Autor Thema: Offener Brief an Herrn Michael Hilberer, MDL Piratenpartei  (Gelesen 4997 mal)

Monopolgegner

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Hallo Russfuzzigeschädigte (es werden ja immer mehr).

Ich lasse nix unversucht und unterrichte verschiedene Behörden von der Wundersamen Welt der Willkür der Schwarzkehrer, welche wir uns unterordnen sollten.

Heute gings an die Piratenpartei Saar. Mal sehen, was die reißen.

Hier die komplette E-Mail (einiges ist durch xxx gekennzeichnet):

Sehr geehrter Herr Hilberer,

ich wende mich an sie betreffend Schikane durch den Bezirksschornsteinfeger, in der Hoffnung dass die Piratenpartei hier tätig wird.

Kurz zu meiner Person:

Wohnhaft in xxxxxxxxx, Stadtteil xxxxxxxxxxx, Eigenheimbesitzer

Zum eigentlichen Vorfall:

Seit dem Jahr 2008 wurden die Schornsteinfegergesetze neu beschlossen und zum 01.01.2013 umgesetzt. Mit diesem Zeitpunkt darf jeder Eigenheimbesitzer seinen Schornsteinfeger frei wählen, steht aber in der Knute des zugeteilten Bezirksschornsteinfegers, welcher durch die Kreisbehörde beliehen wurde.

Mit meinem jetzigen Bezirksschornsteinfegermeister liege ich schon seit mehreren Jahren im Klinsch. Gründe sind hier zu ausufernd, sodass ich es auf das Nötigste beschränken möchte. Jedenfalls wählte ich mir für dieses Jahr einen am Markt frei tätigen Schornsteinfeger (Hier: Herr Hendle) um die Arbeiten nach Feuerstättenbescheid ausführen zu lassen. Selbstverständlich war alles in bester Ordnung an meiner Feuerstätte. Und selbstverständlich rechnete ich mir auch Schikanen durch den Bezirksschornsteinfegermeister bei der Feuerstättenbeschau aus. Doch es sollte schlimmer kommen. Anzumerken ist hier, dass der momentane Bezirksschornsteinfegermeister bis zum 06.10.2013 noch nie hier im Hause war.

Am 06.10.2013 betrat nun der Bezirksschornsteinfegermeister um 13.10 Uhr zum ersten Male mein Anwesen und schon gleich ging die Schnüffelei los. Er stürmte in meine Küche und wollte Fabrikat und Model meiner Dunstabzugshaube wissen. Das ich natürlich überrascht war, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Ich bat ihn höflichst aus der Küche und wies ihm den Raum, in welchem die zu betrachtende Feuerstätte stand. Er wusste ja auch nicht, wo das überhaupt war. Mit seinem Gesellen begann nun die Befragerei.

Auszug:

Der Bezirksschornsteinfegermeister musste seinen anwesenden und stummen Gesellen fragen, wo das Typenschild des Brenners der Kleinfeuerstätte sich befindet!
Der Bezirksschornsteinfegermeister musste seinen anwesenden stummen Gesellen fragen, wo sich das Typenschild der Kleinfeuerstätte sich befindet!
Der Bezirksschornsteinfegermeister musste mich fragen, wie die Zuluft gewährleistet ist!
Der Bezirksschornsteinfegermeister musste mich fragen, wo sich die Entnahmestelle des Kamins befand!
 
Alles in Allem ein trauriges Bild. Zudem nörgelte er diffuse Mängel an, welche doch in den vergangenen Jahren immer für I.O. befunden wurden. Dokumentarisch durch ihn.

Dazu muss erwähnt werden, dass die Feuerstätte im Jahre 1994 verbaut wurde und seither ihr Dasein fristet. Im Jahre 2003 kam eine Solarthermieanlage hinzu. Des Weiteren wurde im gleichen Jahr der Kamin vollständig saniert und vom vorherigen Bezirksschornsteinfegermeister abgenommen. Ohne Mängel versteht sich!

Die Feuerstättenschau war damit für mich erledigt, außerdem musste ich zu einem Arzttermin. Jedoch wollte sich der Bezirksschornsteinfegermeister noch alle Räume ansehen, durch welche der Kamin führte. Also einen Termin für den 08.10.2013 anberaumt.

Am 08.10.2013 untersagte ich ihm den Zutritt der Räumlichkeiten (ich hatte mich vorher etwas im Internet kundig gemacht) und verwies auf Artikel 13 GG. Weiterhin erklärte ich ihm, dass die Feuerstättenschau für mich abgeschlossen ist. Denn die eigentliche Feuerstätte wurde ja am 06.10.2013 durchgeführt. 2 Wochen vor der Feuerstättenschau war der Schornsteinfegermeister Herr Hendle bei mir und nahm u.a. alle betriebsrelevanten Verrohrungen Inaugenschein und stellte die Betriebssicherheit fest.

Jedoch wollte sich der Bezirksschornsteinfegermeister einen tapezierten Kamin anschauen. Was er dabei wohl sehen könnte, ließ er offen. Und auf die Frage ob er Röntgenaugen besitze, erfolgte nur gespieltes Grinsen. Wohl eher Schnüffelei in der Wohnung, wie 2 Tage vorher oder früher in der DDR durch die Stasi. Ich erklärte ihm noch, dass eine Inspektion des Kamines, wie er es sich vorstelle, nur mittels Kamera durchgeführt werden könnte. Die Betriebssicherheit jedoch 2 Wochen vorher durch den Schornsteinfegermeister Herr Hendle festgestellt wurde. Der Bezirksschornsteinfegermeister war dies jedoch egal. Er will und darf das. Basta!

Ich verstehe nun echt die Welt nicht mehr. Weiter kommt noch hinzu, dass der Bezirksschornsteinfegermeister mich dementsprechend bei der Kreisbehörde xxxxxxx anschwärzte, weil ich ihm den Zugang zu dem Kamin untersagte.

Das weiterhin vom Bezirksschornsteinfegermeister einiges im Unklaren ist, können sie an folgender E-Mail, welche ich hier drunter kopiere, ersehen. Machen sie sich bitte ein eigens Bild hiervon.

Gesendet von mir am 08.12.2013, 18:19 Uhr

Sehr geehrter Herr xxxxxxx von der Kreisbehörde xxxxx,
sehr geehrter Herr xxxxxxxx vom Ministerium für Umwelt,
sehr geehrte Kreisbehörde,
sehr geehrter Herr Hendle,

ich bitte sie das folgende Schreiben zu beachten und zur Kenntnis zu nehmen.

Im Voraus recht herzlichen Dank.

 
Sehr geehrter Herr Pickard.

Ich darf sie höflichst bitten, bei der Wahrheit zu bleiben und untersage ihnen hiermit mir ihre Aussage welche Sie selbst getroffen hatten, versuchen zuzuschieben. Zufälligerweise gibt es für ihre Aussage nämlich Zeugen. Und hierbei spreche ich nicht von ihrem Gesellen, welcher wahrscheinlich an diesem Tage Redeverbot hatte (denn ich kenn ihn ganz anders).

Stehen sie zu Ihrer Aussage, denn ansonsten bin ich gezwungen andere Wege zu finden ihnen ihr Verhalten etc. an betreffender Stelle darzulegen.

Des Weiteren grenzt es an eine schiere Unglaublichkeit, wenn sie es nach 2 Wochen noch nicht schafften, mir eine simple Kopie des Kehrbuches zukommen zu lassen. Allein schon der Ausdruck von Ihnen: “Ist in Bearbeitung“ lässt viel Raum für Spekulationen.

Sie scheinen zudem Gedächtnislücken betreffend unseres Haustürgespräches zu haben, welche ich ihnen hiermit nochmals in Erinnerung bringe:

Sie riefen den Schornscheinfegerinnungsmeister Herr xxxx am 08.10.2013 um ca. 13:27 Uhr an und hinterließen eine Nachricht auf dem AB/ Mailbox mit der Bitte um Rückruf. Binnen sehr kurzer Zeit (ich schätze mal unter einer Minute) rief Herr xxxxx sie zurück. Sie begrüßten ihn mit den Worten: Hallo Harald, wir kenne uns ja. Ich bin grad bei Herrn xxxx ... (ich vermeide einmal die Gesprächsfolge). Irgendwann befragte sie Herr xxxxxx : wann haste denn die letzte Feuerstättenschau durchgeführt?
 
Und nun Herr Pickard, GANZ GENAU LESEN:

 “Das ist schon ein paar Jahre her“ entgegneten Sie.

Diese Aussage trafen sie zu diesem Zeitpunkt (und dabei sahen sie mir in mein Gesicht), ohne Veränderung der Mimik und obwohl sie wussten, das sie noch nie hier im Hause waren geschweige denn eine Feuerstättenschau vor 2013 durchführten. Was wohl ihr guter Freund Herr xxxx von dieser bewussten Täuschung gegenüber ihm von Ihnen denkt? Ich kannte sie auch bis zum 06.10.2013 (bei diesem anberaumten Termin erfolgte die Inaugenscheinnahme der Feuerstätte) überhaupt nicht und ließ sie nur in mein Anwesen, weil der mir bekannte Geselle bei ihnen war.

Herr Pickard,- ich frage mich wirklich, wie tief bei ihnen die Messlatte für Unwahrheiten liegt.

Das die Gesprächsfolge anhand eines Einblickes in den EVN von Ihnen und Herrn xxxx nachvollziehbar erscheint, steht außer Frage.

 Infolgedessen erklärte Ich ihnen dann, das ich Rücksprache mit Herrn xxxx von der Kreisbehörde halten werde. Nach ihrer bereits dargelegten Aussage, welche ich nicht mehr hier erwähne, sagten sie mir noch folgenden Spruch: Ich bin 50 Jahre und ich werde mich auch nicht mehr ändern, Herr xxxx ! Auch das sie den von mir ihnen gegenüber namentlich benannten Schornsteinfeger Herr Hendle (welcher im Rahmen des Feuerstättenbescheides die Arbeiten ausführte) als “Kamerad“ zu bezeichnen und ihm schlechte Arbeit nachwerfen zu wollen, lässt ihre Menschlichkeit doch arg in Zweifel geraten.

Herr Hendle hat etwas, was sie Herr Pickard wohl nie besessen haben: er weiß wie er sich in einem fremden Haus und gegenüber Kunden zu verhalten und wie er seine Arbeiten ordnungsgemäß auszuführen hat.

Glauben sie mir Herr Pickard,- sie müssen sich vielleicht schneller verändern, wenn sie heute oder morgen selbst ihre Kunden suchen müssen.

In der Hoffnung, das sie alles verstanden haben und es vielleicht in 2013 noch schaffen mir das Angeforderte zukommen zu lassen.

Hochachtungsvoll

Michael xxxx

P.s.:Und wenn schon alles “In Bearbeitung ist“, könnten sie mir auch noch eine Kopie der Rechnungen der letzten 5 Jahre zukommen lassen.


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Von: Hans-Peter Pickard [mailto:xxxxxxxx@arcor.de]
Gesendet: Dienstag, 3. Dezember 2013 19:48
An: Michael xxxxx
Betreff: Anforderung eines Kehrbuchauszuges

 

Sehr geehrter Herr xxxxx,

Ihre Anforderung eines  Kehrbuchauszuges nach dem saarländischen Informationsfreiheitsgesetz  ist in Bearbeitung.

Bei dieser Gelegenheit weise ich darauf hin, dass ich zu keiner Zeit, auch nicht sinngemäß, wie in Ihrer email vom 18.11.2013 behauptet, gesagt habe: „Ach Herr xxxxx , was wollen Sie denn mit Herrn xxxx? Der hat ja sowieso keine Ahnung und glaubt dem, was ich ihm erzähle“.

Diese Behauptung entbehrt jeder Grundlage. Niemals habe ich mich in dieser Weise über Herrn xxxxxx geäußert. 

Mit freundlichen Grüßen

Hans Peter Pickard

 

Herr Hilberer, ich danke ihnen für die Aufmerksamkeit und die Zeit die sie sich nahmen und würde mich über eine Rückmeldung freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael xxxxx

 
« Letzte Änderung: 09.12.13, 11:45 von Monopolgegner »
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Monopolgegner

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Sodelle,- aufgrund meiner gestrigen E-Mail an Herrn Hilberer von der Piratenpartei Saarland, erfolgte heute die Rückinfo um 16:31 Uhr durch ihn.

Schon mal ein großes Lob an Herrn Hilberer. Denn meine E-Mail an die Ministerpräsidentin des Saarlandes, Frau Kramp-Karrenbauer, vor Wochen, blieb bis heute unbeantwortet :(

Hier die Rückinfo von Herrn Hilberer:

Sehr geehrter Herr xxxx ,

vielen Dank für Ihre ausführlichen Hintergrundinformationen.
Wir bereiten im Moment eine parlamentarische Anfrage zu dieser Thematik vor.

Was ich jetzt schon sagen kann: Aufgrund der verbleibenden hoheitlichen Aufgabe der Feuerstellenschau bei den Bezirksschornsteinfegern, entsteht den freien Schornsteinfegern ein immenser Wettbewerbsnachteil.

Dadurch ist auch im liberalisierten Markt kein freier Wettbewerb möglich. Mit all den negativen Effekten, die sie unten beschreiben.

Dieses Thema wollen wir politisch im kommenden Jahr vertiefen, worüber wir Sie gerne auf dem laufenden halten werden.

Viele Grüße,
Michael Hilberer
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