Autor Thema: Feuerstättenbescheid für Brennwert-Heizungen  (Gelesen 3088 mal)

Vordenker

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Hallo Freunde, für Brennwert-Heizungen ist der Schornsteinfeger nicht zuständig, weil es an Brennwert-Thermen gemäß §1(1) KÜO keine Abgasanlage gibt und auch keine anderen Arbeiten, die nach §2 (1) SchfHwG nur von einem gelernten Schornsteinfeger durchgeführt werden dürfen. Mein Feuerstättenbescheid (Software) stimmt nicht mit meiner installierten Brennwert-Therme (Hardware) überein. Die Software ist (wie bei VW) manipuliert.

Beweis:
Beschreibung der Hardware:
Ich betreibe eine Brennwert-Therme. Die Energie wird mit einem Gebläse-Brenner in Form eines heißen Gas-Stroms mit rund 2.000°C erzeugt. Der Gebläse-Brenner ist die sogenannte „Feuerstätte“, die Anlage, mit der durch Verbrennung Wärme erzeugt wird [s. Anlage 4 (zu §7) KÜO].
Der rund 2.000°C heiße Gas-Strom kühlt auf dem Weg durch einen 1. Wärmeübertrager auf rund 180°C ab. Die dadurch freiwerdende Wärmeenergie wird vom heißen Gas-Strom auf einen kälteren Brauchwasser-Strom übertragen.
Der rund 180°C heiße Gas-Strom kühlt auf dem Weg durch einen 2. Wärmeübertrager weiter bis unter 40°C ab. Die dadurch freiwerdende Wärmeenergie wird vom heißen Gas-Strom auf den kälteren Verbrennungs-Luftstrom übertragen und dem Gebläse-Brenner, als zurückgewonnene Energie, zugeführt.
Der auf unter 40°C abgekühlte Gas-Strom wird oben überdach als gasförmiger, thermischer Abfall direkt in die Luft geblasen (ohne Abgasanlage).
Eine Besonderheit des 2. Wärmeübertragers ist die Abwasseranlage für die Entsorgung von Kondenswasser, weil die Temperatur im 2. Wärmeübertrager unter den Taupunkt sinkt. 
Der thermische Abfall besteht also zwei Fraktionen, einer flüssigen und einer gasförmigen. Die gasförmige wird, wie gesagt, über dem Hausdach direkt in die Luft geblasen. Die flüssige wird mit einer Abwasseranlage in den städtischen Abwasserkanal gepumpt.

Beschreibung der Software:
Mein BSM behauptet im Feuerstättenbescheid, in meiner Liegenschaft werde eine "Abgasanlage" betrieben, die nach §1(1) KÜO überprüfungspflichtig sei. Die "Abgasanlage" besteht im FSB angeblich der „Abgasleitung“ und den „Abgaswegen“ eines Gas-Heizkessels".
Die Abgasanlage eines konventionellen Gas-Heizkessels ist bekanntlich der Schornstein und das Verbindungsrohr (Ofenrohr) zwischen Schornstein und Gas-Heizkessel. Bei konventionellen Gas-Heizkesseln strömt der oben beschriebene heiße Gas-Strom nach dem 1. Wärmeübertrager mit rund 180 Grad C durch Ofenrohr und Schornstein überdach ins Freie.
Brennwert-Thermen kühlen den rund 180 Grad C heißen Gas-Strom bis unter 40 Grad C und übertragen die zurückgewonnene Energie in einem 2. Wärmeübertrager auf den überdach angesaugten Verbrennungsluft-Strom und mit dem Verbrennungs-Luftstrom zurück in die "Feuerstätte" d. h. in den Gebläsebrenner.
Der 2. Wärmeübertrager ist eine langgestreckte Baugruppe, die im umfunktionierten Schornstein eingebaut ist. 
Fazit:
1. Konventionelle Gasheizungen sind mit einer Abgasanlage ausgerüstet, die nach §1(1) KÜO überprüfungspflichtig ist.
2. Brennwert-Thermen sind mit einem zweiten Wärmeübertrager für die Vorwärmung der Verbrennungsluft ausgerüstet, der nach §1(1) KÜO nicht überprüfungspflichtig ist.
3. Der zweite Wärmeübertrager ist mit einer Abwasseranlage und nicht mit einer Abgasanlage ausgerüstet.
4. Der Schornsteinfeger ist weder für Gebläse-Brenner noch für Wärmeübertrager zuständig und somit auch nicht für die Durchführung einer Feuerstättenschau nach §14(1) und auch nicht für den Erlass eines Feuerstättenbescheids nach §14(2) SchfHwG zuständig.
5. Niemand hat den BSM legitimiert, den installierten "Wärmeübertrager" im FSB als "Abgasanlage" zu bezeichnen. 
Ein Wärmeübertrager ist ein Apparat, der thermische Energie von einem Stoffstrom auf einen anderen überträgt.
https://www.google.de/#q=w%C3%A4rmetauscher
6. Der VW-Skandal war nur möglich, weil VW selber Gesetzesvorgaben in betriebseigene Software umgesetzt hat, um mit der eigenen Software, zum eigenen Vorteil und zum Nachteil anderer, Hardware zu überprüfen. Die Software war so manipuliert, dass für VW immer vorteilhafte Ergebnisse herauskamen. Eine externe, unabhängige Kontrolle gab es offensichtlich nicht.

Bei den Schornsteinfegern ist das noch schlimmer.
Die Gesetzesvorgaben werden von den Bezirksschornsteinfegern in betriebseigene Software  umgesetzt, um mit der selbst geschriebenen Software, zum eigenen Vorteil und zum Nachteil anderer, Hardware zu überprüfen. Die Software ist so verfälscht, dass für die Privatbetriebe der Bezirksschornsteinfeger ein vorteilhaftes Ergebnis herauskommt, wofür viele Millionen Eigentümer zahlen. Eine externe, unabhängige Kontrolle gibt es definitiv nicht. Die BSM kontrollieren sich selbst und gegenseitig.
Was zu beweisen war.



« Letzte Änderung: 28.11.15, 08:34 von Datko »

Datko

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Re: Feuerstättenbescheid für Brennwert-Heizungen
« Antwort #1 am: 28.11.15, 09:14 »
Schreiben Sie bitte auch dem Bundeswirtschaftsminister und an das Kartellamt!
- Möglichst kurz und mit einer prägnanten Überschrift.
- Bitte als Einschreiben
Joachim Datko - Ingenieur, Physiker
Interessengemeinschaft gegen das Schornsteinfeger-Monopol Sektion Bayern
Forum : www.kontra-schornsteinfeger.de

Kaldemeier

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Re: Feuerstättenbescheid für Brennwert-Heizungen
« Antwort #2 am: 28.11.15, 21:45 »
Hallo,

ein 2000 Grad heisser Gasstrom? Hängt Dein Brennwertgerät  überhaupt noch an der Wand?

Araym

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Re: Feuerstättenbescheid für Brennwert-Heizungen
« Antwort #3 am: 01.12.15, 17:00 »
Ihr Brennwertanlage hat entweder die Zulassung eines B, oder eines C Gerätes
Beide sind nach Kehr und Überprüfungsordnung zu überprüfen.