Autor Thema: Scherzhaftes um den Schornsteinfeger  (Gelesen 25844 mal)

TWMueller

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Re: Scherzhaftes um den Schornsteinfeger
« Antwort #30 am: 09.12.13, 18:32 »
..., auch der Kaminkehrer hat hier im Wettbewerb mit anderen Befähigten ein weites Feld für Prüf- aber auch für Dienst- und Serviceleistungen. Der ganze Käse mit Kehrbezirken, Feuerstättenschauen usw. ist dann Geschichte.

Ein durchaus bedenkenswerter Ansatz. Aber dann müsste es eine BEFÄHIGUNG z.B. als "Prüfingenieur für Feuerungstechnik" geben. ALLE gleich qualifizierten Stellen würden dann untereinander IM WETTBEWERB stehen.

Dann wären diese PRÜFSTELLEN (könnte ja auch TÜV, DEKRA usw. sein) tatsächlich "beliehene Unternehmer". Solange der "bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger" jedoch für GENAU EINEN BEZIRK zuständig ist und VERWALTUNGSAKTE erlassen soll, ist dieser verwaltungs-ORGANISATORISCH und verwaltungs-RECHTLICH als BEHÖRDE anzusehen. Und als LEITER einer BEHÖRDE (Kehrbezirks-Verwaltung) sollte der Stelleninhaber schon eine verwaltungstechnische Ausbildung (neben der technischen Qualifikation) haben.

Man sollte jedoch auch mal überdenken, was das alles mit dem ursprünglichen Aufgabenbereich eines SCHORNSTEINFEGERS zu tun hat. Historisch waren diese dafür zuständig, Russ-Ablagerungen zu entfernen (= Spezial-Gebäude-Reiniger). Wenn nunmehr ganz andere Aufgaben auf diesen Berufszweig zukommen sollen, so wäre es zumindest an der Zeit, die BERUFSBEZEICHNUNG entsprechend zu ändern. Aber als "Sicherheits-Kontrolleur" wäre man eben KEIN Handwerker mehr. Und ein entsprechendes TECHNISCHES STUDIUM wäre vielleicht auch angesagt. Ergänzt um eine VEREIDIGUNG als SACHVERSTÄNDIGER (wie dies in anderen technischen Bereichen ja üblich ist).
« Letzte Änderung: 09.12.13, 18:36 von TWMueller »
Thomas W. Müller
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Re: Scherzhaftes um den Schornsteinfeger
« Antwort #31 am: 04.02.14, 19:46 »
"Na, Herr Schornsteinfeger, wieder auf Doleneiersuche in den Schornsteinen  ;D !?" Ruft der Hausbesitzer über den Gartenzaun dem sich nähernden Schornsteinfeger zu. "Wenn Sie mich verarschen wollen,", ruft der zurück, "müssen Sie sich schon einen Dümmeren suchen, aber das wird Ihnen kaum gelingen!"  :o

Gerd aus Strausberg

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Re: Scherzhaftes um den Schornsteinfeger
« Antwort #32 am: 01.04.14, 20:32 »
Der erste April 2014:


Der TÜV verwendet seine Kundendateien, um gezielt Werbung zu machen, denn er steigt jetzt deutschlandweit in den Autohandel ein. Gleichzeitig erwartet der Kunde dann, zumindest für die ersten zehn Jahre, dass er immer seine begehrte TÜF-Plakette erhält. Das ist freilich nur bei den Fahrzeugen der Fall, die auch beim TÜV gekauft wurden, ein nicht zu unterschätzendes Element für die Kaufbereitschaft der Kunden beim TÜV zu bestellen. Die Autohäuser laufen Sturm dagegen, verständlich, denn ihre Existenz steht auf dem Spiel. Gleichzeitig ist der TÜV im Begriff, eigene Werkstätten zu errichten. Zuvor angezeigte Mängel werden dann gleich an Ort und Stelle durch den TÜV erledigt. Ein enormer Vorteil für den Kunden, denn eine lästige Nachprüfung und das erneute Risiko, durch die Überprüfung zu fallen, gibt es dann nicht mehr. Wer sich die anfallende Wartezeit vertreiben will, kann in der TÜV-Gaststätte vielfältige Speisen genießen. Auch der ohnehin angeschlagene ADAC wird durch den TÜV übernommen und nennt sich ab sofort TÜV-Engel. Diese wunderbare Idee, weitreichende Synergien zu erzeugen, entstammt allerdings nicht dem Ideenreichtum leitender TÜV-Mitarbeiter, vielmehr hat man sich in einer bei der deutschen Schornsteinfegerinnung in Auftrag gegebenen Ausarbeitung diese Vorschläge zu seinen eigenen gemacht.

Die Schornsteinfeger haben in Deutschland auf diesem Gebiet Riesenerfahrungen gesammelt und wenden diese zum Wohle aller Bürger, die Schornsteinfeger sind, an. Sie treten als staatliche Behörde auf und legen die an den Heizungen durchzuführenden Arbeiten fest, dann wollen sie diese Arbeiten auch ausführen und anschließend ihre eigenen Arbeiten, innerhalb einer „Feuerstättenschau“, zusätzlich auch noch kontrollieren. Heizungsfirmen, die es wagen, ein kleines Stück von dem Kuchen abschneiden zu wollen, obwohl ihnen das per Gesetz seit Anfang 1913 zusteht, werden massiv attackiert, angezeigt und mit allen illegalen Mitteln, die unsere Gesetze hergeben, bekämpft. Dann wollen sie Öfen und Heizungsanlagen verkaufen, diese einbauen, Schornsteine mauern und zum Wohle des Bürgers, das auch alles aus einer Hand kommt, auch noch abnehmen und deren Funktionstüchtigkeit bescheinigen. Da kann dem Kunden nichts passieren, jeglicher Ärger wird ihm vom Halse gehalten durch diese Wundersynergien. Für eventuelle Wartezeiten betreiben sie keine Gaststätten oder fahrbare Imbissstände, das trägt nicht genug ein, aber dafür wollen sie, völlig artfremd, Rauchgasmeldeanlagen projektieren, verkaufen, errichten, warten und zwangsüberprüfen dürfen. Bei Be- und Entlüftungsanlagen im Osten Deutschlands ist ihnen dieser geniale Schachzug per Gesetz schon gelungen. Auch bei Notstromaggregaten langen sie kräftig zu, denn nur sie dürfen diese überprüfen, offensichtlich eine typische Schornsteinfegertätigkeit. Nicht zu vergessen, sie sind per Gesetz befugt, die Holzfeuchte von Holzvorräten ihrer Opfer zu messen, ohne zu wissen, welcher Verwendung diese eventuell zugeführt werden sollen. Es gibt Fälle, da machen sie das heimlich, ohne das der Grundstücksbesitzer etwas davon weiß und schicken dann eine Rechnung für diesen Unfug.

Einem neuen Monopol hat der Gesetzgeber seine Zustimmung gegeben. Es ist sehr lange her, da kam jährlich der Scherenschleifer, ich kann mich noch gut daran erinnern. Er kam mit dem Fahrrad. Hinten am Gepäckträger hatte er einen Schleifbock montiert, diesen bediente er mit einer Handkurbel. Das Schleifen eines Messers kostete so an die 10 Pfennig, eine Schere schleifen 20 Pfennig. Nun hatte der Scherenschleifer kein so ertragreiches Monopol, wie es der Schornsteinfeger bis vor gut einem Jahr noch vorzuweisen hatte. Wäre ihm das Glück auch so hold gewesen oder hätte er eine Fegermafia, in seinem Falle eine Schleifermafia aufbauen können, dann hieße er Bezirksscherenschleifermeister. Er könnte für das zwangsweise Schleifen der Scheren und Messer, selbst wenn die ungebraucht und scharf wären, mindestens 100 Mark pro Besuch verlangen. Auch hätte es ein Gesetz gegeben, dass dem gemeinen Bürger unter Strafe verbot, seine Messer und Scheren selbst zu schleifen, da dies Lebensgefahr bedeutet. Nun hat es diese Dienstleistergruppe geschafft, die Politiker davon zu überzeugen, zum Wohle der Bürger oder besser der Schleifgebührpflichtigen, ein Gesetz zu erlassen, dass nur er, der Bezirksscherenschleifermeister, oder besser der bevollmächtigte Scherenschleifermeister, alle Messer und Scheren in einem ihm zugeordneten Bezirk schleifen darf.

Ist denn so etwas in unserem deutschen Rechtsstaat überhaupt möglich? Nun ja, böse Zungen behaupten, dass so etwas bis vor gut einem Jahr mit den Schornsteinfegern praktiziert worden ist. Noch bösere Zungen behaupten, dass die, die ich meine, nämlich die Schornsteinfeger, das bis heute noch nicht einmal mitgekriegt haben und Zettelchen in die Briefkästen werfen und sich zu unbestellten Nutzlostätigkeiten anmelden und das auch noch „per Gebühr“ bezahlt haben wollen, obwohl es diese „Gebühren“ überhaupt nicht mehr gibt. Das es nun auch der Letzte begriffen hat: Es dürfen keine Messer und Scheren mehr selbst geschliffen werden. Es dürfen keine Schornsteine selbst gekehrt werden und der Schornsteinfeger meldet sich ungebeten als angeblicher „Dienstleister“ an und der Bürger muss das alles über sich ergehen lassen!


Heute ist der 01. April 2014 und ich verrate, das zwei der drei unglaublichen Meldungen ein Aprilscherz sind, aber welche…? Ich denke, es ist die zweite Meldung, denn das mit den Schornsteinfegern ist doch völlig unglaubwürdig!

TWMueller

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Re: Scherzhaftes um den Schornsteinfeger
« Antwort #33 am: 01.04.14, 23:06 »
Diese wunderbare Idee, weitreichende Synergien zu erzeugen, entstammt allerdings nicht dem Ideenreichtum leitender TÜV-Mitarbeiter, vielmehr hat man sich in einer bei der deutschen Schornsteinfegerinnung in Auftrag gegebenen Ausarbeitung diese Vorschläge zu seinen eigenen gemacht.

Aus unbestätigten Quellen wurde ergänzend berichtet, dass sich führende Köpfe beider Organisationen im Hinterzimmer des Gasthofs Zum-Löwen in St. Augustin getroffen hätten. Man habe sich hierbei informell geeinigt, dass die Abgasuntersuchung an Kraftfahrzeugen zukünftig exklusiv dem Schornsteinfeger-Handwerk übertragen werden soll.

Man regte auch an, dem zuständigen Ministerium zu empfehlen, auch KFZ-Bezirke einzurichten und diese mit den bereits vorhandenen Kehrbezirken zu koordinieren. Bei jeder Bezirks-TÜV-Niederlassung könne dann ein Schornsteinfeger-Büro eingerichtet werden, damit von diesem die Abgasuntersuchung zeitnah zur Hauptuntersuchung durchgeführt werden kann.

Im Gegenzug werden die Schornsteinfeger ihre Dienstfahrzeuge nur noch bei dem regionalen Kooperationspartner kaufen.

Die Frage, ob man künftig auf den TÜV-Stempel verzichten sollte und statt dessen beim Bezirks-TÜV ein "Fahrzeug-Buch" zu führen ist und dem Fahrzeughalter die Prüftermine per KFZ-Bescheid (für ca. 15 AW) vorgegeben werden sollen, wurde noch nicht endgültig entschieden.

Bericht zitiert von A. Pril
« Letzte Änderung: 01.04.14, 23:08 von TWMueller »
Thomas W. Müller
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Re: Scherzhaftes um den Schornsteinfeger
« Antwort #34 am: 01.04.14, 23:36 »
Bedenken muss man an dieser Sache allerdings, daß die Russmafia mehr an Gewinn interessiert ist, als der bisherige TUEV.

Denn wird beim TUEV die AU als Pauschalbetrag abgerechnet, wuerde der bBSF In Verbindung mit der AU Prüfung an jedem KFZ die Auspufflaenge ausmessen und dementsprechend abrechnen.

Is ja klar: Kleinstwagen (Smart) waeren günstig, wohingegen ein Kombi von rd. 4,5 mtr. oder mehr, richtig teuer waeren.

Aber den Russfu**i und den Schäuble wuerds freuen.oi
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Re: Scherzhaftes um den Schornsteinfeger
« Antwort #35 am: 03.04.14, 20:57 »

Russ entfernen kann ein (hoffentlich) guter und freundlicher HANDWERKER. Aber muss man diesen dann auch gleich um BEZIRKS-GEBÄUDE-ÜBERWACHER ernennen? as mach diese SPEIAL-GEBÄUDE-REINIGER eigentlich zu so etwas Besonderem, dass sogar das GRUNDRECHT (Unverletzlichkeit der Wohnung) eingeschränkt werden soll / darf?


Vorsicht... Die Schuputzer sind doch die Helden des Kapitalismus! (oder verwechsle ich da etwas... waren das die Tellerwäscher???) Vom Tellerwäscher zum Millionär... oder vom Spezialgebäudereiniger (müßte man nicht eher Gebäude-Speziallreiniger sagen?) zum Wohnungsspitzel... wo ist da schon der Unterschied...  8)

Datko

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Re: Scherzhaftes um den Schornsteinfeger
« Antwort #36 am: 03.04.14, 21:55 »
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Joachim Datko - Ingenieur, Physiker
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