Autor Thema: Alter Schorni geht in Rente der neue macht sofort Feuerstättenschau  (Gelesen 3558 mal)

Rennfahrer

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Unser alter Schorni ist in Rente gegangen (sei ihm gegönnt, er war sehr net), er hat zuletzt bei uns 2009 eine Feuerstettenschau gemacht und uns alles abgenommen.
Sein Nachfolger der dieses Jahr angefangen hat, hat im ganzen Ort eine Feuerstettenschau gemacht, so auch bei uns. Darf er überhaupt schon wieder eine machen, wo doch erst 3 Jahre vergangen sind?

Für mich klingt das nach reiner Abzocke was der macht. Bei der Feuerstettenschau überreicht er einen gleich einen Vertrag für die nächsten Jahre, den man 2 Wochen später am besten Unterschrieben beim Kehren zurückgeben sollte. (Er liegt immer noch bei mir, ich weiss, dass das Monopol fällt)

Sein Kommentar zu unserer Heizung die seit 6 Jahren problemlos funktioniert, ich hätte sie nie abgenommen. Das ist klar wenn man seinen Flyer ansieht (Kaminaufsätze und Kaminsanierung, Verkauf und Montage von Edelstahlkaminen sowie Kaminöfen). Wir haben keinen Edelstahkamin. :D

Er hat im Ort einige Heizungen nicht abgenommen, obwohl die seit Jahren laufen nur weil sie nicht von ihm eingebaut worden sind. Darf er sowas?
« Letzte Änderung: 05.12.12, 11:50 von Datko »

TWMueller

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Um mit der letzten Fage zu beginnen, ob er das darf: NEIN ! Aber sie tun es trotzdem.

Würde im Bereich des Schornsteinfegerwesens das Recht angewendet, so wie es im Grundgesetz und den sonst einschlägigen Gesetzen zu lesen ist, den Unsinn mit "Kehrbezirken" und "Bezirks-Schornsteinfegern" gäbe es schon Jahrzehnte nicht mehr.

Hinsichtlich der Feuerstättenschau gilt bislang noch das alte Recht des SchFG, wonach die FSS alle FÜNF Jahre erfolgt. Da somit, wenn 2009 eine FSS erfolgte, die nächste erst 2014 ansteht, hätte der neue BSF den ggf. noch nicht vorliegenden FEUERSTÄTTENSCHEID NACH KEHRBUCH (Aktenlage) erlassen müssen.

Es wäre somit zumindest eine Überlegung wert, gegen die GEBÜHREN für FEUERSTÄTTEN-SCHAU und FEUERSTÄTTEN-BESCHEID Widerspruch einzulegen und diese maximal UNTER VORBEHALT zu zahlen.

Zudem sollte im Ort mal darüber informiert werden, dass man den "Neuen" ab 2013 auch am langen Arm verhungern lassen kann. Als Teilzeit-BEHÖRDE bleibt er zwar für Bauabnahmen, Feuerstättenschauen und den Feuerstättenbscheid zuständig, aber HANDWERKLICHE Aufträge sollte man einer BEHÖRDE NICHT geben.
Es werden im neuen Jahr mehr als genug ALTERNATIVEN am Markt erscheinen.

Wer BEHÖRDE spielen will, soll sich mit dem Verwaltungsrecht und Aktenbergen beschäftigen.
HANDWERKLICHE Aufträge (wie im FSB festgelegt) sollten ALLE BÜRGER, die für eine TRENNUNG von STAAT und WIRTSCHAFT sind, jedoch künftig NUR noch AN BEZRKS-FREIE HANDWERKER vergeben.
Die Bürger haben es mit ihren Aufträgen auch etwas in der Hand, der Mauschelei zwischen Wirtschaft und Politik entgegen zu wirken. Es geht eben nicht nur darum, ob man vielleicht etwas Geld sparen kann. Es geht um eine KLARE TRENNUNG von HOHEITLICHEN und WIRTSCHAFTLICHEN Interessen.

Wer Bescheide erlassen darf, soll hieran NICHT VERDIENEN!
P.S.
Und man kann es gar nicht oft genug wiederholen:
2012 KEINE "Service-Verträge" unterschreiben.
Meist ist noch nicht mal der Vertragsumfang (welche genauen Leistungen) im Vertrag festgelegt, Fast immer fehlt eine KONKRTE ANGABE des PREISES. Schauen Sie ggf. doch selbst mal nach. Hat der BSF einen klaren STUNDENLOHN angegeben oder bietet er einen JÄHRLICHEN PAUSCHALPREIS? Wenn er sich nur allgemein auf die Preise in der KÜO bezieht, sagt er praktisch "April, April, ich mach' die Preise wie ich will.", Denn die Preisbindung ENDET per 31.12.2012. Für alle HANDWERKLICHEN Arbeiten (und genau um die geht es ja) gibt es ab 2013 KEINE GESETZLICHE PREISVERORDNUNG mehr.

Wer jetzt einen Vertrag unterschreibt, in dem weder genau steht, welche Arbeiten eigentlich exakt ausgeführt werden müssen und zu welchem Preis dies erfolgen wird, könnte dem Schornsteinfeger auch gleich die Bank-Card nebst Geheimnummer übersenden und hoffen, dass er nicht zu viel abhebt.

Und schauen Sie doch mal in den Vertragsentwurf. Steht da was von einer WIDERRUFSBELEHRUNG? Je nachdem, wie Ihnen der Schrieb zuging, handelt es sich um ein HAUSTÜR-Geschäft oder um einen FERNABSATZ. In beiden Fällen gibt es gesetzliche Belehrungspflichten. Hoppla, hat die der Schornsteinfeger vergessen? Rufen Sie doch mal die Verbraucherzentrale an! Wer pingelig auf völlig unsinnige gesetzliche Bestimmungen besteht, solange diese ihm Geld bringen, sollte mit seinem eigenen Verhalten auch an dieser Genauigkeit gemessen werden.

Unklare Vertragsentwürfe ohne Rechtsmittelbelehrung sind somit ein Fall für eine WETTBEWERBSRECHTLICHE (und kostenpflichtige) ABMAHNUNG. Zuständig sind u.a. die VERBRAUCHER-ZENTRALEN. Stellen Sie doch anschließend hier im Forum mal ein, was diese gegen die offensichtlich mangelhaften "Service-Verträge" getan hat.
« Letzte Änderung: 05.12.12, 15:40 von TWMueller »
Thomas W. Müller
Aktion SchornsteinFegerRechts-Reform

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