Autor Thema: Wie viele Schornsteinfeger braucht das Land?  (Gelesen 2447 mal)

Gerd aus Strausberg

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Angeblich freuten sich die Feger auf ihre Zukunft ab 2013. „Bisher waren die Schornsteinfegerbetriebe von den Gebühren abhängig. Wir hatten eine gesicherte Unterbezahlung", so Knaup, Obermeister und Geschäftsführer der Schornsteinfegerinnung für den Regierungsbezirk Arnsberg . Nach dem neuen Gesetz werden die hoheitlichen Aufgaben auf etwa 20 Prozent reduziert, so dass mehr Raum für andere Dienstleistungen bleibt. Wir werden durch die Qualität, die wir bringen mehr Geld verdienen können", ist sich Knaup sicher. Er meint die qualitativ hohe Scheindienstleistung! Was ist der Unterschied zwischen einer schlechten und einer hochwertigen Scheindienstleistung?

Schornsteinfeger, ein Beruf aus vergangenen Tagen, der seine Zukunft längst hinter sich gelassen hat. Was treiben sie da, die Schornsteinfeger, wenn sie, es sind nahezu 20.000 an der Zahl in Deutschland, durch die Häuser ziehen? Einige wenige, es sind nur noch 10%, werden benötigt, um Schornsteine zu fegen, also die klassischen Arbeiten ihrer Zunft auszuführen. Das hat der Landesinnungsmeister des LIV und Obermeister der Schornsteinfegerinnung Berlin Werner Christ in einem öffentlichen Forum in Berlin in der Klingenberg Oberschule im Stadtteil Biesdorf/Süd selbst bestätigt.

Das sind statt 20.000 Feger nur noch 2.000, die Arbeit hätten, wenn man vorerst voraussetzt, dass nicht ein Bürger seine Kehrarbeiten selbst durchführen möchte. Für die Berufsgruppe selbst natürlich eine erschreckend existenzgefährdende Zahl. Würden die Scheindienstleistungen, die sich die Schornsteinfeger mit Hilfe des Staates unter Einsatz der Waffe „Brandschutz, Gesundheitsschutz, Umweltschutz“ selbst verordnet haben, wegfallen, jeweils neun von zehn Schornsteinfegern verlören augenblicklich ihren geliebten Scheinarbeitsplatz.

Die jetzigen Aufgaben für Schornsteinfeger liegen einzig und allein in deren Selbsterhalt, grundiert durch sinnlose Tätigkeiten. So hat man es geschafft, den Gesetzgeber, dank einer schlagstarken Lobby, dazu zu nötigen, per Gesetz Messungen an Gas- und Ölheizungen zu verordnen, deren Sinnlosigkeit kaum zu überbieten ist. Die Messung, die der Heizungsfachmann schon längst ausgeführt hat und, wenn der Staat es so will, in eine Datenbank übertragen wird, die dann irgendwann gelöscht aber vorher dem Steuerzahler noch unnötige Kosten für deren Anlegung und Pflege verursacht hat,  die überträgt man zum Erhalt einer abgetakelten Berufsgruppe den Schornsteinfegern, so dass sie 90% ihrer jetzigen Scheintätigkeiten darauf stützen können, so wie es der Landesinnungsmeister des LIV und Obermeister der SF-Innung Berlin Werner Christ selbst gesagt hat.

Die zuvor versprochene Freigabe, dass auch die Messungen der Heizungsfirmen anerkannt werden, wurde schnell und heimlich noch torpediert und derartig erschwert, so dass sie keine Heizungsfirma machen kann.