Autor Thema: Ärger beim Fegerwechsel  (Gelesen 3073 mal)

Gerd aus Strausberg

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Ärger beim Fegerwechsel
« am: 18.02.14, 20:14 »
Ich habe meinen Beitrag (ganz frech) hier nochmals "zurückgeholt", denn ich finde es nicht sehr erbaulich, wenn man mir den Betrieb eines Unterforums anbietet, für den ich auch dankbar bin und dann einfach ungefragt fremde und neuerdings auch meine eigenen Beiträge einfach entfernt und anderswo unterbringt.

Ärger beim Wechsel des Schornsteinfegers

Seit über einem Jahr können Hausbesitzer frei entscheiden, welcher Schornsteinfeger sie zur Überprüfung der Heizung und zum Fegen des Kamins bestellen. Dabei gibt es aber immer wieder Schwierigkeiten, denn die alten Kehrbezirksinhaber wollen das nicht respektieren.


Siehe "Geislinger Zeitung":

http://www.swp.de/geislingen/lokales/taele/Aerger-beim-Wechsel-des-Schornsteinfegers;art5565,2434703
« Letzte Änderung: 18.02.14, 20:24 von Gerd aus Strausberg »

Gerd aus Strausberg

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Re: Ärger beim Fegerwechsel
« Antwort #1 am: 18.02.14, 20:15 »
Ehepaar im Krach mit Kehrbezirksinhaber

Das Monopol für Schornsteinfeger ist seit 01.01.2013 weggefallen. Ab diesem Datum dürfen sich Hausbesitzer ihren Schornsteinfeger auswählen, so sagt es das Gesetz. Das neue Schornsteinfeger-Handwerksgesetz sollte ein großer Vorteil für alle Bürger sein, aber ist er das auch?

Für die Hauseigentümer Jutta und Erich Büchle zeigt sich das neue Gesetz nicht als hilfreich. Es gab Probleme mit dem Kehrbezirksinhaber Klaus K.. Der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger habe Arbeiten durchgeführt, die unnütz waren. Der „zuständige“ Kehrbezirksinhaber weigerte sich, weiterhin für die Büchles zu arbeiten. Das darf er, alles rechtens.

Ein Fegerbetrieb kann sich seine Kunden aussuchen, zumindest für die nicht hoheitlichen Tätigkeiten und die Preise dafür bestimmen, allerdings bedingt. Das heißt, er kann Preisvorschläge machen und der Kunde kann sein Einverständnis erklären, oder auch nicht. Aber was ist, wenn der Kunde keinen Feger findet, weil es in seinem Einzugsgebiet keinen gibt? Theoretisch kann dann der Kehrbezirksbesitzer einen Phantasiepreis festlegen, 500,00 € und mehr, so wie in den letzten Jahrzehnten, gedeckt durch ein Fegerschutz- und Bereicherungsgesetz.

Nach Streitigkeiten beschwerte sich Familie Büchle 2013 beim Landratsamt. Ende des Jahres bekamen sie einen Brief vom Amt, der sie darauf hinwies, sich einen Schornsteinfegerfeger zu suchen und bis Anfang Januar die gesetzlich vorgeschriebenen Arbeiten durchführen zu lassen, da ihnen andernfalls eine Strafe von mindestens 5.000,00 € auferlegt würde.

Das klappte aber nicht, sagt Familie Büchle, denn kein Feger fühlte sich zuständig. Das Landratsamt hat dann den Rat gegeben, „doch mal mehr Geld anzubieten“.


Quelle:

PZ-news – Das Nachrichtenportal der Pforzheimer Zeitung

http://www.pz-news.de/nachrichten_artikel,-Nach-Krach-mit-Kaminfeger-Ehepaar-kritisiert-Gesetz-_arid,470806.html

TWMueller

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Re: Ärger beim Fegerwechsel
« Antwort #2 am: 19.02.14, 20:01 »
Und dabei wäre zumindest dieses Problem doch sehr leicht zu lösen.
Das BMWi als Verordnungsgeber der KÜO müsste lediglich verfügen, dass der "bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger", der ja auch für eine ERSATZVORNAHME zuständig ist, Aufträge aus seinem Bezirk annehmen muss. Um Phantasiepreisen vorzubeugen wäre dann lediglich ein MAXIMALER STUNDENSATZ (in der Anlage 3 zur KÜO) zu bestimmen.

Man kann FREI BEAUFTRAGEN, hätte jedoch den Rettungsanker des Kehrbezirks-Schornsteinfegers mit einer PREIS-OBERGRENZE.
Eine umständliche Liste aller möglichen AW wäre auch überflüssig, EIN Stundensatz würde völlig ausreichen. Bei den HANDWERKLICHEN Kehr- und Prüf-Arbeiten spielt es für die Rechnungstellung ja gar keine Rolle, was der Schornsteinfeger in der abzurechnenden Zeit im Einzelnen gemacht hat. Das geht aus dem PRÜF-PROTOKOLL ja sowieso hervor.
Thomas W. Müller
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Re: Ärger beim Fegerwechsel
« Antwort #3 am: 19.02.14, 20:27 »
Mir ist momentan kein Gewerbe bekannt, das seine "Preise" so bestimmen kann, wie das Schornsteinfegerhandwerk.

Aber mir sind viele bekannt, die bei einer solchen Preisgestaltung auf Nimmerwiedersehen verschwinden würden. Es ist eben so wie immer,- Alles alt und eingefahren,- zudem sind leider die meisten unserer Mitbürger zu bequem auf mal auf Konfrontationskurs gegen die Schwarzlobby zu gehen. Leider! Und so ist die Abhocke (für eine Nixtätigkeit) eben garantiert.
Wegen der eingeführten Zensur des Admins in diesem Forum und dadurch Streichungen von Beiträgen, beteilige ICH mich hier an nichts mehr. Wie Viele andere ebenfalls. Ich und viele andere auch aus diesem Forum bin/ sind im Forum: http://www.carookee.com/forum/sfr-reform