Autor Thema: Schornsteinfeger, Lügen und nichts als Lügen  (Gelesen 47383 mal)

Gerd aus Strausberg

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Re: Schornsteinfeger, Lügen und nichts als Lügen
« Antwort #15 am: 21.12.11, 21:42 »
Bei solcher Lügerei frage ich mich, ob man, nur um ein Beispiel zu nennen, deren (selbst erstellte) "Mängelstatistiken" Glauben schenken kann ......
Auch sind z.B. bei vielen im Artikel (o.g. Link) genannten Zahlen und Behauptungen überhaupt keine Quellenangaben vorhanden .......

Die Akzeptanz der Schornsteinfeger.

Auf ihren Internetseiten propagieren die Feger eine „hohe Akzeptanz“ der Bevölkerung für ihre Tätigkeiten. Sie sprechen allgemein von zwischen 90 bis 98 Prozent. Das klingt schon stark nach „Wahlbetrug“.

„Durch die Umsetzung unseres neuen Berufsleitbildes steht der Kunde immer mehr im Mittelpunkt. Obwohl uns die Studie des FORSA-Instituts von 2001 90% zufriedene Kunden bescheinigt, ergeht der Appell an alle Kollegen Erreichbarkeit und Kundenbetreuung zu verbessern …“, dabei ergab eine Nachfrage bei der FORSA, dass niemals eine solche Umfrage in Auftrag gegeben, oder jemals durchgeführt wurde.

http://www.derschornstein.de/baseportal/derschornstein/Presse2&cmd=all&Id==276

„… stimmte zu, dass das Schornsteinfegerhandwerk hervorragend dafür geeignet sei, den Bürgern die Energiewende durch eine neutrale und kompetente Beratung vor Ort näher zu bringen. Er wies auf die Kundenzufriedenheit im Schornsteinfegerhandwerk von über 92 % hin, die vom FORSA-Institut ermittelt wurde ...“

http://schornsteinfegerzeitung.de/downloads/sf_2011_09.pdf
(Seite 16)

Komisch, alle Leute die ich befragt habe, allerdings alles Hauseigentümer, waren mit dem Feger, den Fegergesetzen, den Tätigkeiten der Feger und den Fegerpreisen absolut unzufrieden. Alle sprachen ausnahmslos von Betrug. Etwa 70 % der Mieter stimmten dem auch zu, 10 % hatten keine eigene Meinung und 20 % waren verwundert, denn sie hatten es noch nicht begriffen, dass sie überhaupt etwas bezahlen mussten, „denn das Haus wird doch ferngeheizt“. Das zumindest hier in Ostdeutschland die Feger die Ablüftungsanlagen der Plattenbauten „kontrollieren“ und dafür sagenhafte Summen abkassieren, ist kaum jemandem von den Betroffenen bewusst. Seit Jahren kämpfen nun die Feger darum, dass sie auch in den alten Bundesländern die Abluftanlagen per Gesetz und nur durch den Bezirksinhaber „überprüfen“ dürfen. Dabei wollen sie auch Schimmelpilze ausfindig machen und diese bekämpfen, denn in den lebensfeindlichen Abluftanlagen der Häuser treiben diese angeblich ihr Unwesen.

Wenn so gelogen wird, wer glaubt den Fegern dann noch die jährlichen Mängelstatistiken, die diese veröffentlichen, um ihre Daseinsberechtigung nicht zu verlieren und immer wieder zu unterstreichen? Wer glaubt den Fegern noch die „Dohlenlüge“, die es ihnen ermöglicht für eine sogenannte „Abgaswegkontrolle“, das ist ein Blick in das Abgasrohr der Heizung von unten, in 20 Sekunden erledigt und für den sie 37,2 Arbeitswerte, das sind 37,2 Minuten berechnen (dabei ist eine Wegepauschale von 8,2 Minuten mit einbezogen). Der Weg beträgt allgemein aber nur von Haus zu Haus 30 Meter oder geht quer über die Straße. Nach fünf Minuten hat der Feger nach dieser Prozedur mein Haus aber wieder verlassen und verlangt dafür 39,68 Euro.


…“so ungewöhnlich dies klingt, aber wir als Schornsteinfeger werden oft zur Hilfe gerufen, wenn Dohlen Schornsteine als Nistplätze gewählt haben ...“

http://www.creischer.de/resources/Dohlennestkc.pdf

Frage ich „meinen“ Feger: „Wenn ich ein Dohlengitter“ über dem Abgasrohr meiner Gasheizung anbringen lasse und somit keine Dohlen mehr ein Nest in ihm bauen oder Blätter oder andere Teile hineinfallen können, dann könnte doch diese lästige Kontrolle wegfallen?“ „Nein“, sagt er, „dann muss ich auch kommen.“ „Aber warum?“. „Weil es so im Gesetz steht“, antwortet er.
« Letzte Änderung: 22.12.11, 17:08 von Gerd aus Strausberg »

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Re: Schornsteinfeger, Lügen und nichts als Lügen
« Antwort #16 am: 22.12.11, 18:49 »
Leider ist jeder Versuch, sich dem Schornsteinfeger(Un)wesen mit LOGIK zu nähern, bereits im Ansatz zum Scheitern verurteilt.

Es wäre vielleicht hilfreich, wenn bei der Veröffentlichung von angeblichen "Umfragen" oder "Statistiken" genauer hin geschaut würde. Warum mahnen die Rechteinhaber einer MARKE eigentlich nicht ab, wenn unter ihrem Namen etwas veröffentlicht wird, das nicht nachvollziehbar auch vom MARKEN-Inhaber herausgegeben wurde? Wo sind die Verbraucherzentralen, wenn mit nicht nachvollziehbaren Daten "geworben" wird?

Aber diese Fragen sind schon wieder VIEL ZU LOGISCH.

Deutschland, schalte das Denken aus, dulde und zahle.

Ohne (kleine) Revolution sind die Bürger dem politischen Mächtespiel doch hilflos ausgesetzt.
Thomas W. Müller
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Gerd aus Strausberg

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Re: Schornsteinfeger, Lügen und nichts als Lügen
« Antwort #17 am: 24.12.11, 17:30 »
Der vom Schornsteinfeger hinter dem Heizkessel gemessene Abgasverlust, auch als sogenannter „Bruttoabgasverlust“ bezeichnet, ist  nicht der in Wirklichkeit durch den Schornstein oder das Abgasrohr ungenutzt in die Atmosphäre abgegebene Verlust der Feuerungsanlage.  :o

Dieser Nettoabgasverlust müsste nämlich auch die Kaminwärme, die ja meist als Nutzwärme an das Haus übertragen wird, mit berücksichtigen. In meinem Hauswirtschaftsraum ist eine Gasheizung angebracht. Dieser Raum ist warm, obwohl er keine Heizkörper enthält und die an- und abgehenden Rohre isoliert sind. Lässt man die Tür zum Flur offen, wird auch noch der Flur mitgeheizt. Das Abgasrohr, das hier Wärme abstrahlt, wird bei der Messung überhaupt nicht mit berücksichtigt.  ::)

Die nach gängiger Praxis genannten Energieeinsparungen sind nichts anderes als Phantasiewerte. Die durch den Schornsteinfeger durchgeführten Abgasmessungen sind aus physikalischer Sicht absolut unsinnig. Hier wird dem Heizungsbetreiber Sand in die Augen gestreut und nur um den Schornsteinfegern ein „Betätigungsfeld“ zuzuschustern, das deren Überleben absichern soll, findet diese Fehlmessung statt.  :o

Seit Anfang 2010 sind auch kleinere Heizungsanlagen messpflichtig. Der Schornsteinfeger prüft alle Gas- und Öl-Heizungsanlagen mit einer Leistung über vier Kilowatt, was bisher nicht der Fall war. Nach der davor geltenden Verordnung wurden nur Heizkessel mit einer Leistung über elf Kilowatt gemessen. Heizkessel mit einer Leistung zwischen vier und elf Kilowatt nur einmalig nach ihrer Errichtung. Diese Neuregelung soll die Verdienstmöglichkeiten der Schornsteinfeger weiter verbessern.
  ;)
« Letzte Änderung: 30.12.11, 23:59 von Gerd aus Strausberg »

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Re: Schornsteinfeger, Lügen und nichts als Lügen
« Antwort #18 am: 24.12.11, 21:01 »
Jede Messung macht nur so viel Sinn, wie das Ergebnis zu einer Änderung / Verbesserung genutzt wird. Insofern sind die ganzen Schornsteinfeger-Messungen reine Beschäftigungspolitik. Allein durch die Fahrtstrecken der Feger dürfte mehr Umweltbelastung entstehen, als durch korrigierte Einstellungen nach Schornsteinfeger-Messungen gutgemacht werden kann.

Wenn überhaupt macht nur eine WARTUNG der Anlage Sinn. Für die Anlage / Feuerstätte selbst ist der Schornsteinfeger aber gar NICHT ZUSTÄNDIG. Sein Betätigungsfeld ist ausschließlich die ZU- und ABLUFT.

Als Gebäudereiniger sollte sich der Schornsteinfeger zudem auf das Entfernen von Russ und Verschmutzungen beschränken. Ein Strassenkehrer wird ja auch nicht beauftragt, die Temperatur des Pflasters ein Mal im Jahr zu messen, um der Erderwärmung vorzubeugen.
« Letzte Änderung: 24.12.11, 21:03 von TWMueller »
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Re: Schornsteinfeger, Lügen und nichts als Lügen
« Antwort #19 am: 04.01.12, 20:51 »
Wussten Sie schon, dass nur das Schornsteinfegerhandwerk in der Lage ist, bundesweit kompetente Energieberatung anzubieten? Heizungsbauer und Ingenieure, die das jahrelang gelernt/studiert haben, können das nicht, aber Feger nach nur zwei Tagen (!) Schornsteinfegerschule können das. Sie glauben das nicht, na dann lesen Sie mal weiter:

Wortwörtliche Wiedergabe:
„Der ZIV-Präsident zum Heizungs-Check:  Zugute kommt uns das hohe Ausbildungsniveau unserer Kollegen, die sich zu einem großen Teil zu Energieberatern im Handwerk weitergebildet haben. Als wohl einzige Branche ist somit das Schornsteinfegerhandwerk in der Lage, bundesweit kompetente und unabhängige Energieberatung anzubieten."

Quelle:
http://www.hillebrandt-schornsteinfeger.de/?nav=nrw_du&nav2=bsmsite&bereich=348

Die Heizungsbauer, die eigentlichen Fachleute, können das nicht. Die Feger wollen es können, als wohl einzige Branche, wie der „Präsident“ der Feger das verbreitet! Was sagt der „Präsident“ der Heizungsbauer dazu, oder haben die keinen?

Was verstehen die Feger von modernen Heizungsanlagen? Ich sehe das alle zwei Jahre, wenn der bei mir zur Scheindienstleistung oder sagen wir besser zum Betrug vorbeischaut und mir „Glück bringen will“. Keine fünf Minuten sind vergangen und er hat die gesamte Gasbrennwertheizung überprüft, wozu der Heizungsfachmann weit mehr als zwei Stunden benötigt und er, der Feger, bescheinigt mir:
„alles in Ordnung“. Wie er das wohl in der Kürze der Zeit gemacht hat? Wie wird das dann wohl mit der Energieberatung aussehen? Aber nicht vergessen, „als wohl einzige Branche ist somit das Schornsteinfegerhandwerk in der Lage, bundesweit kompetente und unabhängige Energieberatung anzubieten", sagt der Präsident der Nichtsnutze.

Da hat der Feger Volker Wendelstein an der Fegerschule in Duelmen einen Lehrgang vom 2. zum 3. Februar 2010 mitgemacht und brüstet sich jetzt damit, er sei ausgebildeter Energieberater „LGA geprüfte Qualifikation als Gebäudeenergieberater“, so seine Urkunde. Eine tolle Ausbildung. Als wohl einzige Branche ist somit das Schornsteinfegerhandwerk in der Lage, bundesweit kompetente und unabhängige Energieberatung anzubieten!


Quelle:
http://www.energieberatung-bsm-wendelstein.de/fileadmin/downloads/2010-02-07_Duelmen.pdf
« Letzte Änderung: 04.01.12, 21:00 von Gerd aus Strausberg »

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Re: Schornsteinfeger, Lügen und nichts als Lügen
« Antwort #20 am: 04.01.12, 21:37 »
Allein durch die Fahrtstrecken der Feger dürfte mehr Umweltbelastung entstehen, als durch korrigierte Einstellungen nach Schornsteinfeger-Messungen gutgemacht werden kann.

Die Möglichkeitsform (dürfte) ist hier nicht angebracht.
Hier ist der Beweis.
http://www.schofeg.de/unglaubliches.htm

Freundliche Grüße

Gerd aus Strausberg

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Re: Schornsteinfeger, Lügen und nichts als Lügen
« Antwort #21 am: 12.02.12, 14:58 »
Die Zeiten, als Schornsteinfeger noch als Glücksbringer galten und nicht müde wurden, das den Leuten immer wieder einzureden, sind lange vorbei. Heute sind Schornsteinfeger eher gut organisierter Betrüger, die Bürgern das Geld aus der Tasche ziehen wollen, ohne eine nennenswerte Gegenleistung erbringen zu wollen oder zu können.  „Durch Schornsteinfeger abgezockt“, „Schornsteinfeger erbringen keine Leistungen mehr, sie wollen nur noch abkassieren“, „Schornsteinfeger als Trickbetrüger“, solche und ähnliche Meldungen gehen seit Jahren durch die Presse.

Beispiel „die Gashausschau“


Mit der Änderung der "Technischen Regeln für Gasinstallationen" (TRGI 2008) wurde die Überprüfung für den Hausbesitzer zur jährlichen Verpflichtung erhoben…

…Wohneigentümern mit Gasanschluss ist es sicherlich bekannt, dass eine jährliche Prüfung der Gasleitungen stattzufinden hat. Dies war lange Zeit auf freiwilliger Basis. Nun ist dies verpflichtend! Einmal jährlich muss der Wohneigentümer die Gashausschau durchführen…

…Bei Abschluss eines Gasliefervertrages und ebenso im Rahmen der allgemeinen Verkehrssicherungspflicht sind Sie zur jährlichen, sachkundigen Prüfung Ihrer Gasleitungen verpflichtet…

…Spätestens im Schadensfall muss vor Gericht dokumentiert werden, dass sachgerechte und regelmäßige Überprüfungen der Hausgasleitungen stattgefunden haben…

…Nur so können sich Hauseigentümer gegenüber Schadensersatzansprüchen Dritter entlasten…

…Im Zuge der jährlich sowieso durchzuführenden Abgaswegekontrolle und der BImSchV Messung an ihrer Gasheizung kann diese Überprüfungstätigkeit kostengünstig angeboten werden…

So werden durch Briefe die Bürger in den Kehrbezirken von deren Inhabern angeschrieben und aufgefordert durch sie eine „Gashausschau“ durchführen zu lassen. Die Formulierung wird geschickt so gestaltet, das der Bürger es als Pflicht annehmen soll und durch den Bezirksinhaber diesen Unfug, der keineswegs eine Pflicht ist, durchführen zu lassen. Der Feger kommt nicht etwa extra in´s Haus, sondern bei einem seiner Zwangsbesuche schaut er auf die Anschlüsse und Leitungen hinter dem Gaszähler, das dauert weniger als eine Minute. Danach will er dafür 14 bis 20 Euro von dem so überrumpelten Heizungsbetreiber haben. Hier ist die Grenze zum Betrug lange überschritten.

http://www.youtube.com/watch?v=0K4Cj4s75I4

http://www.schornsteinfegermeister.de/schornsteinfeger-gashausschau/

http://www.energieberatung-voelkl.de/index.php?id=51

http://www.norbert-winter.de/dienstleistungsangebot/gashausschau/index.html

http://www.kaminkehrer-energieberater-englhard.de/04993c99d306f491e/042b829c28094c701/index.html

Wie wird der Schornsteinfeger zum Experten, um eine „Gashausschau“ durchführen zu können?

Sachkundelehrgang Gas-Haus-Schau nach TRGI 2008
Zielgruppe: BSM ´s, Schornsteinfegermeister / Innen und Schornsteinfeger / Innen
ermäß. Preis: 125 € (zzgl. MwSt.), Preis: 165 € (zzgl. MwSt.)
Dauer: 1 Tag, Mindestteilnehmer: 10
In einem Ein-Tages-Seminar wird der Inhalt der TRGI 2008 Kapitel V geschult sowie an praktischen Beispielen die Gashausschau mit Gas-Lecksuchgerät und einer Checkliste geübt. Bestandteil des Seminars ist eine CD mit Werbeflyer-Muster, dem Formular einer Checkliste sowie eines Musters für ein Prüfprotokoll. Alle Formulare können durch Eintrag der eigenen Adressdaten auf die individuelle BSM-und Kehrbezirks-Anwendung gestaltet werden.

http://www.usdh.de/buchung-10.html

Aber der Betrug wird immer dreister.
Wie wird ein Schornsteinfeger in 45 Minuten zum „Gashausbeschauer“?

Er setzt sich an den Computer, wählt eine Telefonnummer und der „Leergang“ beginnt. Nach 45 Minuten hat er das gesamte „Fachwissen“ im Kopf und kann nun den Bürgern seine „Dienste“ als Gashausbeschauer aufdrängeln. Dazu verschickt er Briefe in denen er geschickt versucht, die Bürger davon zu überzeugen, dass diese Schau gesetzlich vorgeschrieben ist und nur durch den Bezirksinhaber durchgeführt werden darf. Wer das nicht gründlich durchliest unterschreibt den beiliegenden Vertrag und wird abkassiert.

Hier das Angebot zum „Leergang“ für Schornsteinfeger:

„pro.agzess.net - Gashausschau
Datum: 23.02.2012 10:00 Uhr
Dauer: 45 Minuten
Ort: Onlineschulung
Freie Plätze: 09
Wie funktioniert die Onlineschulung? Ganz einfach! Durch das bekannte Programm PC Visit, welches ebenfalls von unserer Hotline verwendet wird um Probleme zu lösen, haben wir nun die Möglichkeit auch Online Schulungen durchzuführen. Sie sehen den Bildschirm des Leiters während Sie mit Ihm telefonieren und können so seinen Ausführungen folgen...“

http://www.agzess.de/?nav=kursdetail&id=30
« Letzte Änderung: 12.02.12, 15:02 von Gerd aus Strausberg »

Gerd aus Strausberg

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Re: Schornsteinfeger, Lügen und nichts als Lügen
« Antwort #22 am: 12.02.12, 15:14 »
Die Zeiten, als Schornsteinfeger noch als Glücksbringer galten und nicht müde wurden, das den Leuten immer wieder einzureden, sind lange vorbei. Heute sind Schornsteinfeger eher gut organisierter Betrüger, die Bürgern das Geld aus der Tasche ziehen wollen, ohne eine nennenswerte Gegenleistung erbringen zu wollen oder zu können.  „Durch Schornsteinfeger abgezockt“, „Schornsteinfeger erbringen keine Leistungen mehr, sie wollen nur noch abkassieren“, „Schornsteinfeger als Trickbetrüger“, solche und ähnliche Meldungen gehen seit Jahren durch die Presse.

Beispiel „die Gashausschau“


Kritik von Haus und Grund

Es ist die Rede von der TRGI, einer technischen Regel für Gasinstallation, die eine jährliche Gashausschau vorschreibe. Durch das amtliche Gehabe der Werbeschreiben wird der Eindruck erweckt, die TRGI sei ein Gesetz und jeder zur Gashausschau verpflichtet. Im Schadensfall müsse man sich juristisch entlasten können. Hier helfe der Schornsteinpfleger, indem er die Kontrolle sachgerecht durchführe - für knapp 20 Euro pro Gasanschluss. Der Verband der Hauseigentümer kritisiert, dass hier mit der Angst der Leute Geschäfte gemacht würden.

Der Geschäftsführer von Haus und Grund, Rechtsanwalt Wolf-Bodo Friers, bekommt seit Monaten zahlreiche Anrufe von verunsicherten Vermietern und Hausbesitzern. Die Frage sei immer die gleiche:"Bin ich verpflichtet, vom Schornsteinfeger die Gashausschau durchführen zu lassen? Die Antwort: Nein!!!

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Re: Schornsteinfeger, Lügen und nichts als Lügen
« Antwort #23 am: 13.02.12, 12:35 »
Man sollte daran denken, dass Schornsteinfeger für Gas-Installationen ungefähr so qualifiziert und zuständig sind, wie eine Auto-Waschstrasse für die Hauptuntersuchung des Fahrzeugs.

Wer sich selbst die einfachen Sichtkontrollen nicht zutraut, wäre bei seinem regionalen Versorgungsunternehmen, das das Gas liefert und für die Anschlüsse sorgt, besser aufgehoben. Aber natürlich kann man auch einen Gas- und Wasser-Installateur beauftragen. Nur einer ist mit Sicherheit völlig unzuständig: Der Schornsteinfeger.

Wenn es nichts mehr zu fegen gibt, versucht dieser aussterbende Berufsstand halt, sich neue Tätigkeitsfelder zu erschließen. Aber wehret den Anfängen! Schornsteinfeger sind Spezial-Gebäudereiniger, die Rußablagerungen entfernen sollen. Ein Strassen-Feger wird ja auch nicht zum Brücken-Inspektor, nur weil die Strasse darüber führt.
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Re: Schornsteinfeger, Lügen und nichts als Lügen
« Antwort #24 am: 13.02.12, 16:33 »
Feinstaubplakettenprüfer auf den Autos ,das wäre die Zukunft der "schwarzen Männer" . Bei ca 50 Millionen Fahrzeugen in Deutschland da gibt`s genug zum prüfen und wenn Sie vielleicht auch noch den "amtlichen" Behördenstatus erhalten ,dann dürfen Sie auch gleich die Strafzettel als "Ordnungsamt" ausstellen .

Dann muß aber auch noch der "Feinstaub Bescheid" ausgestellt werden, damit jeder schriftlich informiert ist wann die Plakette auf dem Auto wieder geprüft werden muß.

Vielleicht muß aber auch demnächst ab 2013  noch der Gartengrill geprüft werden , denn hier geht es ja auch um die "Brandsicherheit" .

Das wären Alternativen wenn`s mit der neuen Aufgabe " Energieberater" einen Fehlstart geben sollte.

Der Schornsteinfeger ist somit eindeutig ein "Allrounder" wo überall eingesetzt werden kann, schließlich werden ja eifrig "Bildungspunkte" gesammelt .

Leute ,da kann sich jeder von uns eine Scheibe abschneiten

Weiter so Deutschland , wir haben ja die edle Aufgabe auf diesem Planeten überall die Vorreiterrolle zu übernehmen. 

Die "Zylinder Mafia" ist der beste Beweiß. Herzlichen Glückwunsch.







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Re: Schornsteinfeger, Lügen und nichts als Lügen
« Antwort #25 am: 04.04.12, 20:21 »
http://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article1856004/Antrittsbesuch-beim-neuen-Chef.html BerlinRadar: Charlottenburg-Wilmersdorf Antrittsbesuch beim neuen Chef Donnerstag, 15. Dezember 2011 02:43

„… Dem Aberglauben nach müsste Michael Müller (SPD) eine Menge Glück in Zukunft haben. Gleich vier Schornsteinfegern durfte der Senator für Stadtentwicklung und Umwelt am Mittwoch die Hand schütteln. Die vier Herren kamen in traditioneller Berufskleidung, "um unserem obersten Dienstherren Glückwünsche zum Amtsantritt zu überbringen", sagte Peter Lehmann, stellvertretender Vorsitzender der Landesinnung der Schornsteinfeger. Er hoffe natürlich auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Senator. Schließlich sei das Handwerk starken Veränderungen ausgesetzt, was den Umwelt- und Energiebereich angehe…

… Gerade in Sachen Brandschutz und Energieeinsparungen müsse immer wieder eine Menge abgestimmt werden. Der Antrittsbesuch beim neuen Chef dauerte genau zehn Minuten, weitere Gespräche sollen folgen…“

(Ganze zehn Minuten, der neue Chef zeigt darin zwar Höflichkeit aber auch sein vorzügliches Interesse an dem Besuch der Feger, von Seiten der Innung wird man stark enttäuscht sein).

„… Es ist doch schön, dass sich die Schornsteinfeger nachdem Sie die EU Konkurrenz durch die Berliner Senatsverwaltung haben ausschalten lassen, sich nun bei der Politik einschmeicheln. Nicht nur das Kunden vorsätzlich belogen wurden, nein auch die Behörden werden als williges Werkzeug für Ihre Hetzkampagnen eingespannt…“ , was für ein widerliches Gewerbe!

Quelle:
Pressemitteilung der FDP PM FDP-Marzahn-Hellersdorf Schornsteinfegerinnung informiert bewusst falsch! Senat ohne Konzept bei der Information der Bürger über Schornsteinfegerleistungen. Durch eine Kleine Anfrage des Abgeordneten Sebastian Czaja (FDP) kam heraus, dass der Berliner Senat bislang keine Strategie zur Bürgerinformation bezüglich der neuen Schornsteinfegerleistungen bereithält.

„… Sebastian Czaja… : Der Senat hat auf der Grundlage der unzumutbaren Novelle der Kehr- und Überprüfungsgebührenordnung für Berlin kein transparentes, für den Bürger verständliches Gebührenverzeichnis eingerichtet. Es gibt es keine Informationsmöglichkeit über die Beanspruchung von Leistungen von EU-Schornsteinfegern…

… Der Senat schlägt lediglich vor: „Die Bürgerinnen und Bürger sollten einen Betrieb, der die Voraussetzungen der §§ 7 bis 9 der EU/EWR-Handwerksverordnung … erfüllt, im Schornsteinfegerregister des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle auswählen…

… Die Schornsteinfegerinnung, natürlicher Ansprechpartner verunsicherter Kunden, rät bei Informationsgesprächen Kunden ausdrücklich und wider besseren Wissens von Angeboten der EU-Schornsteinfeger ab. Das wurde in Einzelversuchen festgestellt…“

„… Um das Monopol aufrecht zu erhalten scheut man offenbar vor bewusster Irreführung der Kunden nicht zurück. Es wird versucht, sich einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der neuen EU-Konkurrenz zu sichern…

… Der rot-rote Senat hat nach wie vor weder Interesse an ehrlicher Aufklärung der Bürgerinnen und Bürger noch an einem fairen Wettbewerb und einer Beseitigung des Schornsteinfegermonopols…“

http://www.presse-artikel.org/2011/informationen-fuer-alle-buergerinnen-und-buerger-zum-neuen-schornsteinfegerhandwerksgesetz-87035/

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« Letzte Änderung: 04.04.12, 20:26 von Gerd aus Strausberg »

Gerd aus Strausberg

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Re: Schornsteinfeger, Lügen und nichts als Lügen
« Antwort #26 am: 05.04.12, 22:06 »
„Bützow/Güstrow - Schimpfende Kunden das kennt jeder Schornsteinfeger in der Region. Egal, ob viermal jährlich beim Kehren oder alle zwei Jahre bei modernen Brennwert-Geräten: Rückt der Mann in Schwarz an, ist die Fröhlichkeit meist vorbei, das Glücksbringer-Image Nebensache. Wenn die Rechnung kommt, gehen die Diskussionen los, sagt Hans-Dieter Murr, Kreisobmann der Schornsteinfeger im Landkreis Güstrow…“, schreibt die „Schweriner Volkszeitung“ im April 2008. Das wäre eigentlich nichts Besonderes, denn jeder kennt die Abzocke durch die Fegermafia und es wäre unverständlich, wenn sich die Gemüter da nicht erregen würden. Wenn man genauer hinsieht liest man allerdings, dass das Hans-Dieter Murr, Kreisobmann der Schornsteinfeger im Landkreis Güstrow, sagt und zwar genau ein halbes Jahr bevor sein unglaublicher Betrug aufgedeckt wurde. Er, der im Aufsichtsrat der Wohnungsgesellschaft saß, hatte so mal auf die Schnelle 90.000 € zu viel von den Mietern kassiert. Als Aufsichtsrat ging das jahrelang gut, keiner kontrollierte ihn außer er sich selbst und er konnte ihn vertuschen, seinen Betrug.

„Murrs  Hinweis: Auch der Schorni könne sich künftig seine Kunden aussuchen. Wer z.B. nicht bezahlt, den müsse er zunächst auch nicht bedienen…“, und natürlich wird Murr solche Kunden, die sich darüber aufregen, das er ihnen lumpige 90.000 € zu viel abgezogen hat, nicht mehr bedienen.

„Hans-Dieter Murr“, so die Schweriner Volkszeitung, „ setzt auf die soziale Verantwortung: Der Schornsteinfeger dringe täglich in die Privatsphäre von Menschen ein, weil er es müsse. Wir wissen, wo bei vielen der Schlüssel liegt. Auf dieses Vertrauen setze er auch in Zukunft…“, so wörtlich Murr in der Schweriner Volkszeitung. Die Kehrgebührpflichtigen werden sich inzwischen wohl einen neuen Platz für den Schlüssel gesucht haben, einen den die Betrügerbande um Hans-Dieter Murr nicht kennen.

Quelle:
http://www.svz.de/index.php?id=160&tx_ttnews[tt_news]=610162&no_cache=1

Er wollte sich nicht bereichern, das sagt er zumindest. Nachdem er selbst geprüft hatte, ob der Betrug, den er begangen hatte, noch nicht verjährt wäre und er das Geld dadurch behalten dürfte, was wohl nicht der Fall war, musste er es schweren Herzens zurückgeben. Da gab es herzzerreißende Artikel in Zeitungen, wie der arme Betrüger nun seinen Lebensstandart herunterfahren musste, nur um seinen Betrug auszugleichen und die Betrogenen zu entschädigen. Schon die Prüfung, ob es hoffentlich verjährt ist, er das auch noch so zugibt, zeigt doch schon den kriminellen Charakter dieses Vorzeigebeispiels der Schornsteinfeger. Er hätte das geprellte Geld, das gibt er auch zu, nicht zurückgegeben, wenn die Angelegenheit schon verjährt gewesen wäre. Was müssen die Bezirksinhaber wohl verdienen, wenn ihnen angeblich nicht auffällt, wie 90.000 € auf ihr Konto kommen. Der Mann wurde nicht strafrechtlich belangt. Das war angeblich nur ein Softwarefehler, den er nicht zu verantworten hatte. Noch schöner, er ist noch immer Bezirksinhaber und seine Zwangskunden hatten per Gesetz nicht die Möglichkeit, sich von diesem Betrüger zu befreien, sie mussten ihn nach wie vor in´s Haus lassen. Was für ein widerliches Gewerbe.

 
M a f i a !     8)    M a f i a !

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Re: Schornsteinfeger, Lügen und nichts als Lügen
« Antwort #27 am: 06.04.12, 18:33 »
Noch schöner, er ist noch immer Bezirksinhaber und seine Zwangskunden hatten per Gesetz nicht die Möglichkeit, sich von diesem Betrüger zu befreien, sie mussten ihn nach wie vor in´s Haus lassen. Was für ein widerliches Gewerbe.

Und genau hier wird das Kernproblem deutlich:
Unklare Rechtsverhältnisse gepaart mit Gemauschel auf allen Ebenen.

Dass ein falsch konstruiertes Gesetz bei unserer reformunfähigen Politik relativ lange überleben kann, ist noch nachvollziehbar. Wenn dann jedoch die EU zu einer Korrektur anmahnt, ja sogar ein Vertragsverletzungsverfahren einleitet, und die deutschen Abgeordneten kein anderes Ziel verfolgen, als möglichst viel von dem zu retten, was als rechtswidrig erkannt wurde, dann geht das über jegliches Verständnis. Was ist von einem politischen System zu halten, dessen Abgeordnete noch nicht einmal ins Grundgesetz schauen, um feststellen zu können, dass für Gebäudesicherheit und Brandschutz eigentlich die Bundesländer zuständig wären? Warum werden die Bürger offensichtlich getäuscht (betrogen), wenn unter dem Titel "Handwerksgesetz" bereits im ersten Satz des ersten Absatzes des ersten Paragrafen eine Vorschrift kommt, die sich ausdrücklich NICHT an die Handwerker, sonden an jeden Gebäudeeigentümer wendet? Warum soll ein WIRTSCHAFTS-Ministerium eine "Kehr- und Überprüfungsordnung" erlassen, obwohl für Sicherheitsfragen eigentlich das INNEN-Ministerium zuständig wäre? Nun gut (oder auch nicht), das mag politisches Gemauschel sein.

Aber warum erweisen sich dann beim Vollzug eines verfassungswidrigen und in sich unklaren Gesetzes die Verwaltungen als flächendeckend absolut fegerhörig?  Ist das nur falsch verstandene Kumpanei mit einer Schein-Behörde namens "Bezirksschornsteinfeger"? Oder wird hier ein Starrsinn sichtbar, der als Schutzreflex davor bewahren soll, zugeben zu müssen, über Jahrzehnte verfassungswidrigen Unsinn vertreten zu haben? Oder kommt hier ein falsches Dienstverständnis zum Ausdruck, das in "Wir sind der Staat" und "Ihr seid die Bürger (Untertanen)" differenziert? Warum werden auslegungsfähige Bestimmungen eigentlich immer zu Ungunsten des Bürgers interpretiert?

Und dann folgt die Justiz. Wer auch nur ansatzweise Urteile im Bereich des "Schornsteinfegerwesens" liest, bekommt automatisch Zweifen, ob Deutschland wirklich als "Rechtsstaat" bezeichnet werden kann. Oder habe nur ich den Eindruck, dass die Gerichte fast mit zwanghaftem Anstrengungen versuchen, das Schornsteinfeger-System ja nicht in Frage stellen zu müssen? Nebensächliche juristische Spitzfindigkeiten werden teilweise episch dargestellt und bewertet, die Kernfragen jedoch werden (willentlich) umschifft. Warum hat z.B. bis heute noch KEIN Gericht untersucht, ob Bestimmungen zum Brandschutz überhaupt in die Gesetzgebungskompetenz des Bundes fallen? Warum ist noch keinem Verwaltungsgericht aufgefallen, dass es für Fragen des "Wirtschaftsrechts" nicht zuständig ist, der Bund im Gegenzug jedoch kein "Verwaltungsrecht" auf Länderebene beschliessen darf? Warum hat es bis 2004 gedauert, bis sich das Rheinland-Pfälzische Verfassungsgericht endlich traute, in einem Urteil festzustellen, dass die Gerichte eigentlich verpflichtet wären, bei Fragen zur Kontrollnotwendigkeit und -häufigkeit unabhängige SACHVERSTÄNDIGE zu beauftragen? Warum hat sich seit dem jedoch kein Verwaltungsgericht daran gehalten?

Würde wirklich ein Richter die Verfassungsmäßigkeit des Schornsteinfeger-SONDER-Rechts untersuchen, dieses Konstrukt wäre schnell Makulatur. Würde wirklich ein Gericht einen Sachverständigen beauftragen, den Sinn geforderter Arbeiten und Kontrollen NEUTRAL zu bewerten, die KÜO wäre nicht haltbar. Würde ein Mal nachgerechnet, ob die Gebühren nach Verordnung wirklich angemessen sind, die Abzocke der Vergangenheit wäre nicht länger zu leugnen.

Dass sich in diesem System von Lobbyismus und Gemauschel mal ein Schornsteinfeger um 90.000 euro "verrechnet" kann das Gesamtbild doch lediglich abrunden. Aber während jeder kleine Sachbearbeiter, der Bleistifte mit nach hause nimmt, mit einem Disziplinarverfahren rechnen muss, sind Schornsteinfeger auch hier wohl erneut ausgenommen. Zwar sieht das Gesetz Kontrollen durch die Aufsichtsbehörde vor, aber hat jemals seit Bestehen des Schornsteinfegergesetzes tatsächlich mal ein Verwaltungsmitarbeiter dem Schornsteinfeger beim Kehren über die Schultzer geschaut? Ich glaube nicht. Aber die Mitarbeiter der Aufsichtsbehörde sind wohl auch zu beschäftigt damit, Duldungsverfügungen zu versenden und sinnlose Zwangskehrungen zu vollstrecken.

Aber. liebe Leser, Deutschland ist ein Land der Untertanen, der braven Bürger. Wer Fragen stellt oder aufmuckt wird schnell als "Querulant" diskriminiert. Für den fegerhörigen Verwaltungsmitarbeiter sind Bürger, die nicht jeden Unsinn mitmachen wollen, ja schon halbe Brandstifter, nur weil sie sich gegen Zwangsbesuche eines Bezirks-Handwerkers zur Wehr setzen. Hat Deutschland aus seiner Geschichte wirklich so wenig gelernt? Wo sind die MITDENKENDEN DEMOKRATEN? Wo sind die GESTALTUNGS-Bürger? Wo sind die Beamten und Angestellten im Öffentlichen Dienst, die auf das Grundgesetz vereidigt wurden? Wo sind die Richter, denen Recht und Gesetz wichtiger sind, als überholte Strukturen und Wirtschaftsinteressen? Fragen SIE doch mal IHREN Nachbarn, ob dieser eher "braver Bürger" oder "guter Demokrat" sein will. Im zweiten Fall wird es dringend nötig, dem SONDER-Recht einer aussterbenden Berufsgruppe endlich die ROTE KARTE zu zeigen.

Thomas W. Müller
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Re: Schornsteinfeger, Lügen und nichts als Lügen
« Antwort #28 am: 22.04.12, 21:23 »
Doppelmessung durch Schornsteinfeger und Heizungsbauer?

„Es gibt Unterschiede zwischen der Messung nach der BImSchV und der Wartungsmessung des Monteurs“, sagen die Feger.

- Keine Messvorschrift nach 1. BImSchV (Kernstromsuche, Messsondenhalterung)
- Keine Qualitätsanforderungen an die Messgeräte (Eignungsprüfung, Messgeräterichtlinie)
- Kein Berufsbild für Monteure (Qualitätssicherung)
- Wirtschaftliches Interesse (Kontraktionszwang)

Fristgerechte Durchführung der Messung müsste vom Staat überwacht werden. Es müsste ein Überwachungssystem eingeführt werden. Die Überwachung müsste dann der Staat übernehmen.

Die EU- Richtlinie Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden fordert eine Überprüfung (Inspektion) von Heizkesseln. Diese aber durch unabhängiges und qualifiziertes Fachpersonal …

Einsatz einwandfreier Messgeräte, die halbjährlich überprüft werden durch technische Prüfstellen. Nachweisführung müsste vom Staat kontrolliert werden.

Quelle:
http://www.schornsteinfeger-liv-rlp.de/?nav=rp&bereich=21

Den ganzen Quatsch den die Feger hier faseln kann man mit einem Satz beenden: Eine Messung, weder durch den Heizungsfachmann noch durch den Feger, ist nicht erforderlich und kann daher ersatzlos gestrichen werden. Keine unnötige Datenbank, kein Feger an den modernen Heizungen. Durch den Blödsinn den die Feger verbreiten soll der Eindruck entstehen, dass es eine Messung unbedingt geben muss, da es sie ja schon immer gab, zumindest seitdem die klassischen Fegertätigkeiten um mehr als 80 % zurückgegangen sind und diese ihre gewohnten Einnahmen auch weiterhin einforderten. Nur deshalb wurde vom Staat dieses sinnlose Gesetz erlassen, da ansonsten 16.000 Feger arbeitslos geworden wären und die Pensionskasse der Feger nicht mehr bedient werden könnte. Der Staat hätte einspringen müssen um den Altfegern ihre Zusatzrente zu bezahlen.

Im Punkt 3 schreiben die Feger:
„Die EU- Richtlinie Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden fordert eine Überprüfung…“, das ist zwar richtig aber eine Halbwahrheit. Liest man in dieser EU-Richtlinie findet man niemals das Wort „Schornsteinfeger“, die haben nämlich damit absolut nichts zu tun, stellen es aber so dar, als wenn in besagter EU-Richtlinie sie gemeint wären.

„Artikel 17; Unabhängiges Fachpersonal
Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass die Erstellung des Ausweises über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden sowie die Inspektion von Heizungs- und Klimaanlagen in unabhängiger Weise durch qualifizierte und/oder zugelassene Fachleute erfolgt, die entweder selbstständig oder bei Behörden oder privaten Stellen angestellt sein können.“

Quellen:
http://europa.eu/legislation_summaries/internal_market/single_market_for_goods/construction/en0021_de.htm

http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=CELEX:32010L0031:DE:NOT

Der dritte Punkt; „Einsatz einwandfreier Messgeräte, die halbjährlich überprüft werden…“. Damit meinen die Feger, dass die Messgeräte der Heizungsbauer nicht einwandfrei sind und nicht halbjährig überprüft werden. Das ist falsch, denn wer sagt denn, dass die Messgeräte der Feger einwandfrei sind? Wer überprüft das? Wer überprüft denn halbjährig? Das machen die Feger selber und wollen damit sagen, dass die Geräte der Heizungsbauer überhaupt nicht überprüft werden im Gegensatz zu ihren. Dem könnten die Heizungsbauer mit gleichem Recht entgegensetzen, unsere Messgeräte werden nicht zweimal im Jahr sondern 365-mal überprüft, nämlich täglich durch uns selber – gleiches Recht für alle. Bisher sprachen die Feger immer davon, dass ihre Geräte zweimal jährlich geeicht werden, eine glatte Lüge und Volksverdummung!

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Re: Schornsteinfeger, Lügen und nichts als Lügen
« Antwort #29 am: 23.04.12, 21:57 »
Fristgerechte Durchführung der Messung müsste vom Staat überwacht werden. Es müsste ein Überwachungssystem eingeführt werden. Die Überwachung müsste dann der Staat übernehmen.

So sehr ich mich über das friedliche Miteinander der Staaten durch die Schaffung einer Europäischen Union freue, um so kritischer sehe ich die zwanghaften Versuche mancher EU-Einrichtung, sich sinnvoll beschäftigen zu müssen. Bei all den Normen und Richtlinien frage ich mich immer häufiger, ob das denn wirklich sein muss und nicht längst völlig über das Ziel hinausschiesst.

Natürlich ist es sinnvoll, sich GEMEINSAM in Europa Gedanken zu machen, wie man mit Energie sparsam umgehen kann. Im Ergebnis jedoch komme ich zum Schluss, dass die Energiefrage eher als Vorwand für völlig andere Motive herangezogen wird. Wenn z.B. Glühbirnen auf Betreiben der EU schrittweise verboten werden, so ist dies doch eher ein Konjunkturprogramm für die Hersteller alternativer Leuchtmittel, denn effektiver Umweltschutz. Die wirklich großen Energieverschwender werden ausgeklammert, die Emmitenden der größten Schadstoffmengen geschont. Es wird jedoch mit großem Aufwand und teilweise ausufernder Bürokratie eine Schein-Aktivität vorgegaukelt.

Es könnte sicher eine Menge Heiz-Energie eingespart werden, wenn alle Gebäude optimal gedämmt wären und nur modernste Heizanlagen verwendet würden. Irgendwelche Messungen durch Bezirks-Handwerker jedoch sind völlig überzogen und bringen schlicht gar nichts. Es dürfte nur ein verschwindend geringer Teil der Heizanlagen sein, die bei der "Immissionsschutzmessung" überhaupt wegen zu hoher Werte beanstandet werden. Ich wette, wenn man die hierdurch einzusparende Energie auch nur mit der Energie abgleichen würde, die durch Anfahrten des Schornsteinfeger, Zusatzverbrauch durch Testbetriebe und Ähnlichem anfällt, die Billanz würde derartige Unsinnsprüfungen ad absurdum führen.

Und warum man in Zeiten des Computers noch immer auf "Bezirks-Aufseher" setzt, erschließt sich wohl nur demjenigen, der an solchen Strukturen verdienen will.

Im Grundgesetz steht etwas von "freiheitlich demokratische Grundordnung". Hierzu zähle ich auch, dass sich der "Staat" (was immer man darunter verstehen will) nicht immer weiter in alle möglichen Detail-Belange der Bürger einmischen darf. Auch wenn etwas "sinnvoll" erscheint, so rechtfertigt es noch nicht unbedingt ein repräsives, gesetzgeberiches Normenkonstrukt.

Jeder mag spaßeshalber mal darüber nachdenken, wieviel Ressourcen, Energie und Manpower sich volkswirtschaftlich einsparen ließe, wenn ALLE Bürger nach einer gesetzlichen Vorgabe nur noch Einheitskleidung tragen dürften. Und dem Gleichheitsgrundsatz der Verfassung würde eine Bürger-Uniform doch wohl auch entsprechen. Sinnvoll? Vielleicht. Freiheitlich-Demokratisch? Mit Sicherheit nicht.

Wir bewegen uns mit großen Schritten in Richtung einer Diktatur der Gutmenschen. Und wenn sich an einer ideologischen Beschränkung individueller Freiheiten auch noch gut verdienen läßt, sind die Prinzipien von Freiheit und Demokratie schnell Nebensache. "Wir unterdrücken Dich doch nur zu Deinem Besten."

Vielleicht könnte man die Schornsteinfeger ja auch noch beauftragen, für eine Umweltstatistik zwei Mal im Jahr (Sommer und Winter) die Temperatur der Hauswand zu messen. Bei mehr als 60º C ist dann nach Bescheid des BSF ein Warnschild anzubringen, damit sich niemand die Finger verbrennen kann.

« Letzte Änderung: 23.04.12, 22:02 von TWMueller »
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