Autor Thema: Gegen Schornsteinfeger in Bayern kurzschließen  (Gelesen 6720 mal)

Kaldemeier

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Will man sich aber in Bayern kurzschliessen, bekommt man die RE , man solle im Forum schreiben. Das finde ich nicht gut.
« Letzte Änderung: 29.09.15, 19:34 von Datko »

Joachim Datko

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Re: Gegen Schornsteinfeger in Bayern kurzschließen
« Antwort #1 am: 02.10.15, 06:19 »
Ich wohne in Regensburg. Wo wohnen Sie?

Kaldemeier

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Re: Gegen Schornsteinfeger in Bayern kurzschließen
« Antwort #2 am: 02.10.15, 13:26 »
Vilshofen/Donau

molefraction

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Re: Gegen Schornsteinfeger in Bayern kurzschließen
« Antwort #3 am: 02.10.15, 21:23 »
Es ist nicht gut, wenn man nur auf die SF losgeht. Die sind hauptsächlich nur aufs Geld aus, denn bis aufs Kehren ist ihre Arbeit nur eine Arbeitsbeschäftigungsmaßnahme. Grundsätzlich gehen SF-Probleme vom Gesetz aus. Hauptkritikpunkt ist die Verbindung von hoheitlichen und freien Arbeiten in der Hand des BSF. Wenn Konkurrenz vorhanden wäre, wäre es viel besser, weil der BSF-Dirigismus weg wäre.
Eigentlich müsste doch der Staat dafür sorgen, dass Wettbewerb vorhanden ist. Das Gesetz geht automatisch von Wettbewerb aus, den gibt es de facto aber nicht. Deshalb können die BSF die hohen Kosten fordern. Eigentlich ist das Erpressung. Also ist es Aufgabe des Staates, die Praxis entsprechend dem Gesetz zu gewährleisten.
Hat jemand eine Meinung dazu?

Kaldemeier

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Re: Gegen Schornsteinfeger in Bayern kurzschließen
« Antwort #4 am: 03.10.15, 08:36 »
Sehen sie doch mal im BImschG unter § 52(4) nach. Dort wollte der Gesetzgeber absichtlich nichtgenehmigungspflichtige Heizungen (bis 100 KW) welche bei der Messung des Kaminkehrers ohne Mängel sind, von den Kosten freistellen.(um den Einbau neuer Heizungen zu beschleunigen).
Nur die Kaminkehrer halten sich nicht daran und kassieren trotzdem ab.
Wer eine neue Heizung eingebaut hat ist praktisch nicht besser dran als einer mit einer alten Dreckschleuder.
Lässt man die neue Heizung warten bezahlt man 2 mal, nämlich den Heizungsbauer und den Kaminkehrer welcher diesen sinnlos überprüft.
Baut man keine neue Heizung ein und holt den Heizungsbauer zum einstellen bevor der Kaminkehrer kommt,bezahlt man auch nur 2 mal, ohne teure Investitionen.
Ich bin der Meinung, dass es die Kaminkehrer, deren Innung und die Lobbyisten sind die man in erster Linie angehen muss.

gerhardl49

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Re: Gegen Schornsteinfeger in Bayern kurzschließen
« Antwort #5 am: 03.10.15, 12:32 »
Sehen sie doch mal im BImschG unter § 52(4) nach. Dort wollte der Gesetzgeber absichtlich nichtgenehmigungspflichtige Heizungen (bis 100 KW) welche bei der Messung des Kaminkehrers ohne Mängel sind, von den Kosten freistellen.(um den Einbau neuer Heizungen zu beschleunigen).
Nur die Kaminkehrer halten sich nicht daran und kassieren trotzdem ab.
Wer eine neue Heizung eingebaut hat ist praktisch nicht besser dran als einer mit einer alten Dreckschleuder.
...

Im BImschG § 52(4) heißt es:
Kosten, die durch Prüfungen im Rahmen des Genehmigungsverfahrens entstehen, trägt der Antragsteller. ...

Von Heizungen bis 100 kW finde ich da nichts.

Jemand mit einer neuen Heizung ist immer besser dran. "Dreckschleudern" würden zwangsweise stillgelegt werden.

Kaldemeier

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Re: Gegen Schornsteinfeger in Bayern kurzschließen
« Antwort #6 am: 03.10.15, 13:38 »
Sorry Gerhard, war eine kleine Verwechslung mit den Paragraphen.
Die Genehmigung einer Anlage ist natürlich kostenpflichtig.
Mir ging es hier um die wiederkehrenden Messungen, welche , falls die Anlage beanstandungsfrei ist, nicht berechnet werden dürfen, bzw. für den Betreiber kostenlos ist.
Dies lese ich zumindest aus dem § 30 BIMSCHG heraus. Kaldemeier

molefraction

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Re: Gegen Schornsteinfeger in Bayern kurzschließen
« Antwort #7 am: 03.10.15, 14:06 »
Die BRD ist ein Rechtsstaat. Es gelten die Gesetze. Das gilt auch für das Handeln der SF. Meine Erfahrung ist, dass Kritik an den SF nach der Vernunft berechtigt ist, nach dem Gesetz leider nicht. Fazit, die Gesetze sind stark SF-orientiert. Der Grund ist einen Berufsstand, der hauptsächlich unsinnige Aufgaben hat, finanziell zu unterstützen. Die Gesetze müssen revidiert werden!
Grüße

Kaldemeier

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Re: Gegen Schornsteinfeger in Bayern kurzschließen
« Antwort #8 am: 03.10.15, 14:59 »
Hallo, schon richtig von Rechtsstaat usw.,aber die BRD hatte seit 1945 Zeit die Gesetze zu ändern in dieser Angelegenheit, aber sie hat es nicht getan, warum sollte sie es jetzt nun tun?
Ausserdem sollte man ja die BRD sowieso übergehen und die Angelegenheit nach Brüssel bringen,oder glaubt jemand den Minimalerfolg von 2008/2013 hätte man mit der Bundesregierung erreicht? Grüsse

molefraction

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Re: Gegen Schornsteinfeger in Bayern kurzschließen
« Antwort #9 am: 03.10.15, 22:27 »
Stimmt, man sollte Petitionen nach Brüssel und Berlin schreiben. Das habe ich bereits getan. Wieviele werden es auch tun? In dieser Atmosphäre von Einschüchterung und Aussichtslosigkeit braucht man Leute mit Ausdauer und Willenskraft. Wenn wenigstens einige mitmachen würden, wäre schön viel gewonnen.
Wir brauchen allerdings eine gemeinsame Linie. Ich finde, wenn Wettbwerb nicht nur nach dem Gesetz bestünde, sondern de facto, wäre sehr viel gewonnen. Ich fordere deshalb, dass die BSF nur noch hoheitliche Aufgaben ausführen dürfen. Jeder SF müsste sich dann um Kunden kümmern, um sie werben. Das wäre ein großes Plus. Meine Begründung für diese Trennung der Arbeiten ist, dass es eigentlich keinen Wettbewerb gibt. Aber genau dafür wurde das Gesetz auf Anforderung der EU geändert.
Grüße!

Kaldemeier

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Re: Gegen Schornsteinfeger in Bayern kurzschließen
« Antwort #10 am: 04.10.15, 08:02 »
Mein Vorscchlag wäre den selben Weg zu gehen der 2008 zum (Teil)Erfolg geführt hat.
Ich bin gerade am recherchieren wie das damals der Reihe nach gelaufen ist.
Brüssel hat ein Gesetz gemacht, das wird aufs unverschämteste unterlaufen, es ist schwer vorstellbar,dass Brüssel, wenn es die Fakten am Tisch hat hier nicht eine Nachbesserung in Gang setzt.
Zumal glaube ich hat die EU immer ein offenes Ohr wenn es um Wettberwerb und Deutschland geht.
Vielleicht wissen die garnichts. Grüsse

Kaldemeier

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Re: Gegen Schornsteinfeger in Bayern kurzschließen
« Antwort #11 am: 27.10.15, 19:09 »
Hallo ,
der Beitrag oben, dass die BRD ein Rechtsstaat sei ist nur insoweit richtig, dass
die Kehrbeglückten sich an dieses Recht zu halten haben, die Feger hingegen nicht.
Nachzulesen in:"Weiss der Kaminkehrer was er tut oder ist er unwissend. mfg

Kaldemeier

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Re: Gegen Schornsteinfeger in Bayern kurzschließen
« Antwort #12 am: 27.10.15, 20:48 »
Ausserdem wäre es m.E. sowieso besser, die gewerblich entstandenen Rechnungen nicht zu bezahlen und es auf einen Mahnbescheid ankommen zu lassen, als sinnlose Petititionen irgendwohin zu schreiben. mfg

Joachim Datko

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Re: Gegen Schornsteinfeger in Bayern kurzschließen
« Antwort #13 am: 28.10.15, 12:01 »
Ausserdem wäre es m.E. sowieso besser, die gewerblich entstandenen Rechnungen nicht zu bezahlen und es auf einen Mahnbescheid ankommen zu lassen, als sinnlose Petititionen irgendwohin zu schreiben. mfg

Man kann ja unterschiedliche Wege gehen.

Diejenigen, die den Rechtsweg beschreiten wollen, können

-- sich auch telefonisch mit Herrn Müller in Verbindung setzen, er hat einen sehr guten Überblick über die bisherigen Verfahren.
Thomas W. Müller
Aktion SchornsteinFegerRechts-Reform
Tel.: (06134) 564620

-- und/oder bei der Interessengemeinschaft für ein zeitgemäßes Schornsteinfegerwesen mitmachen. Ich bin nicht Mitglied. Die Interessengemeinschaft versucht auch auf dem rechtlichen Weg Erfolge zu erzielen.
Kontakt z.B. über
http://www.guestbook4you.de/gb.php?user=gschleidt
« Letzte Änderung: 28.10.15, 12:05 von Joachim Datko »

Kaldemeier

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Re: Gegen Schornsteinfeger in Bayern kurzschließen
« Antwort #14 am: 28.10.15, 20:45 »
Hallo nach BW

ich denke mal der bekommt die 34,--€ aus der Innungskasse, damit die weiter ihr
Süppchen kochen können und nicht öffentlich werden müssen. Schönen Abend