Autor Thema: Inwieweit produzieren Ölheizungen heute überhaupt noch Ruß?  (Gelesen 6220 mal)

GR

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    • Bei moderner Heiztechnik sind Schornsteinfeger/Kaminkehrer überflüssig; Schornsteinfeger-Kosten oft nutzlos und teuer
Falls bei Ihnen ein Schornsteinfeger immer noch Geld mit mittelalterlichen Methoden abgreift, bitte ich Sie die "Kehrergebnisse" zu fotografieren und zu sammeln. Arbeiten Sie sehr sorgfältig. Sie haben dann auch die Möglichkeit Behörden unsinnige Tätigkeiten vor Augen zu führen.

Wir können gerne die Ergebnisse hier im Forum dokumentieren.

In der Headline im Forum ("Neuigkeiten: Infos") ist manchmal die Aussage von Prof.Dr. Ortlam eingeblendet "Die Arbeit des Schornsteinfegers ist überflüssig, zu teuer und schädlich für den Kamin" ..... bei seiner Ölheizung: "Rückstände aus Mörtel und Steinchen, aber keinen schwarzen Ruß gefunden".

Die "Kehrergebnisse" hätten mich auch mal interessiert, besonders auch inwieweit Ölheizungen eigentlich heute noch Ruß produzieren. Vielleicht sollte bei der Dokumentation auch das Baujahr der Heizung mit angegeben werden.
« Letzte Änderung: 22.11.11, 04:35 von Datko »
Bei moderner Heiztechnik sind Kaminkehrer/Schornsteinfeger überflüssig. Einschränkungen des Grundrechts auf Unverletzlichkeit der Wohnung sind deshalb nicht mehr zulässig. Die betreffenden gesetzlichen Vorschriften sollten grundlegend entrümpelt und an die technische Entwicklung angepasst werden!

Datko

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Öl-Brennwertkessel - ohne Ruß
« Antwort #1 am: 22.11.11, 04:41 »
Öl-Brennwertkessel - ohne Ruß

Schon lange pfeifen es die Spatzen von den Dächern, viele moderne Heizungen brauchen keinen Schornsteinfeger. Trotzdem werden die Bürger massiv abkassiert. Bei unserer Erdgasheizung, die keinen Schornsteinfeger braucht, sind es über 60 Euro pro Jahr.

Jetzt hat man es wohl auch in einer Schornsteinfegerschule bemerkt, wie die folgende Meldung zeigt.

"Öl-Brennwertkessel - Langzeit-Test in der Schornsteinfeger-Schule
...
Nach 14-monatigem Einsatz, 2809 Brenner-Betriebsstunden und einem Heizöldurchsatz von rund 5500 Litern waren im Brennraum des Schulungskessels praktisch keine Rußablagerungen und
keinerlei Spuren von Niedertemperaturkorrosion auszumachen."
mehr:
http://www.haustechnikdialog.de/News/News.aspx?ID=8957&Headline=%C3%96l-Brennwertkessel+-+Langzeit-Test+in+der+Schornsteinfeger-Schule

Siehe auch: http://www.kontra-schornsteinfeger.de/Ingenieure-kontra-Schornsteinfeger.html
Joachim Datko - Ingenieur, Physiker
Interessengemeinschaft gegen das Schornsteinfeger-Monopol Sektion Bayern
Forum : www.kontra-schornsteinfeger.de

GR

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Nachfolgendes interpretiere ich so, dass viele Ölheizungen, die ausschließlich schwefelarmes Heizöl verbrennen, keinen Ruß erzeugen und deshalb nicht zu kehren sind:

"2.8   Anlagen nach 2.6 zur ausschließlichen Verbrennung von schwefelarmen Heizöl nach DIN 51603, sofern es sich um eine raumluftabhängige Brennwertfeuerstätte an einer Abgasanlage für Überdruck oder eine raumluftunabhängige Feuerstätte handelt":
"Anzahl der Kehrungen im Kalenderjahr ......  null"

("2.6   nach § 15.1 BlmSchV wiederkehrend zu überwachende Feuerstätte")
aus "KÜO Anlage 1 (zu § 1 Abs.4) Anzahl der Kehrungen und Überprüfungen"
Bei moderner Heiztechnik sind Kaminkehrer/Schornsteinfeger überflüssig. Einschränkungen des Grundrechts auf Unverletzlichkeit der Wohnung sind deshalb nicht mehr zulässig. Die betreffenden gesetzlichen Vorschriften sollten grundlegend entrümpelt und an die technische Entwicklung angepasst werden!

TWMueller

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Allein, was nutzt die ganze Logik und alle technischen Erkenntnisse?
Die Seilschaften aus Schornsteinfegern und Politik kümmern sich ja noch nicht mal um unsere Verfassung. Der Berufsstand der Schornsteinfeger soll erhalten und das System der Kehrbezirke nicht angetatstet werden. Also erläßt der Bund ein sogenanntes "Handwerksgesetz", in dem jedoch Bürger zur Duldung von Kontrollen und Arbeiten verpflichtet werden sollen und in dem die behördengleiche Funktion eines "beauftragten Bezirksschornsteinfegers" erfunden wird, obwohl jeder, der der deutschen Sprache mächtig ist, in den Artikeln 70 bis 74 Grundgesetz nachlesen kann, dass der Bund in diesen Regelungsbereichen eigentlich gar keine Gesetzgebungskompetenz hat. Aber wenn es um ein Feger-SCHUTZ-Gesetz geht, können weder ein Rechtssystem, noch technische Erkenntnisse und Möglichkeiten eine SONDER-Gesetzgebung verhindern.
Erst kommen die Politiker, dann die Feger, dann lange gar nichts und am Ende darf der Bürger zahlen.
Thomas W. Müller
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Fragen Sie doch mal den "Mann auf der Straße", ob der weiß, was in den Artikeln 70 bis 74 des Grundgesetzes drinsteht??

Dasselbe fragen Sie bitte danach auch einen Abiturienten ... :-\

Und dann lesen Sie bitte die Titelüberschrift dieses Themas.

Vorschlag: Vielleicht kann Herr Datko dieses Thema noch einmal verschieben,  und zwar in den technischen Bereich ?
« Letzte Änderung: 25.12.11, 22:21 von GR »
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Fragen Sie doch mal den "Mann auf der Straße", ob der weiß, was in den Artikeln 70 bis 74 des Grundgesetzes drinsteht??

Dasselbe fragen Sie bitte danach auch einen Abiturienten ... :-\

Ich wollte im Prinzip nur zum Ausdruck bringen, dass die TECHNISCHEN Überlegungen zwar zutreffend sein mögen, leider jedoch bei dieser SONDER-Gesetzgebung schlicht übergangen werden.

Hinsichtlich der Kenntnisse der Bürger über unser Grundgesetz stimme ich zu. Es dürfte wohl die absolute Minderheit sein, die weiss, dass es in den Artikeln 70 bis 74 GG um die Kompetenzverteilung zwischen dem BUND und den LÄNDERN geht. Meine Hoffnung, wenn ich auf derartige Quellen verweise, ist jedoch, dass der Eine oder Andere vielleicht z.B. bei www.juris.de mal das Grundgesetz herunterlädt und einen Blick in unsere oberste Rechtsordnung wirft. Im Grund sollte man JEDEM empfehlen, sich auch die gedruckte Version (kostenlos) bei einer Zentrale für politische Bildung zu bestellen. Die Väter dieser Übergangsverfassung haben es seinerzeit sogar geschafft, ein auch für Normalbürger lesbares Werk zu schaffen. Etwas schmökern in diesem Grundsatzpapier FÜR DEUTSCHLAND könnte manche Erkenntnis bringen und zugleich Verständnis für manche Diskussion in den Medien.
« Letzte Änderung: 26.12.11, 16:32 von TWMueller »
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Allein, was nutzt die ganze Logik und alle technischen Erkenntnisse?

Dieses Thema diente und dient mir dazu, die ungefähre Größenordnung festzustellen, welche Ausmaße die Abkassiererei auf Kosten der Allgemeinheit (Mieter und Eigentümer) für (technisch bedingte) nutzlose "Überprüfungsarbeiten" hat, die auch ab 2013 Bedeutung hat; also mal außerhalb der jetzigen unseriösen KÜO-Arbeitszeitwerte, die bis Ende 2012 gelten.

Eventuelle Gerichtsurteile, die lediglich an rechtlichen Organisationsformen (Zwitter-Status Behörde/Handwerker, Bund/Länder-Zuständigkeit etc.) der Schornsteinfeger zweifeln, helfen meines Erachtens nicht, den vorgeschriebenen und oft nutzlosen Arbeitsumfang und die Abkassiererei zu verringern. Wenn die Abkassiererei aufgrund von höchster Gerichte in der bisherigen Organisationsform nicht mehr möglich sein sollte, dann richtet das Lobby-System der Schornsteinfeger eben einen anderen rechtlichen Rahmen ein, damit die Abkassiererei besonders auch bei den nutzlosen "Überprüfungs"arbeiten auch nach 2012 weiterlaufen kann, unabhängig davon, ob diese nun von Bezirks- oder von anderen Schornsteinfegern durchgeführt werden müssen.

Zumindest solange, bis eine klare gesetzliche Verpflichtung geschaffen wird, dass der Arbeitsumfang ausschließlich nach sachlichen und objektiven technischen Analysen bestimmt wird und daß die Arbeitszeitwerte im jeweiligen Gebührenverzeichnis (bis 2012/ab 2013 für bestimmte Tätigkeiten) ebenfalls nach unabhängigen, objektiven, d.h. realistischen Maßstäben zu bemessen sind und das auch tatsächlich so durchgeführt wird.

Themen der rechtlichen Organisationsformen (Zwitter-Status, Bund/Länder-Zuständigkeit etc.) haben deshalb für mich jedenfalls nicht die oberste Priorität.
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Um keine falschen Eindruck aufkommen zu lassen:
Es besteht weder ein Widerspruch noch eine Konkurrenz zwischen der Forderung nach einer verfassungsrechtlich korrekten Neugestaltung von Gesetzen und der berechtigten Forderung nach einer sachlich neutralen Neufassung der Sicherheitsanforderungen.

Sofern ICH mich vorrangig mit den rechtlichen Aspekten befasse, hat dies im Wesentlichen zwei Gründe. Zum Einen kenne ich mich im juristischen Bereich besser aus als bei den technischen Fragen und den zu einer zwingenden Beweisführung notwendigen Zusammenhängen und Normen. Zum Anderen stellt sich mir die rein pragmatische Frage, wie dieses völlig überholte System aum schnellsten und wirkungsvollsten zum Kippen gebracht werden kann. Und hier habe ich schlicht die Befürchtung, dass sachliche Überlegungen einfach übergangen werden und von Politik, Verwaltung und Justiz nicht hinreichend geprüft und gewürdigt werden.

Dies stellt jedoch in keinster Weise einen Widerspruch zu den angestellten Überlegungen betreffend der technisch aufgeworfenen Fragen dar. Im Gegenteil, gerade saubere technische Belege können hilfreiche, ja tragende Argumente sein, die das bisherige Mischsystem als rechtswidrig enttarnen.

Leider fehlt es an hinreichend konkreten Belegen und Beweisen, um überzogenen Forderungen wirkungsvoll entgegen treten zu können. Im Grunde liegt jedoch bereits hier das Problem. Die sogenannte "Beweislast" scheint im Schornsteinfegerwesen völlig umgedreht worden zu sein. Es ist nicht der Staat, der die Notwendigkeit gesetzgeberischer Eingriffe in die Freiheit und die Grundrechte der Bürger beweisen muss, es sind die Bürger, die gezwungen werden, die Unverhältnismäßigkeit staatlicher Vorgaben zu belegen.

Wird z.B. eine jährliche Kontrolle des Abgaswegs damit begründet, ein Vogelnest könne ja vielleicht den Schornstein verstopfen und hierdurch die Gefahr einer CO-Vergiftung schaffen, so fehlt es bereits an rein statistischen Angaben, wie häufig derartige Konstellationen überhaupt auftreten können. Erst recht fehlt es an einer schlüssigen Begründung, warum gerade eine Zufallskontrolle an einem beliebigen Tag im Jahr dieses Risiko relevant senken könnte. Was hindert denn ein Vogelpärchen, am Tag nach dem Schornsteinfegerbesuch mit dem Nestbau im Schornstein zu beginnen? Bis der Feger in nächsten Jahr wiederkommt, wäre bereits alles zu spät. Genau genommen bewirkt die ziemlich sinnlose Abgaswegeuntersuchung somit sogar etwas Schädliches. Der Betreiber wähnt sich in scheinbarer Sicherheit und glaubt aus seiner eigenen Verantwortung entlassen worden zu sein. Er verläßt sich auf den Feger und übersieht, dass er 365 Tage im Jahr selbst verantwortlich ist. Er wird aber auch davon abgehalten, vielleicht zu erkennen, dass ein einfaches Vogelgitter oben auf dem Schornstein wirkungsvoller wäre, als jeder Scheinkontrolle eines Bezirksaufsehers.

Und völlig ausgeblendet wird im Übrigen, dass die meisten Risiken heute nicht mehr von Rußablagerungen, sondern von den technischen Anlagen selbst ausgehen. Für Heizungsanlagen aber ist der Schornsteinfeger weder zuständig, noch hinreichend ausgebildet.

Und letztendlich treffen technische Sicherheitsaspekte und rechtliche Überlegungen wieder zusammen. Es ist nicht Aufgabe staatlicher Stellen jedes noch so kleine Risiko des Lebens durch reglementierende Gesetze zu eliminieren. In einem freiheitlichen Gemeinwesen bedarf es vielmehr eines belegbaren erhöhten Risikos auch für Dritte, um Eingriffe in die Rechte des Individuums rechtfertigen zu können. Der Staat ist hierbei in der Beweispflicht. Und er muss auch belegen, dass die gewählte gesetzliche Regelung wirksam und angemessen ist. Würde man die Forderungen der KÜO auch nur halbwegs unvoreingenommen dahingehend überprüfen, es bliebe nicht mehr viel an gesetzlichen Vorschriften übrig. Leider gehen dem Gesetz- und Verordnungsgeber jedoch die Wirtschaftsinteressen der Schornsteinfeger vor sachliche Überlegungen und Rechte der Bürger.

Es ist somit keine Frage "Recht oder Technik",
es ist die Forderung "RECHT UND TECHNIK".
Thomas W. Müller
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