Autor Thema: Feuerstättenbescheid Widerspruch - seither nichts mehr gehört  (Gelesen 4392 mal)

Frank

  • Gast
Hallo,
ich gehöre ebenfalls zu dem Personenkreis, der sich jährlich über eine ca 70€ teure Rechnung für ca. 5-10 Minuten Arbeit ärgert.
Hochgerechnet ergibt das einen Stundenlohn von ca. 400€. Alle Achtung!!!
Gegen unseren neuen Feuerstättenbescheid habe ich 2012 vier Seiten Widerspruch eingelegt. Seither: Still ruht der See.
Die Rechnung für diesen gesetzlich abgesegneten völlig widersprüchlichen Schwachsinn habe ich natürlich nicht bezahlt.
Die liegt nunmehr zwei Jahre abgeheftet im Ordner.
Der Schorni hat scheinbar auch keine Lust sich mit dem Schreibkram bundesdeutscher Gesetze, die sich in unzähligen Punkten widersprechen auseinanderzusetzen.
Ich kann jedem nur raten: Widersprecht diesem Schwachsinn.
Wie kann es sein, dass ein Gussofen ein CE Zeichen benötigt und ein kachelofen nicht?
Wie kann es sein, dass ein Kachelofen Heizeinsatz Ortrand E4020 nicht mehr betrieben werden darf und ein Ortrand E4020.6, der mal abgesehen von der Heiztür baugleich ist betrieben werden darf ... weil der westdeutsche Inhaber nur neue Öfen verkaufen will.
Wie kann es sein, dass ein nicht abgemeldeter Ofen nicht im Feuerstättenbescheid steht?
Wie kann es sein, dass ein Dakon Dor Kessel in rot ohne CE zeichen nicht betrieben werden darf --- der von Buderus dort in blau gekaufte baugleiche kessel mit CE Zeichen aber in Dt. betrieben werden darf.
Buderus ist natürlich 300% teurer. Bleibt wohl die Frage, wer da am meisten mit Umsatzsteuer+Energiesteuer+Maut etc. ohne unternehmerisches Risiko die Hände voll ausgebreitet hält und Milliarden mitverdient?
Das ganze Pack der Schmarotzer von Politikern unserer werten Regierung.
« Letzte Änderung: 29.11.14, 00:45 von Datko »

Datko

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Hallo Frank, ich kann Dir leider bei juristischen Fragen nicht weiter helfen. Im Internet habe ich Folgendes gefunden:

"Widerspruch und Anfechtungsklage gegen einen nach § 17 Abs 1 Satz 1 SchfHwG erlassenen Feuerstättenbescheid haben aufschiebende Wirkung"

Siehe: http://www.landesrecht-hamburg.de/jportal/portal/page/bshaprod.psml?showdoccase=1&doc.id=MWRE110002793&st=ent

Unter Punkt 5
findest Du allerdings folgenden Hinweis: 
"Bis zum Inkrafttreten der Neufassung des § 17 Abs. 1 SchfHwG verbleibt es jedoch dabei, dass Widerspruch und Klage gegen einen vom Bezirksschornsteinfegermeister erlassenen Feuerstättenbescheid aufschiebende Wirkung zukommt."


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Hast Du jetzt ein praktisches Problem damit, dass ja doch einmal in der langen Zeit gekehrt werden sollte?
« Letzte Änderung: 29.11.14, 19:07 von Datko »
Joachim Datko - Ingenieur, Physiker
Interessengemeinschaft gegen das Schornsteinfeger-Monopol Sektion Bayern
Forum : www.kontra-schornsteinfeger.de