Autor Thema: Schornsteinfeger, Lügen und nichts als Lügen  (Gelesen 47383 mal)

Zahlender

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Re: Schornsteinfeger, Lügen und nichts als Lügen
« Antwort #30 am: 13.10.12, 15:39 »
Ich erfahre gerade (habe im Schornsteinfegerforum beim Herrn Hardelt gestöbert), das ein Schornsteinfegergeselle keine Feuerstättenschau machen darf, das soll wohl immer der Chef persönlich machen. Hier bei uns ist das aber so üblich, dass der Geselle diese Tätigkeit ausführt. Bei mir war erst eine Feuerstättenschau, die hat der Geselle gemacht. Das es eine Feuerstättenschau war, habe ich aber auch erst aus der Rechnung ersehen können. Er hat auch nichts anderes gemacht, wie sonst auch immer, nur das die Rechnung höher ausfiel als sonst, da der Punkt "Feuerstättenschau" noch dazukam.
 
Selbst als die Heizungsfirma die neue Brennwertheizung eingebaut hatte, kam eine Rechnung für die Abnahme, was sicherlich gesetzlich auch so verankert ist. Ich habe dann die Handwerker gefragt, wann der Schornsteinfeger da war, die hatten aber keinen gesehen. Da bereits der komplette Zaun und die Torwege vorhanden waren, kann er auch nicht am Abend gekommen sein, er hätte sonst über den Zaun steigen müssen. Der Heizungsmonteur, der die letzten Elektroarbeiten erledigte, die Firma macht Sanitär, Heizung und Elektro, sagte, dass macht der immer so, wenn der Chef sagt das alles in Ordnung ist, kommt der garnicht erst. Er hat also volles Vertrauen zu der Heizungsbaufirma, ist ja auch nicht schleht. Nun ja, die Rechnung hat er wenigstens selbst geschrieben.
 
Auf meine Frage in diesem Jahr, ob dann die Heizungsfirma auch die Schornsteinfegerarbeiten ab 2013 mit erledigen würde dann auch die Antwort, deren Sinn ich jetzt verstehe: Das können wir nicht machen, dann geht das gute Verhältnis zum Bezirksschornsteinfeger in die Binsen...
 
Damit sind alle Unklarheiten beseitigt.

Roman Heit

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Re: Schornsteinfeger, Lügen und nichts als Lügen
« Antwort #31 am: 13.10.12, 18:35 »
Hallo ,

würden Sie das auch in eine Fernsehkamera sagen?

Kontakt unter

http://www.freieschornsteinfegerwahl.de/


Zahlender

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Re: Schornsteinfeger, Lügen und nichts als Lügen
« Antwort #32 am: 13.10.12, 20:35 »
Hallo ,

würden Sie das auch in eine Fernsehkamera sagen?

Kontakt unter

http://www.freieschornsteinfegerwahl.de/

Lieber OldFegerhand, man muss Sie einfach mögen...
... aber das wäre das AUS für meine Heizung, nicht das man Sie mag, sondern das in eine Fernsehkamera zu sagen oder in irgend einer Form in der Presse zu veröffendlichen. Auch der Umzug in ein anderes Bundesland würde nicht genügen, die Lobby hält sicherlich zusammen. Solange es noch die Kehrbezirke gibt und deren Besitzer, sind Kritiken dieser Art nicht möglich bzw. nur, wenn ich oder der Kritiküber finanziell so gut besattelt sind, um das durchzustehen, zum Beispiel durch den Einbau einer Elektroheizung.

Aber wissen Sie, ob nicht morgen der Schornsteinfeger den Elektrosmog an dieser Heizung messen darf oder den Wirkungsgrad? Dann geht es dem Kritikübenden so wie im Märchen der Hase und der Igel und der Schornsteinfeger sagt "ich bin schon da"!

Roman Heit

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Re: Schornsteinfeger, Lügen und nichts als Lügen
« Antwort #33 am: 13.10.12, 23:23 »
@Zahlender

ich hab doch auch keine Angst-nur Mut ich bin bei Ihnen!  ;D

TWMueller

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Re: Schornsteinfeger, Lügen und nichts als Lügen
« Antwort #34 am: 14.10.12, 22:09 »
Wnn man die letzte Aussage so liest, kommt man schon ins Grübeln, ob hier wirklich DEUTSCHLAND ist. Kuschen die Bürger aus Angst vor der Willkür eines Bezirksfürsten wirklich vor dem Unrechtssystem der BEZIRKS-Schornsteinfeger?

Es mag nicht jedermanns Sache sein, im Fernsehen aufzutreten. Aber Recht sollte Recht bleiben (oder wieder werden).

Wenn eine Feuerstättenschau diurch den "bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger" durchzuführen ist, so mag diese gesetzliche Regelung zwar Gegenstand eines JURISTISCHEN Verfahren sein, aber sie ist in keinem Fall ein Freibrief, dass der BEZIRKSVERWALTER bequem vom Schreibtisch aus den Gesellen machen läßt. Wenn der BEZIRKSSCHORNSTEINFEGER nicht persönlich vor Ort war, wurde rechtlich gar KEINE Feuerstättenschau durchgeführt. Eine NICHT erbrachte Leistung darf dann jedoch auch NICHT in Rechnung gestellt werden. Ggf. ist hier sogar der Straftatbestand des § 352 StGB "Gebührenüberhebung" erfüllt.

Wenn schon kein öffentlicher Protest im Fernsehen, so wäre doch zumindest eine klare DIENSTAUFSICHTSBESCHWERDE angeraten. Wenn sich jedoch niemand traut, mal "STOP" zu sagen und sich gegen das Gemauschel der Bezirksfürsten zu wehren, wird Deutschland zumindest in diesem Bereich wohl langsam süditalienische Provinz mit Teilregierung der MAFIA.

Thomas W. Müller
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Re: Schornsteinfeger, Lügen und nichts als Lügen
« Antwort #35 am: 31.10.12, 12:09 »
In einem Schornsteinfegerforum gefunden:

@kleiner Bruder
„Ich schaffe zur Zeit in einem Landkehrbezirk mit vielen
Festbrennstoff-Anlagen …
… Im Stadtkehrbezirk schaffe ich mit gut angemeldeter Vorarbeit ca. 30-40 Messungen/Überprüfungen am Tag. Man kann das, wie ihr alle wisst, nicht pauschalisieren. Es kommt auch auf die eigenen Kondition und vor allem Motivation an.
Weshalb hier so ein riesen Geheimnis daraus gemacht wird, ist mir schleierhaft.“

Ist doch ganz interessant. Wenn "kleiner Bruder" in acht Stunden, das sind 480 Minuten, 40 Messungen/Überprüfungen schafft, dann benötigt er für eine solche Tätigkeit 12 Minuten und das mit Wegezeit, da kann er nicht mehr als fünf bis sieben Minuten pro Heizung benötigen! Dafür kassiert der Chef dann mehr als 50 Euro, das ist eine Schande! Hat er in dieser Zeit eine Heizung überprüft? Wohl nicht, er hat den Heizungsbetreiber betrogen, er hat einen Stundenlohn von mehr als 250 Euro kassiert und da ist die Fahrzeit und seine Pausenzeit schon mit eingerechnet. Er hat somit den Heizungsbetreiber beklaut. Er hat ihn belogen, indem er ihm vorgespielt hat, dass seine Anlage in Ordnung sei, das kann er nach gut fünf Minuten aber nicht wissen kann. Er hinterlässt den Bürger im Irrglauben, dass er die Anlage überprüft hat! Er ist ein gefährlicher Mann, der Schornsteinfeger! Er tut genau das Gegenteil, von dem, was seine Aufgabe ist! Das ist eine Schande und ein Verbrechen!

Quelle:
http://www.schornsteinfegerforum.de/thread.php?postid=11948#post11948

GR

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    • Bei moderner Heiztechnik sind Schornsteinfeger/Kaminkehrer überflüssig; Schornsteinfeger-Kosten oft nutzlos und teuer
Re: Schornsteinfeger, Lügen und nichts als Lügen
« Antwort #36 am: 31.10.12, 17:29 »
Schornsteinfeger können gar keine neuzeitlichen Heizungen überprüfen. Die Brand- und Betriebssicherheit beruht nicht auf Schornsteinfeger-Messung und Sichtprüfung, sondern auf den technischen Sicherheitsstandard moderner Feuerungsanlagen, die zudem bei Normabweichungen automatisch abschalten.

Schornsteinfeger sind für die Prüfung dieser sicherheitstechnischen Einrichtungen bei moderner Heiztechnik nicht ausgebildet, ausgerüstet und auch nicht zuständig. Die Behauptungen der Schornsteinfeger, daß diese für Brandschutz, Betriebssicherheit und Umweltschutz sorgen würden, sind hier nicht nachweisbar.
(siehe auch http://www.monopole.de/Heiztechnik-Schornsteinfeger-Kaminkehrer-ueberfluessig.html )
(Edit: Link-Aktualisierung)
« Letzte Änderung: 21.01.13, 22:36 von Datko »
Bei moderner Heiztechnik sind Kaminkehrer/Schornsteinfeger überflüssig. Einschränkungen des Grundrechts auf Unverletzlichkeit der Wohnung sind deshalb nicht mehr zulässig. Die betreffenden gesetzlichen Vorschriften sollten grundlegend entrümpelt und an die technische Entwicklung angepasst werden!

Gerd aus Strausberg

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Re: Schornsteinfeger, Lügen und nichts als Lügen
« Antwort #37 am: 13.11.12, 10:47 »
Schornsteinfeger in Essen vor dem Kampf um Kamine

Bezirksinhaber Kahlert musste seinen knapp 3.000 Kunden im Kehrbezirk 15 einen so genannten
Feuerstättenbescheid ausstellen, beklagt er sich in der WAZ.

„Meine Portokosten sind explodiert“, jammert er. Da kann mir doch dieses schlimme Schicksal der Bezirksinhaber die Tränen in de Augen treiben.

Wenn er 3.000 Feuerstättenbescheide verschickt und er das teilweise in Verbindung mit Rechnungen macht, die Kosten nicht ganz so hoch sind, aber sehen wir darüber hinweg. Selbst wenn er nicht einen günstigeren Portopreis aushandeln konnte, bei dieser Anzahl von Briefen, dann kommt er auf 3.000 mal 0,55 € und das sind 1.650 € für Porto. Der arme Kerl, sehr sehr traurig.  :'(

Er verschweigt aber, dass er auch für 3.000 mal ca. 10 € eine Rechnung verschickt, für die Ausstellung dieses Blattes und dabei 30.000 € kassiert und das zusätzlich zu seinen sonstigen Einnahmen! Da hat er dann trotzdem noch 28.350 € plus gemacht.
  :o

Der muss doch denken, alle sind blöd, wenn er das in er Presse so verbreitet.  ::)

Quellenangabe:
http://www.derwesten.de/staedte/essen/schornsteinfeger-in-essen-vor-dem-kampf-um-kamine-id7210455.html

Gerd aus Strausberg

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Re: Schornsteinfeger, Lügen und nichts als Lügen
« Antwort #38 am: 27.11.12, 20:05 »
Gelesen in einem Schornsteinfegerforum:

„Zwar führt der Schornsteinfeger bei seinen Überprüfungen auch eine Messung durch, er tut aber noch viel mehr…

Er kontrolliert … das Verbindungsstück sauber ist und reinigt es…
Er überprüft die Abgasleitung … und reinigt sie...
Er überprüft, ob die Anlage ausreichend mit Verbrennungsluft versorgt wird…
Er informiert den Betreiber ggf. über anstehende gesetzliche Veränderungen…
Er überprüft, ob Brandschutzvorschriften eingehalten sind...
Er betrachtet die Feuerungsanlage ganzheitlich mit all ihren Komponenten und nicht nur die Therme oder den Kessel…“

„… Die eigentliche Aufgabe des Wartungstechnikers ist es, die Therme zu warten und richtig einzustellen. Abschließend macht er eine Messung, um das Ergebnis seiner Arbeit zu kontrollieren…
Der Schornsteinfeger überprüft die gesamte Feuerungsanlage auf Betriebs- und Brandsicherheit. Dazu gehört als ein Hilfsmittel eine Messung…“
 
Das macht er alles in fünf bis zehn Minuten, wie kann er das? Wird die Antwort nicht gleich akzeptiert sondern nochmals hinterfragt, dann ist man in diesem Schornsteinfegerforum „ … ein Arschloch…“ oder ein „… Querulant, von denen es in jedem Kehrbezirk ein paar Stück gibt…“. Mit Stück bezeichnen sie die Heizungsbetreiber, das sind aber in Wirklichkeit die, die Ihnen ihren Lebensunterhalt finanzieren.

„… Unabhängig davon, ist es ab 2013 allerdings grundsätzlich möglich, dass die Fachkraft, die die Wartung ausführt, auch die vorgeschriebenen Schornsteinfegertätigkeiten mit ausführt…“, schreibt ein Schornsteinfeger. „…  dann muss diese Fachkraft allerdings eine entsprechende Zusatzausbildung zu den Schornsteinfegertätigkeiten gemacht haben, sie ist also gleichzeitig Heizungstechniker und Schornsteinfeger…“

Das verstehe ich so: Der Bockwurstverkäufer auf dem Weihnachtsmarkt erwärmt Bockwürste und verkauft sie. Der Konditor/Bäcker macht Torten, Brötchen, Kuchen, der Fleischer macht die Würste, Schinken, Schnitzel, Spezialitäten… , er kann natürlich auch Bockwürste erhitzen und verkaufen, dann benötigt er aber eine Zusatzausbildung als Bockwursterhitzer und muss damit in die Handwerksrolle eingetragen sein, ist also gleichzeitig Konditor oder Fleischer und Bockwursterhitzer!

Ein Heizungsbetreiber antwortet:

„… Wenn ich aber die Messergebnisse mit denen vom Schornsteinfeger vergleiche, welche in seinem Prüfbericht stehen, ist die vom Kundendienst viel umfangreicher als die vom Schornsteinfeger…“

Typische Schornsteinfegerantwort:

„… Hallo, diese Messung ist nicht anspruchsvoller sie ist echt Schwachsinn!“, er meint damit die vom Kundendienst.

Gerd aus Strausberg

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Re: Schornsteinfeger, Lügen und nichts als Lügen
« Antwort #39 am: 28.11.12, 23:50 »
Das Rundumsicherheitspaket durch Ihren Bezirksmeister!

Wenn Sie den Verwaltungsaufwand rund um die Schornsteinscheinfegertätigkeiten scheuen, ist es am einfachsten, wenn Sie bei ihrem jetzigen Bezirksschornsteinfeger bleiben. Dann läuft alles weiter wie bisher, ohne dass Sie sich um Termine und den Verwaltungsaufwand kümmern müssen. Er kommt und kontrolliert Ihre Gas/Ölheizung nicht, wie soll er das auch in weniger als zehn Minuten tun, zumindest tut er aber so und das suggeriert Ihnen ein wohliges Gefühl der Sicherheit.

Ihr Bezirksschornsteinfeger nimmt Ihnen die pünktliche Durchführung der vorgeschriebenen Schornsteinfegerarbeiten ab, indem er sie wie bisher nicht durchführt, bestätigt aber deren Durchführung. Natürlich benötigen Sie zunächst einen Feuerstättenbescheid, den Ihnen Ihr Bezirksschornsteinfeger ausstellt. In diesem Bescheid führt er, natürlich kostenpflichtig, alle Arbeiten an, die er anschließend zwar nicht durchführt, Ihnen aber in Rechnung stellt. Er kontrolliert auch alles das, was er nicht gemacht hat und was ohnehin unsinnig wäre selbst und bescheinigt die nicht erfolgte Ausführung. Er bietet also ein Rundumsicherheitspaket an!

« Letzte Änderung: 28.11.12, 23:52 von Gerd aus Strausberg »

TWMueller

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Re: Schornsteinfeger, Lügen und nichts als Lügen
« Antwort #40 am: 29.11.12, 21:06 »
Vielleicht sollte man zusätzlich vor Weihnachten den Schornsteinfeger noch mal extra bestellen, um die Verkehrssicherheit des Kamins sicherzustellen.
Man will doch nicht riskieren, dass der Weihnachtsmann beim Bringen der Geschenke womöglich in einem schmutzigen Schornstein steckenbleibt.
Könnte auch gefährlich werden. Verstopft der Weihnachtsmann den Abzug, könnte die Feiergesellschaft an CO-Vergiftung unter dem Christbaum dahinscheiden.
Und wer füttert dann die Rentiere, die samt Schlitten auf dem Dach warten, dass ihr Boss vielleicht doch noch aus dem Kamin frei kommt?

Also: Denkt an den Weihnachtsmann, sorgt für verkehrssichere Kamine ;-)
Thomas W. Müller
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Tywinus

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Re: Schornsteinfeger, Lügen und nichts als Lügen
« Antwort #41 am: 11.10.13, 18:45 »
Was passiert denn eigentlich wenn man als Einfamilienhausbesitzer den Besuch des Kaminkehrers ablehnt? Kriegt man dann Ärger mit den Behörden? Ich bin nämlich auch der Meinung das die Wartung des Gasbrennanlage durch eine Heizungsfirma nötig ist, der Kaminkehrer nur 'Beschau' macht.
Irgendwie trau ich mich aber nicht die jährlichen Besuche abzulehnen, vielleicht hat jemand da einen Tip  8).
Tywinus

Gerd aus Strausberg

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Re: Schornsteinfeger, Lügen und nichts als Lügen
« Antwort #42 am: 25.10.13, 22:34 »
Was passiert denn eigentlich wenn man als Einfamilienhausbesitzer den Besuch des Kaminkehrers ablehnt? Kriegt man dann Ärger mit den Behörden? Ich bin nämlich auch der Meinung das die Wartung des Gasbrennanlage durch eine Heizungsfirma nötig ist, der Kaminkehrer nur 'Beschau' macht.
Irgendwie trau ich mich aber nicht die jährlichen Besuche abzulehnen, vielleicht hat jemand da einen Tip  8).
Tywinus
Es gibt keinen Tipp. Die Besuche des Bezirksschornsteinfegers innerhalb seines Kehrbezirks waren legal, das heißt, sie wurden vom Gesetzgeber nicht nur unterstützt, sondern auch drastisch durchgesetzt. Weigerte sich ein Heizungsbetreiber den Kehrbezirksinhaber in´s Haus zu lassen, wurde das mit Polizeigewalt, Ordnungsamt, drastischen Geldstrafen, Schlüsseldienst oder Feuerwehr durchgesetzt. Es war halt ein Gesetzt und der Staat wollte sich durchsetzen. Man stelle sich vor, ein Bürger kommt damit durch, er lässt den Bezirksinhaber nicht in´s Haus und es passiert nicht´s. Das würde sich sehr schnell rumsprechen und die Zahl der Schornsteinfegerverweigerer stiege lawinenartig an. Das wäre der Tot der Schornsteinfegermafia. Es ist schon einzusehen, dass sich der Staat das nicht leisten kann.

Verständlich, der Staat muss seine selbst erstellten Gesetze durchsetzen, auch wenn sie sinnlos sind. Macht er das nicht, klaut morgen jeder im Supermarkt einen Lutscher oder fährt mit seinem Auto mit 100 km/h durch die Orte und das alles ohne Bestrafung. Die Durchsetzung der Gesetze ist richtig und wichtig.

Die Durchsetzung der Schornsteinfegertätigkeiten ist sicherlich nicht wichtig, zumindest nicht für den Normalbürger und dieser macht nun einmal die Masse des Staates aus. Eine Minderheit, die Schornsteinfeger, haben es geschafft, ihre Vorstellungen durchzusetzen und zum Gesetz zu machen. Die Lobby der Feger ist stark, sehr stark. Man diktiert dem Staat, dem Gesetzgeber den Gesetzestext und das immer zu Gunsten der Feger.

Aber warum ist das so? Wie konnten die Schornsteinfeger diese unglaubliche Machtfülle erreichen? Was privilegiert gerade diese Gruppe, das der Gesetzgeber uneingeschränkt alles duldet und in Gesetzestext umsetzt, was diese, eher geistig minder bemittelte Berufsgruppe, fordert? Sie haben eine Spitze, die eigentliche Mafia, das sind die Funktionäre innerhalb ihrer Innung, ihre geistige Elite. Die kassieren natürlich kräftig ab, ohne sich um die Schmutzarbeiten zu kümmern. Ihre Aufgabe ist es, so viel wie nur möglich bei der Gesetzeserstellung für die Feger rauszuholen, diese danken es ihnen, indem sie einen nicht unerheblichen Beitrag an die Innungen zahlen. Diese Zahlungen fließen wiederum in die Kostenkalkulationen der Feger ein und der Bürger zahlt sie. Das kann man immer höher so treiben. Schornsteinfeger biedern sich an. Erscheint irgendwo ein Politiker und eine Kamera der Presse, macht Fotos, so müssen immer möglichst viele Schornsteinfeger unaufgefordert ihren Zylinderkopf in´s Bild schieben. Da man alles dem Bürger auflastet, kann man beliebig auf Kosten des Bürgers auch Spenden an die Politik verteilen. Man hat es geschafft, es ist ein unendlicher Kreislauf. Der Bürger zahlt per Gesetz und der Feger verteilt es weiter an die Politiker, an die Parteien, an die Gesetzgeber – der Kreislauf ist geschlossen und nahezu perfekt, zum Nachteil aller Heizungsbetreiber.

Es erscheint eigenartig. Ich denke, es zählt das Prinzip, „wer es einmal geschafft hat, etwas zu verkaufen oder gar durchzusetzen, der profitiert und Generationen nach ihm auch noch lange oder immer davon, es darf nur kein unerwartetes Ereignis diese Regel unterbrechen. Dieses Ereignis hätte die Wende im Schornsteinfegergesetz ab 2013 sein können, aber man hat es wieder einmal geschafft, das Schreckgespenst der freien Marktwirtschaft für die Feger abzuwenden. Das ganze Dilemma begann im dritten Reich. Heinrich Himmler benötigte eine Berufsgruppe, die er per Gesetz in alle Häuser schicken konnte, die alle Räumlichkeiten durchsuchen durften. Eigentlich ging es gar nicht um die Brandsicherheit, das war nur ein willkommener Vorwand. Man wollte eine Berufsgruppe finden, die willens war, in den Häusern aller Bürger nach Kommunisten, Juden und anders Denkende zu suchen. Da waren die Schornsteinfeger gerade richtig. Sie dankten es ihm mit Unterwürfigkeit und schickten viele in die KZ´s und damit in den sicheren Tot.

Das war Schornsteinfegermoral anno 1940. Natürlich kann man die heutigen Feger dafür nicht mehr verantwortlich machen, aber sie profitieren zumindest davon. Ihr ganzes Kartenhaus, ihre Privilegien, das unsinnige Schornsteinfegergesetz, die Ausplünderung der Bürger durch die Schornsteinfegermafia, baut sich auf das von Heinrich Himmler erlassene Gesetz zu Gunsten der Feger auf. Das ist wohl unbestreitbar. Nach dem Zusammenbruch des dritten Reichs wurde das Schornsteinfegergesetz fast unverändert übernommen. Ach ja, einen Passus musste man streichen, nämlich den, das Juden keinen Kehrbezirk bekommen dürfen. Das war ja nach 1945 auch nicht mehr notwendig, denn die Feger mussten ja auch keine Kommunisten, Juden und anders Denkende mehr aufstöbern. Nun konnten auch Kommunisten und Rechte als Kehrbezirksinhaber ihr Unwesen treiben.


Nun aber zu der eigentlichen Frage:

@Tywinus;
„Was passiert denn eigentlich wenn man als Einfamilienhausbesitzer den Besuch des Kaminkehrers ablehnt? Kriegt man dann Ärger mit den Behörden? Ich bin nämlich auch der Meinung, dass die Wartung der Gasbrennanlage durch eine Heizungsfirma nötig ist, der Kaminkehrer nur 'Beschau' macht. Irgendwie trau ich mich aber nicht die jährlichen Besuche abzulehnen, vielleicht hat jemand da einen Tip  8). Tywinus“

Ablehnen? Der Ärger wird fürchterlich sein. Klar, der macht nur „Beschau“, habe ich vor wenigen Wochen bei mir miterlebt. Er schaut auf das geschlossene Gehäuse meiner Brennwertheizung, die Wartung und die vorgeschriebenen Fegertätigkeiten hat mein Heizungsmonteur mit erledigt, er überprüft die Gerätenummer und er weiß nicht so recht was er machen soll, wenn man danebensteht und ihm auf die Finger schaut. Es ist nichts zu tun, er ist nach dreißig Sekunden fertig und dann wird es für ihn peinlich. Dann will er auch ganz schnell weg und dann kommt die Rechnung, etwa 50 €. Würde sich das meine Autowerkstatt leisten, sie wäre lange pleite, wegen Mangel an Kunden, denn das bekommt ja wohl der Beschränkteste mit, dass hier etwas nicht stimmt.

Sie müssen diese Krake Bezirksschornsteinfeger seine Feuerstättenschau durchziehen lassen, Sie müssen das bezahlen und auch den Feuerstättenbescheid, so sinnlos er Ihnen auch vorkommt, ebenfalls bezahlen, aber überprüfen Sie die Rechnung, denn es wird drastisch geschummelt, wenn Sie einen freien Feger oder eine Wartungsfirma für die nicht hoheitlichen Tätigkeiten bestellen. Da kommt schon einmal der Rachegedanke durch, denn der Bezirksinhaber betrachtet noch immer in seinem Bezirk den Heizungsbetreiber als „seinen“ Kehrgebührpflichtigen, der ihm gefälligst auch die nun mittlerweile freien Tätigkeiten durchführen lassen muss.

« Letzte Änderung: 27.10.13, 13:07 von Gerd aus Strausberg »

regro

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Re: Schornsteinfeger, Lügen und nichts als Lügen
« Antwort #43 am: 25.10.13, 22:44 »
Zumindest würde ich raten, für die Feuerstättenschau und den Bescheid danach nichts zu zahlen, da es keine Rechtsgrundlage dafür gibt.
§6 KÜO legt zwar fest, das dafür Gebühren erhoben werden dürfen, welche in Anlage 3 der KÜO stehen.
Gleichzeitig sagt aber §8 KÜO das der §3 KÜO seit 31.12.12 ausser Kraft ist. Somit gibt es keine Rechtsgrundlage und der bBSM muss seine FSS kostenlos machen.

TWMueller

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Re: Schornsteinfeger, Lügen und nichts als Lügen
« Antwort #44 am: 27.10.13, 20:33 »
Das Hauptproblem ist jedoch, dass sich die Bürger mühsam gegen ein SONDER-Gesetz zur Wehr setzen müssen. Und dies nicht nur einfach per Widerspruch, sondern mit erheblichem Kostenrisiko durch MEHRERE Gerichtsinstanzen. Nur so ist ja auch erklärbar, warum die GRUNDSÄTZLICHEN verfassungsrechtlichen Fragen bis heute noch nicht bis zum VERFASSUNGSGERICHT vorgedrungen sind.

Dass Pflichten für Gebäudeeigentümer NICHTS mit einem "Berufsrecht der Schornsteinfeger" zu tun haben, ist zwar offensichtlich, allein, es fehlt EIN Richter, der auch bereit ist, mal gegen den Strom zu schwimmen und der diese Frage nach Art. 100 (1) GG dem Bundesverfassungsgericht vorlegt. Schaut man ins Grundgesetz (Artikel 70 bis 74) stellt JEDER, der lesen kann, leicht fest, dass für das BAURECHT, den BRANDSCHUTZ oder eine ANLAGEN-SICHERHEIT eigentlich die Bundes-LÄNDER zuständig sind. Der BUND darf folglich gar kein Gesetz erlassen, um die "Sicherheit von Feuerstätten" zu regeln. Nur, lesen können, ist das Eine, vor Gericht RECHT zu bekommen, leider etwas Anderes.

Es bedarf daher auch weiterhin des konstanten Widerstands gegen ein einmaliges SONDER-Gesetz. Hilfreich wäre es, wenn sich in jedem Bundesland mindestes EIN Bürger finden würde, der vielleicht mit einer RECHTSCHUTZVERSICHERUNG als Stütze den Gang durch die Gerichtsinstanzen antritt. Im Grunde braucht es in 16 Bundesländern nur EINEN Richter, der eine Vorlage zum Bundesverfassungsgericht erarbeitet. Es gibt so viele Argumente, die GEGEN die Verfassungsmäßigkeit des SchfHwG und der KÜO sprechen, dass diese ein Verfahren vor dem BVerfG niemals überstehen können.

Es ist somit nicht die Frage, OB das Schornsteinfeger-SONDER-Recht fallen wird, es ist lediglich die Frage WANN. Je konsequenter viele Hausbesitzer hierbei den Finger in eine der Wunden legen, die sich durch die UNSAUBERKEIT der Gesetzgebung ergeben, um so schneller wird der Damm des UNRECHTS brechen.
« Letzte Änderung: 27.10.13, 20:38 von TWMueller »
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