblick über über die Anzahl, und ggf. die Vermittlung des Gefühls "Du bist NICHT alleine mit dem Probem."
Kurzfristig würde ich versuchen die Leute auf die Änderung seit 1.1.2013 aufmerksam zu machen, ihr neues Wahlrecht (und die praktische Nutzlosigkeit dessen, siehe unten) und schauen was passiert, wieviele kommen - einfach mal sehen und Stimmungsbild einfangen. Schauen wo der Abend hingeht.

Was ich mir mittelfristig verspreche wäre folgendes: Bei uns gibt es keinen freien Schornsteinfeger, das sind alles Meister mit anderen Bezirken, die sich natürlich untereinander keinen Ärger machen werden.
Also muss ein externer her - der kommt aber nicht für zwei Geräte bei meinem Vater.
WENN ich aber nur 20 andere Betroffene zusammenbekomme, und für die GEMEINSAM einen freien suche, dann kann die Anfahrt auf einmal viel weiter sein, das lohnt sich dann immer noch für beide Seiten.

Ich denke ein Kernproblem ist dass die Betroffen (Eigentümer) in der Mehrzahl älteren Semesters sind, meistens auch nicht im Internet aktiv und gar nicht an die Informationen kommen welche ihre Möglichkeiten aufzeigen. Da fehlt ein Mittler, welcher der Gruppe hilft sich zusammenzuschliessen.

Mir ist klar das dieser Plan sehr demokratisch, offen und freiheitlich klingt und aus diesen Gründen von vorneherein abzulehnen ist... Ich bin -> <- so kurz davor das trotzdem im Dorf zu probieren. Mehr als das Geld für Eingangs erwähntes Verbrauchsmaterial + einige Euro für den Saal + ein Abend Zeit wird das nicht kosten.

Ideen dazu? Kommentare? Anregungen?
Rechtsberatung in Einzelfällen darf es nicht geben, soviel ist mir schon klar. Andere Dinge die man in diesem Rahmen tunlichst unterlassen sollte?
« Letzte Änderung: 13.11.13, 11:52 von Datko »

Datko

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Re: Dorfversammlung organisieren
« Antwort #1 am: 13.11.13, 12:04 »
Prima!

Nach folgendem Vorschlag:
http://www.freie-schornsteinfeger-wahl.de/erfahrungen-bei-der-schornsteinfegersuche/unterschriftenaktion-gegen-ausbeutung-durch-schornsteinfeger-organisieren/

Wir suchen jemanden, der bereit ist, per Post eingehende Unterschriftslisten gegen das System der Bezirksschornsteinfeger und die vielen unnützen Schornsteinfeger-Tätigkeiten zu sammeln.

Herr Thomas W. Müller
ist bereit eine Liste zu entwerfen.

Mein Vorschlag:
Eine halbe Seite Text
und dann vorbereitet 10 Zeilen für Adressen und Unterschriften

Die Liste könnte man sich aus dem Internet downloaden.
So könnten Einzelpersonen und Unterschriftensammler mit der selben Liste Unterschriften abgeben.


« Letzte Änderung: 13.11.13, 12:56 von Datko »
Joachim Datko - Ingenieur, Physiker
Interessengemeinschaft gegen das Schornsteinfeger-Monopol Sektion Bayern
Forum : www.kontra-schornsteinfeger.de

TWMueller

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Re: Dorfversammlung organisieren
« Antwort #2 am: 13.11.13, 18:15 »
INFO-Veranstaltungen wären sehr sinnvoll, da in der Presse nur sehr zurückhaltend und teilweise auch lückenhaft über die Änderungen im Schornsteinfegerwesen berichtet wurde.

Den Nebenraum im örtlichen Gasthof dürfte es meist kostenfrei geben, da der Wirt ja bereits durch zusätzliche Gäste auch zusätlichen Umsatz erwarten kann (und natürlich auch Werbung bekommt).

Und für einen (ersten) Versuch müssen auch nicht unbedingt Flugblätter erstellt werden. Ein paar A4-"Plakate" mit THEMA, einem INTERESSE-WECKER ("Zahlen auch Sie jährlich zu viel?"), ORT und TERMIN dürften reichen, wenn diese an zentralen Stellen ausgehängt werden (Bushaltestelle, Schaufenster, Theke des Gasthofs, Lebensmittelladen u.ä.). Oft werden entsprechende Hinweise auch KOSTENFREI von Anzeigenblättern veröffentlicht.

Wichtiger ist, sich vorab klar zu machen, welches ZIEL man genau verfolgt.
Soll zunächst nur INFORMIERT werden?
Oder ist geplant, direkt AUFTRAGS-GEMEINSCHAFTEN zu bilden?
Soll eine PETITION / UNTERSCHRIFTENAKTION initiiert werden?
Will man einen WIDERSTAND organisieren?

Ideal wäre es zudem, wenn man noch einen AUFHÄNGER, ein BONBON finden könnte. Warum nicht z.B. eine Dorfmeisterschaft in "Schwarzer Peter" oder "Mensch ärgere Dich nicht" als Rahmenprogramm ins Leben rufen?  Menschen sind auch träge (nicht nur physikalische Massen). Etwas, was SPASS verspricht, hilft eher als reine trockene Information, den Hintern hoch zu bekommen.

Wenn ich irgendwie mit Texten oder Ideen weiterhelfen kann, bitte einfach mailen oder mal anrufen.
« Letzte Änderung: 13.11.13, 18:18 von TWMueller »
Thomas W. Müller
Aktion SchornsteinFegerRechts-Reform

Tel.: 0170 5258679
Mail: AKTUELL BITTE  KEINE MAILS
FORUM: http://sfr-reform.carookee.com/
Ich freue mich über jeden persönlichen Kontakt.